Pop
LEA

Zwischen meinen Zeilen

LEAs aktuelle Single „Zu Dir“, die kontinuierlich in den Airplay-Charts nach oben steigt, schrieb sie gemeinsam mit Mark Forster, einem der aktuell erfolgreichsten Pop-Sänger unseres Landes. LEA bleibt zwischen all diesen Erfolgen bescheiden: „Ob ich vor vier Leuten spiele oder vor 1.000 – ich mache das aus Liebe und weil ich das schon immer gemacht habe, das Lieder­machen.“ Die Erfolge im letzten Jahr bestärken LEA auf ihrem Weg zu Finalisierung ihres zweiten Albums »Zwischen meinen Zeilen«, das nun am 14.09. über Four Music erscheint. Dafür hat sie ihre ganz eigene Formel für aktuelle Pop-Musik gefunden: „Ich habe mich sehr geöf­fnet für die Produktion des zweiten Albums. Ich habe jetzt zum ersten Mal mit Freunden zusam­men geschrieben, mit fünf Produzenten gearbeitet und mich von Vorurteilen der Popmusik gelöst. Ich wollte immer Indie sein, aber habe im Grunde immer schon Popsongs geschrieben. Heute stehe ich zum ‚Label‘ Pop und das macht einfach richtig Spaß„, erklärt sie dazu. Die zwölf Songs der neuen Platte umarmen Pop-Musik sind aber zum gleichen Teil Beobach­tungen der Gesel­l­schaft und des Zusam­­menlebens. „Bei diesem Album war mir wichtig, emo­tionale und auch traurige Lieder in einem positiven Song-Gewand zu gestalten, dass ins­gesamt eine lockere Energie ent­stehen kann. Ich finde es so toll zu sehen, dass auch tief­gründige Texte auf tanzbaren Beats funk­tionieren„, so LEA. Mal thematisiert sie zwischen den Zeilen die Unentschlos­senheit ihrer Generation, mal Bin­dungs­angst und Selb­staufgabe. LEA fasst es so zusam­men: „Es geht mir darum, ehrlich zu sich selbst zu sein und damit aufzuhören, sich zu vergleichen, mehr auf sich selbst zu achten. Manchmal wünsche ich mir, dass wir uns alle selbst mehr vertrauen.“
Dance
David Guetta

7

In den letzten zehn Jahren erarbeitete sich David Guetta einen festen Platz auf dem DJ-Olymp. Zahlreiche Top-10- und einige Nummer-eins-Platzie­rungen in den interna­tionalen Charts, ein paar Gram­mys und viele weitere Awards gehen bereits auf sein Konto. Das bedeutet wiederum nicht, dass der Franzose sich auf seinen Erfolgen ausruht. 2018 präsentiert er sein mittlerweile siebtes Album mit dem pragmatischen Titel »7«. Und wie immer warten jede Menge span­nende Gäste.
Pop
Troye Sivan

Bloom

Bloom ist das zweite Studioalbum des australischen Sängers und Songwriters Troye Sivan, das am 31. August 2018 über EMI Australia und Capitol Records veröf­fentlicht wurde.
Hiphop/Rap
Eminem

Kamikaze

Eminem verblüfft alle. Nur gut acht Monate nach seiner letzten Platte «Revival» hat US-Rapper Eminem (45) über­ra­schend sein zehntes Album veröf­fentlicht. «Habe versucht, über dieses hier nicht zu viel nachzudenken», schrieb Eminem auf Twit­ter und setzte dazu ein Emoji mit aus­ge­strecktem Mittelfinger und den Link zum Album. Eminem heisst mit bür­ger­lichem Namen Marshall Bruce Mathers III. Das Cover zum neuen Album «Kamikaze» ähnelt dem Klas­siker «Licensed to Ill» von den Beastie Boys von 1986. Darauf ist das Heck eines gezeichneten Kampf­flugzeugs zu sehen. Eminem hatte vor einigen Jahren erklärt, dass die Gruppe seine Musik beeinflusst habe. Einige Fans nahmen das Design auf Twit­ter allerdings nicht als Hommage an die Beastie Boys wahr, sondern als Nachahmung. Auf den 13 Titeln kritisiert Eminem über 46 Minuten unter anderem verschiedene Rapper und Präsident Donald Trump, den er schon mehrfach direkt angegrif­fen hat. Trump bezeichnet er in einem Titel als «böse Schlange». Im Titel «Not Alike» geht Eminem auch auf Filmproduzent Harvey Wein­stein ein, dessen mutmas­sliche sexuelle Übergriffe auf Frauen die #MeToo-Bewegung ins Rollen brachten.
Hiphop/Rap
Ufo361

VVS

Nur knapp vier Monate nach dem düsteren "808" droppt Ufo361 schon sein neues Album "VVS", das einen anderen Weg einschlägt: mehr Melodien, melancholischer, deutlich weniger düster. Die Themen bleiben trotzdem die gleichen. Als Features sind Migos-Star Quavo, Rich The Kid sowie RAF Camora dabei.
Pop
Ariana Grande

Swe­etener

Das Album handelt in seiner Gesamtheit jedoch vor allem von den Ambivalenzen und der Zerris­senheit, die das Leben von Ariana Grande und ihrer Teen-Anhän­gerin­nen­schaft prägen. Das beginnt mit dem Titelstück „Swe­etener“ für künst­lichen Süßstoff, geht über „Borderline“, dessen Titel schon für sich selbst spricht, bis hin zu dem aktuel­len Hit „God Is A Woman“, der im Video doch nicht so feministisch rüberkommt, wie der Titel verspricht. In einem schön schim­mernden Uterus-Gewaber liegt Grande darin zunächst, irgendwann wölbt sich mal ein schwan­gerer Bauch vor, ein selb­stredend am Computer animierter, und den Stahlhelm der Power-Grande mit Hammer in den Händen zieren wieder ihre berühmten Katzenohren.
Alternative
Goril­laz

The Now Now

Damon Albarn wollte so richtig jetzt jetzt neues Material für die Goril­laz Live-Shows und hat kurzerhand noch während der Tour mit der letzten Scheibe «Humanz» ein komplet­tes Album geschrieben. «The Now Now» ist Momentaufnahme, tönt halbfertig, hat kaum Gäste, zeigt Albarn aber attr­aktiv nahbar.
Alternative
Florence + The Machine

High As Hope

Während etwa der Vorgänger „How Big, How Blue, How Beautiful“ mit etwas rocki­geren Klängen oder seinerzeit „Lungs“ mit der fast schon punkigen Single „Kiss With A Fist“ über­raschten, bleibt „High As Hope“ musikalisch etwas gleichförmiger. Zwar wird auch diesmal nicht an Pauken, Bläsern, Streichern, Harfen, Chor­gesängen, Geklatsche und hallenden Ele­menten gespart. Doch die Arrange­ments klingen konzentrierter, weniger verspielt als einst. Reifer. Die Erken­ntnis, dass diese Reife Florence + The Machine ziemlich gut steht, stellt sich bei manchen Stücken von „High As Hope“ erst nach dem zweiten oder drit­ten Hördurchgang ein. Dicht gefolgt von der, dass man sich schon längst in das Album verliebt hat.
Alternative
Panic! At the Disco

Pray For The Wicked

Knapp der Schulbank entron­nen, gelang dem Emo-Pop Outfit Panic! at the Disco aus einem Vorort von Las Vegas mit ihrem Debütalbum A Fever You Can't Sweat Out der Durchbruch. Die Band verbindet in ihren Songs Popeinflüsse mit theatralischen Ver­satzstücken, verrückten Technobeats und ansp­rechenden Texten. Zunächst veröf­fent­lichte Panic! at the Disco einige Demosongs im Internet und erregte damit die Aufmerksamkeit von Decaydance, dem Ableger des Labels Fueled by Ramen, das von Fall Out Boys Pete Wentz geleitet wird. Obwohl die Gruppe noch kein Live-Konzert gegeben hatte, wurde sie die erste Band, die einen Vertrag mit der Firma unter­zeichnete, mit der sie dann im September 2005 den Song A Fever produzierte. ~ Corey Apar
Pop
The Carters

E­verything is Love

"Everything Is Love" heisst das Über­ra­sch­ungs­album, welches Beyoncé zusam­men mit ihrem Ehemann Jay-Z dieses Wochenende aus dem Nichts veröf­fentlicht hat. Zuerst sah es so aus, als ob es das Album nur exklusiv über den Streamingdienst "Tida" zu hören gibt. Mittlerweile ist es überall verfügbar.
Pop
Shawn Mendes

Shawn Mendes

Shawn Mendes hat am 25. Mai sein gleichnamiges Album raus­gebracht. Und das ist etwas ganz Besonderes: Er hat es komplett gender-neutral gehalten, also jeden einzelnen Satz. Laut „VIVA“ ist der Grund sein Kumpel Teddy Geiger, mit dem Mendes seit langem zusam­­menarbeitet und der gerade zur Frau wird. Im Interview mit „Entertainment Weekly“ erzählte der Sänger: „Ich habe das gesamte Album mit ihr gemacht. Ich traf Teddy in der Nacht, als ich ‘Stiches’ geschnit­ten habe, und wir hatten seitdem eine ganz besondere Verbindung. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie glücklich es mich machte, zu sehen, wie wohl sie sich fühlte, als sie sich vor mir und den anderen Songwritern outete. (…) Viele Menschen können es noch nicht ver­stehen, wenn sich Menschen so verändern, und es ist sehr schwierig, jemandem mit einem neuen Pronomen zu begegnen, wenn man das sein ganzes Leben nicht gemacht hat. Doch das Wunderbare ist, dass ich mich daran erin­nern kann, wie ich zum ersten Mal ‘sie’ gesagt habe. Und das passierte nicht, weil ich es bewusst gesagt habe, sondern weil ich es gesagt habe, ohne nachzudenken. Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich das gemacht habe, aber sie hat mich direkt mit einem unglaub­lichen Blick ange­schaut. Wenn jeder Mensch in der Welt auch nur einen Freund hätte, der ihn mit so einem von Freude erfül­lten Blick anschaut, weil er das richtige Pronomen benutzt hat, dann würde es keinen Streit mehr über Trans-Rechte geben. (…) Es ist so gewaltig mitzuerleben, wie jemand, der dir so nahe steht, durch solch eine Ver­änderung geht. Es ist verdammt schön. Ich wünschte, ihr hättet es selbst gesehen.“ Shawn Mendes hat übrigens neulich auch was gestanden: Dass er unter Panikat­tacken litt und sich deshalb Hilfe gesucht
Alternative
Ben Howard

No­onday Dream

Ben Howard veröf­fentlicht sein neuestes Album unter dem Titel „Noonday Dream“. Und damit nicht genug: Wie „Uni­versal Music“ berichtet, können sich seine Kölner Fans die neuen Songs heute auch gleich live anhören, denn Howard gibt heute Abend sein erstes Live-Konzert in Deutschland. „Noonday Dream“ hat der Sänger übrigens in verschiedenen Studios zwischen dem Südwesten Fran­kreichs und dem Südwesten Englands aufgenom­men. Für die Produktion zeigte er sich durchweg selbst verantwortlich.
Alternative
James Bay

Electric Light

Energetischer, vielseitig und raffiniert arrangiert ist es, das neue Album “Electric Light” von James Bay. Der Nachfolger seines Debüts “Chaos and the Calm” wartet mit ganzen 14 Tracks auf. Und die strotzen nur so vor Innovation. “Ich musste einmal ins Studio abtauchen, um neue Sounds und ein neues Ich zu entdecken.” verrät James Bay im Interview über die Arbeit an seinem Zweitling. Neben souligen und elektronischen Einflüs­sen sind auch Hip Hop, Rock und Pop, die sich auf “Electric Light” summieren. An Inspiration für “Electric Light” habe es ihm wahrlich nicht gemangelt, sagt der Brite im Interview. So seien Einflüsse von Blondie, Frank Ocean und auch Prince hör- und spürbar. Auch sein Look hat sich rundum weiterentwickelt. “Irgendwann hat alles mal ein Ablaufdatum […] Wenn ich mich nicht weiterentwickle, stehe ich still.”
Dance
Paul Kalkbren­ner

Parts of Life

Paul Kalkbren­ners achtes Album "Parts Of Life" erscheint ein Jahrzehnt nach dem Doppelplatin-Album "Berlin Calling" und ist der direkte Nachfolger seiner "Back To The Future"-Trilogie, die die Anfänge des Techno Ende der 80er in Berlin doku­mentiert. Diese rohen, reduzierten, frühen Aufnahmen haben deutliche Spuren hinterlas­sen: "Parts Of Life" ist schlicht und ele­mentar – und gleichzeitig gross und voller Lebensfreude. Es ist ein zeitloses Album, das sich durch seine ursprüngliche Kraft aus­zeichnet.
Pop
Gla­sperlenspiel

Licht & Schat­ten

Auf dem kom­menden Album Licht und Schat­ten haben Gla­sperlenspiel ihren sofort wiedererken­nbaren Signature-Mix aus Pop und Electro um verschiedene frische Ele­mente bereichert und zu einem genreübergreifenden Cros­sover verschmolzen. Tanzbare Electro-Beats tref­fen auf catchy Pop-Melodien, harte Club-Vibes auf atmosphärische R'n'B- und HipHop-Einflüsse. Licht und Schat­ten ist intel­ligent produzierter Urban-Pop mit jeder Menge auf­regender Ecken und Kanten.
Hip-Hop/Rap
J. Cole

K.O.D.

Vier Tage nachdem J. Cole auf einem Privatkonzert für seine Fans sein neues Album verkündet hat, wurde es nun veröf­fentlicht: “K.O.D.” hat 12 Songs, das Artwork stammt von dem Detroiter Künstler Sixmau. Der Titel des Albums soll drei mögliche Bedeutunge haben – “Kidz On Drugz”, “King Overdose” oder “Kill Our Demonz”. Ein Blick auf die Tracklist zeigt, dass es bei “K.O.D.” im Unterschied zu den beiden letzten Alben “Forest Hills Drive” und “4 Your Eyez Only” auch Feature-Songs gibt. Beim 4. Track “The Cut Off” und beim 10. Track “FRIENDS” ist der Künstler kiLL Edward mit dabei. Da kiLL Edward bis jetzt allerdings unbekannt war, vermuten Fans, dass es sich dabei um J. Cole selbst handeln könnte. Gut möglich, dass der in Frankfurt am Main geborene Rap-Superstar auch mit seinem fünften Album “K.O.D.” “double-platinum with no features” geht.
Pop
Bligg

KombiNation

Auf seinem neuen Album "KombiNation" lässt BLIGG seiner legendären Fabulierlust, Erzählkunst und musikalischen Kombinierfreude wieder freien Lauf. Das Resultat ist ein in jeder Hinsicht virtuoses Werk. Mal spielt der Musiker humorvoll mit Schweizerischen Eigenarten, mal sinniert er leicht melancholisch übers Leben. Mal reichert er Songs mit feinen Zitaten aus der Schweizerischen Volksmusik an, mal baut er prägnante exotische Einflüsse ein.
Alternative
Thirty Seconds to Mars

AMERICA

Thirty Seconds To Mars veröf­fent­lichen mit America ihr 5. Studio Album. Nach den beiden erfolgreichen Singles Walk On Water und Dan­gerous Night können sich die Mars-Fans auf ein Album der Superlative freuen. Weltweit verkaufte die Band um Oscar-Gewin­ner Jared Leto bereits über 15 Millionen Alben. Mit ihren vorherigen vier Studioalben im Gepäck, füllt die mit Gold und Platin gekrönte Band die Arenen dieser Welt, so sind auch die deutschen Venues Lanxess- / Barclaycard / Mercedes Benz-Arena, sowie die Olympiahalle bereits aus­verkauft.
Pop
Hecht

OH BOY

„Oh Boy“ heisst das dritte Album des Poprock-Wunders Hecht. Mit zwölf neuen gros­sartigen Liedern knüpfen die Jungs lässig an ihre gros­sen Erfolge an. Auf dem Titelstück geht es mit leichter Nostalgie um die erste und zweite Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz. All ihre Love-Songs sind melodiöser Seelen­striptease und hymnische Lie­bes­erklärung ans Leben zugleich. Und mit „Kawasaki“ gelingt Hecht ein für sie typischer Instant-Hit, mit dem sofort Partystim­mung aufkommt.
Schlager
Beatrice Egli

Wohlfühlgarantie

Beatrice Egli kam vor fünf Jahren auf die grosse Bühne und galt als Stern am Schla­gerhim­mel. Mit ihrem neuen Album gibt sie den Fans eine «Wohlfühlgarantie». Ihre Musik und Texte sind erwachsener geworden.
Alternative
Tracey Thorn

Record

Eine gute Platte braucht nicht viel Chichi. Sie braucht nicht mal einen besonders einfal­lsreichen Namen. Oder gar viele Songs. Dieses Konzept schien Musikerin Tracey Thorn im Kopf gehabt zu haben, als es daran war, ihr neues Album aufzu­nehmen. Die Idee ist voll auf­gegangen. „Record“ dauert nur knapp 35 Minuten und ist dabei nicht eine Sekunde langweilig.
Pop
Nickless

Chapters

Nickless hat mit seinem zweiten Album einen Weg gefunden, sein starkes Debüt noch zu toppen. Trotz ständigem Touren fand er Zeit einige massive Radiohits aufzu­nehmen. Das Werk hat einen roten Faden und verliert sich nie in Belanglosigkeit, was bei vielen Pop-Werken heute leider der Fall ist. Man hört die vielen Proben seiner Band, denn das Zusam­­menspiel der Jungs lässt keine Wünsche offen. Beim Schreiben beweist er viel Mut für neues, funkiges und tanzbares, ohne seine Stärken (wie Pophymnen und Radiohits) zu ver­ges­sen. Es ist kein Popalbum, das sich auf einem einzigen Hit ausruht und Füllsongs beinhaltet. «Chapters» ist ein Werk, bei dem jeder Song ein gleichwertiger Single-Kandidat ist und lückenlos viel Hitmaterial geliefert wird. Der Junge kann was.
Alternative
Franz Ferdinand

Always Ascending

Die erste Post-McCarthy-Platte ist natürlich ein Album des Umbruchs, wäre auch unklug, wenn die Band einfach weiter­machen würde: Richtig packend war der Vorgänger Right Thoughts, Right Words, Right Action nämlich nicht. ALWAYS ASCENDING beginnt atmosphärisch, bevor Produzent Zdar, eine Hälfte von Cassius, den Song elegant ins Pariser Nacht­leben führt. Bei „Lazy Boy“ spielt Alex Kapranos zum Disco-Bass den Dandy, bevor das Stück routiniert zackig in Richtung Post-Punk-Dancefloor stot­tert.
Electronic
Fritz Kalkbren­ner

Drown

Fritz Kalkbren­ners vier bisherige Alben sind allesamt nicht schlecht, waren aber zuletzt doch sehr berechenbar: Soulige Popstücke auf elektronischer Grundlage, mal mit mehr, mal weniger Hit-Potenzial, erken­nbar an der warmen „Sky & Sand“-Stimme. Die hören wir auf DROWN nun nicht mehr, und das ist grundsätzlich keine schlechte Idee: Denn Kalkbren­ner hatte nicht immer ein feines Gespür für Melodien, Song­strukturen und Texte, sehr wohl aber für Stim­mungen und deren Aufbau. DROWN ist ganz der letzteren Disziplin gewidmet, es ist ein reines House-Album, auf dem Beats und Synthies in einem atmosphärischen Ganzen ver­schwim­men, ähnlich wie der Fluss auf dem Cover. Den hat Kalkbren­ners Großvater, der DDR-Maler Fritz Eisel, gemalt. Eine gewisse Melancholie scheint also in der Familie zu liegen. Kalkbren­ner lässt Raum für kurze, beatlose Interludes, in denen die Zeit still zu stehen scheint und der Fluss sein Tempo verlangsamt, doch zu vielen Tracks, wie dem Schlus­sstück „Play“, gehen irgendwann die Puste und der Charme aus. Am Ende ist auch DROWN ein Album, das einen Berliner Sommer­abend mit Drink in der Hand und Dancefloor unter den Füßen perfekt untermalt und in den meisten anderen Situa­tionen relativ wir­kungs­los dahinplät­schert.
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