Roman
Karen Swan

Winterwundertage

Alex Hyde, eine junge, höchst erfolgreiche Unterneh­mensberaterin aus London, nimmt wenige Wochen vor Heili­gabend einen lukrativen Auftrag an: Sie soll "Kental­len", einer familiengeführten Whisky-Destil­lerie, wieder zum Erfolg verhelfen. Kaum hat sie die abgelegene schot­tische Insel Islay betreten, begegnet sie Lochlan, Erbe der Dynastie. Attr­aktiv, charismatisch und unbe­rechenbar - noch nie hat es Alex mit einem Auftrag­­geber wie ihm zu tun gehabt. Im Laufe der Zusam­­menarbeit kommen sie sich immer näher, die Grenzen zwischen Privatem und Beruf­lichem ver­schwim­men zusehends. Und Alex bemerkt zu spät, dass ihr, zum ersten Mal überhaupt, die Kontrolle entgleitet ...
Roman
Debbie Macomber

Leise rieselt das Glück

Eine zauberhafte Lie­bes­geschichte im charmant kleinen Handta­schenformat! Merry hat keine Zeit für die Liebe, schon gar nicht so kurz vor Weihnachten. Sie kümmert sich aufopfe­rungs­voll um ihre Mutter und ihren Bruder, backt Plätzchen, dekoriert das Haus, und auch in ihrem Job geht es - dank ihres Chefs - drunter und drüber. Da will ihre Familie ihr etwas Gutes tun und meldet Merry heimlich auf einer Online-Dating-Plat­tform an, mit einem Foto ihres Golden Retrievers als Profilbild. Und tatsächlich: Sie bekommt eine Nachricht von einem Mann, und auch sein Bild zeigt einen Hund! Es entwickelt sich ein intensiver Chat, und sie kommen sich näher, doch irgendwann steht ein erstes Tref­fen an - und dieses wirft Merry völlig aus der Bahn ...
Roman
Mark Thompson

El Greco und ich

Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony "El Greco" Papadakis sind zehn und unzertren­nlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stil­lgelegten Konservenfabrik - hier können sie unbemerkt geklaute Zigaret­ten rauchen, den Möwen nach­schauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugend­lichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekan­nte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert. Wo­odstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hinter­grund zu diesem oft unwider­stehlich komischen, zuweilen herz­zer­reis­send traurigen Roman über zwei Freunde, deren grosse Prüfung erst noch bevor­steht.
Roman
Heinz Strunk

Das Tee­män­nchen

Heinz Strunks Geschichten. Lange, kurze, ganz kurze. Zum Teil knüpfen sie an bekan­nte Strunk'sche The­menwelten an, Einsamkeit, Sexualnot, Körper­verfall, Alkohol, Über­gewicht. Sie sind aber anders geschrieben als Strunks vorherige Bücher: immer pointiert, aber oft nicht komisch, manchmal absonderlich, traumlogisch, düster, grotesk, so zum Beispiel die Geschichte von dem DDR-Bürger, der durch politische Verfolgung so gebrochen wird, dass er die Wende als perfides Zer­setzungs­manöver des Regimes miss­ver­steht und seine graue Zonenwohnung nie mehr verlässt. In anderen Stücken verabreden sich Kleinwagen zum Auf­stand gegen die Menschen, erlebt Axl Rose von Guns n' Roses auf dem Hamburger Kiez seine Höllenfahrt, verwandelt sich eine Schön­heits­königin durch Arbeit im Schnel­limbiss in eine alte Vettel, wird ein Mann an der Autobahn auf einem Windrad gekreuzigt, gerät eine Wilhelm-Busch-Expertin im Radio komplett aus der Fassung. Vor einigen Jahren hat Heinz Strunk eine Sammlung mit Erzäh­lungen von Botho Strauss herausge­geben; die kurze Form liegt ihm am Herzen. Dies ist mithin kein Nebenwerk, keine Sammlung von Gelegen­heit­stexten, sondern ein Buch, in dem Heinz Strunk als Autor wieder ein Stück weiter zu sich kommt.
Roman
Hervé Le Tellier

All die glück­lichen Familien

"Mir war schon immer klar, dass meine Mutter verrückt ist." Muss man seine Familie lieben? Eine intrigante Mutter, die ihren Sohn bei ihren Eltern abgibt, um im Ausland das Scheitern ihrer Ehe zu verwinden; ein geiziger Stiefvater mit einem geheimen Nummernkonto in der Schweiz; ein nur "Er­zeuger" genan­nter biologischer Vater samt osteuropäischer Geliebter; eine Tante mit legendärem Männer­verschleiss; ein verkappt homosexuel­ler Onkel; ein patriarchaler Gros­svater - und mittendrin: Hervé Le Tellier, der Erzähler, der erschreckt fest­stellt, dass er für alle diese Komödianten seiner eigenen Familie nichts empfinden kann.
Erzählung
Eric-Emmanuel Schmitt

Die Rache der Ver­gebung

Eine Frau besucht den Mörder ihrer Tochter über Jahre im Gefängnis. Ein früherer Soldat quält sich mit dem Gedanken, im Krieg das Flugzeug von Antoine de Saint-Exupéry abgeschos­sen zu haben. Zwei Zwil­lings­­schwe­stern lieben und hassen sich, bis es zum Äussersten kommt. Was treibt sie an? In seinen raffinierten Geschichten erkundet Eric-Emmanuel Schmitt, wie wir uns dem Leben stel­len, wenn es uns an Abgründe führt. Ein starker Band über die dunkelsten Gefühle, geschrieben mit ergreifender Empathie, wie sie nur Eric-Emmanuel Schmitt besitzt.
Roman
Hjorth & Rosenfeldt

Die Opfer, die man bringt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintel­ligent. Steht vor seiner schwersten Ent­scheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommis­sar Höglunds Team bei der Reichsmordkom­mis­sion verlas­sen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermit­telt in einer perfiden Ver­gewalti­gungs­­serie. Als die Reichsmordkom­mis­sion ein­ge­schaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusam­men: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Ver­gewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufäl­lig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.
Thril­ler
Greg Iles

Die Sünden von Natchez

Das grosse Finale. Der grosse Abschluss der Natchez-Trilogie. Span­nend, voller Atmosphäre - ein Mei­sterwerk. Penn Cage, der Bür­germeister von Natchez, sieht sein Leben in Trüm­mern. Die Frau, die er liebte, ist tot - ermordet von Mitgliedern der Doppeladler, jener Organisation von rassistischen Weis­sen, die seit den sechziger Jahren in Natchez ihr Unwesen treibt. Nun steht auch noch sein Vater, der Arzt Tom Cage, vor Gericht, weil er Viola Turner, eine Schwarze, mit der er eine Affäre hatte, getötet haben soll. Snake Forrest, das Oberhaupt der Doppeladler, tut alles, um Penn und seinen Vater einzuschüchtern. Er lässt auf eine Journalistin, die über den Prozess schreiben will, ein Giftat­tentat verüben und bedroht Penns Tochter. Penn weiß, dass in seiner Stadt erst Frieden einziehen wird, wenn auch Snake aus dem Weg geräumt worden ist.
Roman
Dörte Hansen

Mit­tags­stunde

Endlich - der neue Roman von Dörte Hansen!Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurück­kehrt. Er hat hier noch etwas gutzu­machen. Gros­smut­ter Ella ist dabei, ihren Ver­stand zu verlieren, Gros­svater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stel­lung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begon­nen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel ver­schwanden? Als die gros­sen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen liess? Mit gros­ser Wärme erzählt Dörte Hansen vom Ver­schwinden einer bäuer­lichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neu­beginn.
Roman
Richard Powers

Die Wurzeln des Lebens

'Die Wurzeln des Lebens' ist ein gros­ser epischer Roman, der unseren Platz in der Welt neu vermisst. In Richard Powers Erzählwelt ist alles mitein­ander verknüpft. Die Menschen sind mitein­ander verwurzelt wie ein Wald. Sie bilden eine Familie aus Freunden, die sich zum Schutz der Bäume zusam­­menfinden: der Sohn von Siedlern, die unter dem letzten der aus­gestorbenen Kastanienbäume Amerikas lebten; eine junge Frau, deren Vater aus China eine Maulbe­ere mitbrachte; ein Soldat, der im freien Fall von einem Feigenbaum aufgefangen wurde; und die unver­ges­sliche Patricia Westerford, die als Botanikerin die Kommunikation der Bäume entdeckte. Sie alle tun sich zusam­men, um die ältesten Mammutbäume zu retten – und geraten in eine Spirale von Politik und Gewalt, die nicht nur ihr Leben, sondern auch unsere Welt bedroht.
Roman
Jennifer Egan

Manhat­tan Beach

New York – von der Marinewerft in Brooklyn zu den schil­lernden Nachtclubs in Manhat­tan, von den Villen auf Long Island zu den Absteigen in der Bronx. 1942 sind die Männer an der Front, die Frauen stehen in der Fabrik. Aber Anna möchte ein besseres Leben. Seitdem der Vater ver­schwunden ist, sorgt sie für ihre Mutter und die pflege­bedürftige Schwester. Während Anna den Vater nicht ver­ges­sen kann, verfolgt sie bestimmt ihren gros­sen Traum: Unter die gigantischen Kriegs­schiffe an den Docks möchte sie tauchen, um sie zu reparieren. Ein Beruf zu gefährlich für eine Frau – genauso wie die New Yorker Unterwelt, in der sich die Spur ihres Vaters verlor.
Roman
Philip Teir

So also endet die Welt

Julia und Erik, Mitte dreis­sig, verbringen die Ferien mit ihren Kindern im Sommerhaus an der Westküste Finnlands. Die Atmosphäre zwischen den Eheleuten ist angespannt: Julia, Autorin eines erfolgreichen Romandebüts, quält sich mit einer Schreib­blockade und hadert damit, sich zu früh gebunden zu haben. Erik bangt um seinen Job als Informatiker, mit dem er die Familie ernährt, und wird unter dem Druck zum Lügner. Während Tochter Alice ihre erste Liebe erlebt, spitzen sich die Konflikte zwischen den Eheleuten in den zehn Wochen Urlaub dramatisch zu.Mit gros­ser Kunstfertigkeit und einer sanften Intensität, die den Leser nicht mehr loslässt, erzählt Philip Teir von einer scheinbar ganz normalen Familie und vermag die Risse in ihrem Zusam­­menleben mit atemberaubender und verstörender Präzision zu schildern.
Roman
Adolf Muschg

Heimkehr nach Fukushima

Der Architekt Paul Neuhaus, frisch verlas­sen, erhält eine Einladung von seinen alten Freunden Ken-Ichi und Mitsuko. Der Bür­germeister eines Dorfes nahe beim Unglücksmeiler von Fukushima, Mitsukos Onkel, bittet Neuhaus, ihn zu besuchen. Die Gegend ist ver­strahlt, die Dörfer sind verlas­sen, die kontaminierte Erde ist abgetragen. Die Regierung wünscht die Rück­besiedlung, aber die Menschen haben Angst. Der Bür­germeister will Neuhaus für eine Künstlerkolonie gewin­nen - in der ver­strahlten Zone -, um neue Hoffnung zu wecken. Neuhaus reist mit Mitsuko an und sie geraten in eine unentrin­nbar intensive Nähe zueinander. Ist in der schönen, verseuchten Land­schaft Fukushimas eine Zukunft möglich wie auch in der Liebe zwischen Paul und Mitsuko? Sie beide begleitet die Lektüre Adalbert Stifters. So wie dort die geheimnisvolle Kette von Ursache und Wirkung die Bereiche des Lebens gleichermas­sen verknüpft, so stellt die unheilvolle Kettenre­aktion im Atom­meiler in Fukushima nicht nur die Japaner vor die Frage, was diese Kata­strophe über uns alle sagt. Sind wir im Zentrum der Gefahr nicht näher an unserer Wahrheit und an der unserer Gegenwart?
Roman
Maxim Biller

Sechs Koffer

Eine berührende Familien­geschichte – und ein virtuoser literarischer Kriminalroman von gros­ser politischer Aktualität. In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. In seinem neuen Roman erzählt Maxim Biller von einem solchen Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht. 'Sechs Koffer' – die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich – ist ein virtuoses literarisches Kunststück. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem gros­sen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Gros­svater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hin­gerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandt­schaft. Was hier auf wenig Raum gelingt, sucht seinesgleichen in der deutschen Gegenwartsliteratur: eine Erzählung über sowjetische Geheimdienst­akten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Lie­bes­beziehungen und die Machen­schaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks. Zugleich ist es aber auch eine Geschichte über das Leben hier und heute, über unsere moderne, zerris­sene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs. 'Sechs Koffer' ist ein Roman von herausragendem stilistischen Können, elegantem Witz und einer bemerkenswerten Liebe zu seinen Figuren: Literatur in Höchstform – und span­nend wie ein Kriminalroman. 'Wie hütet man ein Familien­geheimnis? Indem man es allen erzählt. Maxim Biller ist mit diesem Buch ein wahres Kunststück gelungen.' Durs Grünbein 'Dieser Roman ist ein kunstvoll geschlif­fener Edel­stein. Immer wieder blitzt eine andere Facette auf, bricht ein anderer Schein hervor, eine neue geschlif­fene Seite. Eine Epoche ist darin ein­geschlos­sen, die Härte einer Zeit, so rätselhaft klar. Gros­sartig, nein, nicht artig, gross: Maxim Biller.' Robert Menasse
Roman
Petra Durst-Benning

Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Gegen alle Wider­stände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe ... Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren gros­sen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr gros­ses Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorüber­gehend sein Fotoatelier zu über­nehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den mis­strauischen Blicken der Dorfbewohner aus­gesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Ent­scheidung tref­fen ...
Biografie
John Pearson

Alles Geld der Welt

Die Entführung des 16-jährigen Millionen-Erben Paul Getty schockiert Menschen auf der ganzen Welt. Als die Entführer 17 Millionen Dollar Lösegeld fordern, wendet sich Pauls Mutter Gail Harris an ihren Schwie­gervater. Doch der milliarden­schwere Unter­nehmer Jean Paul Getty weigert sich, für die Freilas­sung seines Enkels zu zahlen. Während Paul in der Gefangen­schaft seiner Kidnap­per immer grausameren Folte­rungen aus­gesetzt wird, wartet die ganze Welt auf eine Reaktion der Familie Getty. Und Gail Harris ist nicht bereit, den Kampf um das Leben ihres Sohnes aufzu­geben. John Pearson begibt sich in dieser Biografie auf die Spuren einer Familie, deren Reichtum Fluch und Segen für viele Genera­tionen bedeutete. Bittere Fehden, unerwartete Wen­dungen und facet­tenreiche Figuren - dieses Buch nimmt Sie mit in die fesselnde Welt der Super­reichen.
Roman
Nicholas Sparks

Wo wir uns finden

Die 36-jährige Hope Anderson steht vor schicksalhaften Ent­schei­dungen. Sie ist seit mehreren Jahren mit ihrem Partner zusam­men, weiss aber nicht, ob er wirklich die Liebe ihres Lebens ist. Zusätzlich wurde bei ihrem Vater gerade eine tödliche Krankheit diagnostiziert, was schwierige Fragen für ihre eigene Zukunft aufwirft. Kurz entschlos­sen nimmt sich Hope eine Woche frei und zieht sich in das idyl­lische Strandhaus der Familie zurück, um Klarheit in ihr Leben zu bringen. Doch dann trifft sie den sympathischen Abenteurer Tru, der alles durchein­anderwirbelt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick, sie verbringen herrliche romantische Tage mitein­ander. Aber beide stehen unter dem Druck familiärer Ver­pf­lich­tungen, die ihrer Beziehung ent­gegen­stehen. Und so drohen Hope und Tru sich zu verlieren, bevor sie sich noch richtig gefunden haben ...
Roman
Angelika Klüs­sendorf

Jahre später

Die Anatomie einer toxischen Partner­schaft. Mit 'Das Mädchen' und 'April' – beide auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis – schrieb Angelika Klüs­sendorf die Geschichte einer starken jungen Frau, die ihren Weg geht unter widrigen Umständen. 'Jahre später' erzählt nun von der intensivsten, aber auch zerstörerischsten Beziehung des erwachsenen Mädchens April – ihrer Ehe. Auf einer Lesung lernt sie einen Mann kennen, der April zunächst durch seine dreist raumneh­mende Art auffällt. Es ist nicht Sympathie, die sie zusam­­menführt. Es ist eine andere Form der Anziehung: Intensität. Angelika Klüs­sendorf erzählt, wie eine Liebe zwischen zwei radikalen Einzelgängern ent­steht, die beide mit ihren eigenen Mitteln ver­suchen, ins Soziale zu finden und zu sich selbst. Es ist eine Geschichte von der Bereit­schaft, sich zu öffnen, von glühender Gemeinsamkeit, aber auch den unaufhaltsamen Fliehkräften, die das Paar ausein­ander treiben. Ohne jemals Partei zu ergreifen oder seine Figuren zu denunzieren, entwickelt 'Jahre später' die Anatomie einer toxischen Partner­schaft. Als Leser wünscht man bis zuletzt, dass es gelingen möge, und zugleich, dass es endlich ein Ende hat mit den beiden. Ein Buch, das keinen Moment lang unberührt lässt.
Roman & Erzäh­lungen
Golnaz Hashemzadeh Bonde

Was bleibt von uns

Nahid ist 60 und hat nicht mehr lange zu leben. Nun will sie endlich ihrer Tochter ihre Geschichte erzählen: Wie sie 1980 in Teheran Medizin studierte, zum Stolz der Familie, wie sie sich in Masood verliebte, im Über­schwang einer Demo ihre Schwester mitnahm und dann im Stich liess. Als Nahid und Masood ein Kind erwarten, fliehen sie nach Schweden, ihre Tochter Aram soll in einem freien Land aufwachsen. Nun wird Aram selbst Mutter. Nahid will ihr zur Seite stehen, aber es fällt ihr schwer, den richtigen Ton zu finden. - Ein aufwühlendes, bril­lant erzähltes Drama, übersetzt in 25 Sprachen.
Roman & Erzäh­lungen
Natascha Wodin

Irgendwo in diesem Dunkel

In "Sie kam aus Mariupol", ausge­zeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt lässt sie ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschliesst. Erzählt wird die Zeit, als die ältere der beiden Töchter sechzehn ist, ein mehrjähriger Aufenthalt in einem katholischen Kinderheim liegt hinter ihr. Sie lebt beim Vater in den "Häusern" am Fluss, abseits vom deutschen Städtchen, unter Verschlep­pten und Entwurzelten in einer Welt ausserhalb der Welt. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, möchte Ursula oder Susanne heis­sen und träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkom­men. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. Sie soll keine roten Schuhe tragen, sie soll zu Hause putzen. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Vogelfreiheit, die Schutzlosigkeit der Strasse. Diese Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt - mis­strauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein -, wird aus dem Rückblick erzählt, aus­gehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begon­nen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüs­sel zum Ver­stehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosig­keiten, erzählt in der klaren, um Sach­lichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht.
Politik & Gesel­l­schaft
Manuela Lenzen

Künstliche Intel­ligenz

Künstliche Intel­ligenz (KI) steht für Maschinen, die können, was der Mensch kann: hören und sehen, sprechen, lernen, Probleme lösen. In manchem sind sie inzwischen nicht nur schnel­ler, sondern auch besser als der Mensch. Wie funk­tionieren diese klugen Maschinen? Bedrohen sie uns, machen sie uns gar überflüs­sig? Die Journalistin und KI-Expertin Manuela Lenzen erklärt anschaulich, was Künstliche Intel­ligenz kann und was uns erwartet. Künstliche Intel­ligenz ist das neue Zauberwort des digitalen Kapitalismus. Intel­ligente Computersy­steme stel­len medizinische Diagnosen und geben Rechtsberatung. Sie managen den Aktienhandel und steuern bald unsere Autos. Sie malen, dichten, dolmetschen und komponieren. Immer klügere Roboter stehen an den Flies­sbändern, begrüs­sen uns im Hotel, führen uns durchs Museum oder braten Burger und schnipseln den Salat dazu. Doch neben die Utopie einer schönen neuen intel­ligenten Technikwelt sind längst Schreckbilder getreten: von künst­lichen Intel­ligenzen, die uns auf Schritt und Tritt überwachen, die unsere Arbeitsplätze über­nehmen und sich unserer Kontrolle entziehen. Manuela Lenzen zeigt, welche Hoff­nungen und Befürch­tungen realistisch sind und welche in die Science Fiction gehören. Sie beschreibt, wie ein gutes Leben mit der Künst­lichen Intel­ligenz aussehen könnte - und dass wir von klugen Maschinen eine Menge über uns selbst lernen können.
Geschichte
Rüdiger Frank

Unterwegs in Nordkorea

Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurück­schreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür ent­scheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwir­rend vielfältiges und oft widersprüch­liches Bild. Reisende bekom­men trotz der überall vorher­r­schenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei. Rüdiger Frank ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas, seit über einem Vierteljahrhundert bereist er das Land regelmäs­sig. In seinem neuen Buch fasst er seine Reise­erfah­rungen zusam­men, gibt praktische Tipps und über­ra­schende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas.
Roman
Connie Palmen

Die Sünde der Frau

"Good girls go to heaven, and bad girls go everywhere, wusste schon Mae West. Marilyn Monroe, Marguerite Duras, Patricia Highsmith und Jane Bowles verstos­sen jede auf ihre Weise gegen Gebote. Sie durchb­rechen die Schranken des Anstands, ihres Geschlechts, der herr­schenden Moral. Sie tun das, um frei, sou­verän und autonom zu sein, nach Massgabe eigener Regeln leben zu können." Doch diese Ent­scheidung hat einen hohen Preis.
Roman
Max Scharnigg

Der restliche Sommer

"Max Scharnigg schreibt kluge, magische, lichtdurchflutete, einzigartige Geschichten." Mariana Leky Ein verliebter Stilkolumnist, der sich einen einzigen Fehltritt leistet. Ein mysteriöser Anschlag, der in Wirk­lichkeit ein Leben rettet. Und eine Frau, die sich plötzlich daran erin­nert, wer sie einmal sein wollte. Geschichten von Liebe und Unbehagen - in einer Zeit, die grundsätzlich eine Zumutung ist.
Liechtensteiner Volksblatt AG
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