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Beliebt bei Jägern und Waffenliebhabern: das Sturmgewehr AR-15. (Archivbild)
Wirtschaft
International|20.09.2019

US-Waffenhersteller Colt kündigt Ende für Sturmgewehr AR-15 an

WASHINGTON - Der legendäre US-Waffenhersteller Colt hat das Aus für sein Sturmgewehr AR-15 angekündigt, das oft auch von Amokläufern genutzt wurde. Als Grund nannte Verwaltungsratspräsident Dennis Veilleux eine "Überkapazität" auf dem Markt für moderne Sportwaffen.

Beliebt bei Jägern und Waffenliebhabern: das Sturmgewehr AR-15. (Archivbild)

WASHINGTON - Der legendäre US-Waffenhersteller Colt hat das Aus für sein Sturmgewehr AR-15 angekündigt, das oft auch von Amokläufern genutzt wurde. Als Grund nannte Verwaltungsratspräsident Dennis Veilleux eine "Überkapazität" auf dem Markt für moderne Sportwaffen.

Er ging in seiner Erklärung nicht auf die Rolle des halbautomatischen Gewehrs bei einigen der schlimmsten Amokläufe in der jüngeren US-Geschichte ein.

Veilleux erklärte, Colt werde weiterhin Sturmgewehre für das US-Militär und die Strafverfolgungsbehörden herstellen sowie seine weltberühmten Revolver. Colt war der erste US-Waffenhersteller, der eine halbautomatische Waffe auf Basis des vom Militär genutzten M-13-Gewehrs auf den zivilen Markt brachte. Colts dafür genutzte Bezeichnung AR-15 hat sich inzwischen als Oberbegriff für diese Art von Gewehren durchgesetzt, die beliebt bei Jägern und Waffenliebhabern in den USA sind.

Das Sturmgewehr AR-15 geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil es bei einigen der verheerendsten Amokläufen der US-Geschichte genutzt wurde. Dazu zählten unter anderem 2012 der Schusswaffenangriff an der Sandy-Hook-Grundschule in Newton im Bundesstaat Connecticut mit 26 Toten sowie das Blutbad an einer High School in Parkland im Bundesstaat Florida im vergangenen Jahr, bei dem 17 Menschen starben.

Auch in diesem Jahr gab es bereits wieder mehrere opferreiche Amokläufe in den USA. Danach ertönten immer wieder Forderungen nach einem Verbot von Sturmgewehren. Bisher wurden jedoch keine nennenswerten Massnahmen ergriffen, um das Problem anzugehen. Dies ist zu grossen Teilen auf den Einfluss der mächtigen US-Waffenlobby NRA zurückzuführen.

(sda / afp)

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