Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Von links: Christian Gantner, Markus Wallner und Johannes Rauch. (Foto: VLK/Santina Hagen)
Coronavirus
Region|24.09.2020 (Aktualisiert am 24.09.20 17:32)

Vorarlberg registriert 41 Neuinfektionen - und weiteres Todesopfer

BREGENZ - Deutschland hat das Land Vorarlberg am Mittwochabend als Corona-Risikogebiet eingestuft. Landeshauptmann Markus Wallner beim kurzfristig einberufenen Pressegespräch: "Die Regelung ist ein harter Schlag - insbesondere für den Tourismus." Es müsse jetzt alles unternommen werden, um diese Reisewarnung wieder rückgangig zu machen. Zwischenzeitlich wurden seit dem Vortag 41 Neuinfektionen registriert - und ein weiteres Todesopfer, so die Landessanitätsdirektion.

Von links: Christian Gantner, Markus Wallner und Johannes Rauch. (Foto: VLK/Santina Hagen)

BREGENZ - Deutschland hat das Land Vorarlberg am Mittwochabend als Corona-Risikogebiet eingestuft. Landeshauptmann Markus Wallner beim kurzfristig einberufenen Pressegespräch: "Die Regelung ist ein harter Schlag - insbesondere für den Tourismus." Es müsse jetzt alles unternommen werden, um diese Reisewarnung wieder rückgangig zu machen. Zwischenzeitlich wurden seit dem Vortag 41 Neuinfektionen registriert - und ein weiteres Todesopfer, so die Landessanitätsdirektion.

25 Neuinfektionen können auf das Umfeld von bereits zuvor positiv getesteten Personen zurückgeführt werden, heisst es in der Mitteilung der Vorarlberger Landessanitätsdirektion. Weitere drei seien auf Auslandsaufenthalte – in der Türkei bzw. in Serbien – zurückzuführen. In 13 Fällen sind die Ansteckungsquellen bislang unklar, so die Landessanitätsdirektion in der Mitteilung vom Donnerstagnachmittag. In den letzten 24 Stunden seien auch 45 Personen gesund gemeldet worden. Die Zahl der aktiv positiv Getesteten in Vorarlberg liegt damit derzeit bei 455.

Vorarlberg seit Mittwoch als Risikogebiet eingestuft

Bereits am Vortag hat Deutschland Vorarlberg als Risikogebiet eingestuft, weil dort in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner aufgetreten sind. Aufgrund dieser Einstufung kommen die Einreise-/Quarantänebestimmungen der jeweiligen deutschen Bundesländer zur Anwendung. "So ergibt sich nach den Regelungen unserer Nachbarländer Bayern und Baden-Württemberg, dass Einreisende aus Vorarlberg bei der Einreise nach Deutschland einen negativen COVID-19 Test vorweisen müssen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, um nicht eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne anzutreten", informierte Landesrat Christian Gantner am Donnerstag vor Bekanntgabe der aktuellen Zahlen. "Davon ausgenommen sind der Güter- und Warenverkehr sowie notwendige medizinische Behandlungen, der Besuch von Lebenspartnern und die Durchreise durch Deutschland: Aktuell finden an den Grenzübergängen keine gesundheitsbehördlichen Kontrollen statt."

Keine Einschränkungen gebe es derzeit auch beim Berufspendlerverkehr. Nach aktuellem Kentnisstand gelte hier die 48-Stunden Regelung, nach der Deutsche, die in Österreich arbeiten und nicht länger als 48 Stunden im Land waren, von den Beschränkungen ausgenommen sind. Die weitere Abklärung der Grenzthematik mit den Nachbarländern werde aber noch vor dem Wochenende erfolgen.

Appell an die Bevölkerung

"Wir müssen generell bei der Pandemiebekämpfung einen Zahn zulegen, deshalb haben wir in den letzten Tagen in enger Abstimmung mit dem Bund die Massnahmen zur Pandemie-Bekämpfung - wie die Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie auf 22 Uhr - schrittweise verschärft“, betonte Landeshauptmann Markus Wallner: "Wie sich jetzt zeigt, war das richtig und wichtig." Der Landeshauptmann erinnerte an die geltenden Regelungen, insbesondere was das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Veranstaltungsregelungen betrifft.

Er appellierte an die Bevölkerung, die Regelungen und Massnahmen einzuhalten: "Es geht um das grosse Ganze: Wenn wir jetzt für eine Zeit aufs Feiern verzichten, leisten wir den grössten Beitrag für Arbeitnehmer, Wirtschaft und Tourismus." Ein wichtiges Ziel sei es jetzt, die Zahl der Neuinfektionen in den nächsten zwei bis drei Wochen deutlich zu senken, so Wallner. "Ich bitte Sie, zusammenzustehen, sich einzubringen und gemeinsam die Ausbreitung dieses Virus zu bekämpfen." Dazu sei von Seiten des Landes auch das Infektionsteam aufgestockt worden.

"Es braucht jetzt die Solidarität aller, um gemeinsam die Situation in den Griff zu bekommen", betonte Landesrat Johannes Rauch. "Auch die Mithilfe jener Personen, die den ganzen Massnahmen skeptisch gegenüberstehen. Wenn wir es nicht schaffen die Zahlen der Infektionen runterzubringen, dann steuern wir auf einen grossen gesellschaftlichen und ökonomischen Schaden zu."

(pd)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|24.09.2020 (Aktualisiert am 24.09.20 09:51)
Hasler: «Wir stehen wirklich auf einem sehr guten Fundament»
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung