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Coronavirus
Region|08.07.2020 (Aktualisiert am 08.07.20 10:03)

Jüngere Stellensuchende überdurchschnittlich betroffen

ST. GALLEN - Die Corona-Pandemie hat weiterhin massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Kanton St.Gallen wie der Kanton in einer Aussendung am Mittwochmorgen mitteilte. Die Zahl der Stellensuchenden sei Ende Juni gegenüber dem Mai um knapp 250 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Zunahme rund 3'900, sie liege damit um 500 höher als Ende Mai. 

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ST. GALLEN - Die Corona-Pandemie hat weiterhin massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Kanton St.Gallen wie der Kanton in einer Aussendung am Mittwochmorgen mitteilte. Die Zahl der Stellensuchenden sei Ende Juni gegenüber dem Mai um knapp 250 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Zunahme rund 3'900, sie liege damit um 500 höher als Ende Mai. 

Für den Monat Juli seien von 9'300 Betrieben für mehr als 104'000 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet und vom Amt für Wirtschaft und Arbeit bewilligt. Ende Juni waren im Kanton St.Gallen 13'103 Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat, dem Mai 2020, seien es 244 oder 1,9 Prozent mehr. Diese leichte Zunahme falle in eine Zeit, in der die Zahl der Stellensuchenden üblicherweise sinken würde. Gegenüber dem Juni 2019 beträgt die Zunahme über vierzig Prozent. Den gleichen Anstieg weise auch der Kanton Thurgau auf.

 

Jüngere Stellensuchende überdurchschnittlich von Anstieg betroffen

Bei den 15-24-jährigen Stellensuchenden betrug der Anstieg gegenüber dem Vormonat 56 Personen oder etwas über drei Prozent. Etwas weniger seien es bei den 25-49-Jährigen, nämlich 1,5 Prozent. Bei den Ältesten seien es gut zwei Prozent. Damit setzte sich die Tendenz fort, dass die jüngeren Altersgruppen überdurchschnittlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wirtschaftsleben betroffen sind.


Zunahme in den Wahlkreisen setzt sich fort, mit einer Ausnahme

Auch im Juni habe sich die Zunahme bei den Wahlkreisen fortgesetzt, am stärksten seien im Rheintal mit 3,6 Prozent, eine Abnahme habe es im Sarganserland mit 1,4 Prozent gegeben. In den anderen Wahlkreisen liege der Anstieg gegenüber dem Vormonat zwischen einem und zweieinhalb Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zunahme nochmals akzentuiert. Sie habe zwischen gut dreissig Prozent im Wahlkreis St.Gallen und über sechzig Prozent im Sarganserland betragen.

Stark unterschiedliche Entwicklung in den Wirtschaftsbranchen

Aus saisonalen Gründen ist die Zahl der Stellensuchenden im Baugewerbe (-4,0%) und im Gastgewerbe (-3,1%) gegenüber dem Vormonat etwas gesunken. Zugenommen habe sie dafür weiter in einigen Industriebranchen, so im Papier- und Druckgewerbe, in der chemischen Industrie (je knapp 8%) und im Maschinenbau (+7%). Ebenfalls unverändert sei der Anstieg im Detailhandel (+2,4%). Gegenüber dem Vorjahr sei die Zunahme in der Industrie nach wie vor höher (+47%) als bei den Dienstleistungen (+40,5%).

 

Anmeldung zur Kurzarbeit für über ein Drittel der Beschäftigten

Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit liege nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Gegenüber dem Vormonat seien nochmals rund 100 Betriebe und 1'000 Beschäftigte mehr, nämlich 9'300 resp. 104'000. Die Voranmeldungen würden aktuell weiterhin etwas über ein Drittel der Beschäftigten im Kanton St.Gallen betreffen. Aus den Voranmeldungen zur Kurzarbeit liessen sich nur teilweise Rückschlüsse auf die Höhe der ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigung ziehen. Diese Information sei erst mit einigen Monaten Verzögerung verfügbar, wenn die Abrechnungen vorliegen würden. 

 

Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung erneuern

Betriebe, die ihren Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung verlängern wollen, müssen dem Amt für Wirtschaft und Arbeit (Abteilung Kurzarbeit) spätestens zehn Tage vor Beginn des Folgezeitraums eine neue Voranmeldung mit den verlangten Beilagen einreichen. Folgendes Lesebeispiel verdeutlicht dies: Die Kurzarbeit wurde bis 30. September 2020 bewilligt. Die Voranmeldung muss in diesem Fall spätestens am Montag 21. September 2020 der Post übergeben werden. Findet sich in der Bewilligung des Amts kein Enddatum, sollten die Betriebe die neue Voranmeldung spätestens am Samstag 22. August 2020 der Post übergeben. Bis zum letzten Tag zuzuwarten sei allerdings nicht ratsam. Die neue Voranmeldung dürfe bis zu einen Monat vor Auslaufen der bisherigen Bewilligung eingereicht werden.

(red/pd)

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