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Wirtschaft
Schweiz|05.01.2021 (Aktualisiert am 05.01.21 14:12)

Inflation blieb im Dezember weiterhin negativ

VADUZ / NEUENBURG - Die Inflation in der Schweiz liegt weiterhin deutlich im negativen Bereich: Der Schweizer Landesindex der Konsumentenpreise sank im Dezember 2020 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent und erreichte den Stand von 100,9 Punkten. Dies geht aus der neusten Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Die Zahlen gelten auch für das Fürstentum Liechtenstein.

Das Preisniveau sank mit diesem Rückgang innerhalb eines Jahres also um 0,8 Prozent. Im Vormonat November hatte dieser Wert, der als Inflation bezeichnet wird, bei minus 0,7 Prozent gelegen. Ökonomen hätten die Inflation im Dezember etwas höher erwartet. Sie seien von einer stabilen oder leicht höheren Preisentwicklung im Dezember gegenüber dem Vormonat ausgegangen.

Der Rückgang im Vergleich zum Vormonat sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, teilte das BFS weiter mit. Unter anderem seien Pauschalreisen ins Ausland billiger geworden. Auch die Preise für Medikamente seien gesunken, ebenso jene für Fruchtgemüse. Die Preise für Heizöl und den Luftverkehr sind hingegen laut den Angaben gestiegen.

Teuerung bei durchschnittlich minus 0,7 Prozent

Nach dem Jahreswechsel berechnet das BFS jeweils auch die Daten zur durchschnittlichen Jahresteuerung. Dabei nahm der Durchschnittswert der zwölf Monatsindizes im vergangenen Jahr gegenüber 2019 um 0,7 Prozent ab. Im Jahr 2019 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung bei einem Plus 0,4 Prozent und 2018 bei einem Plus 0,9 Prozent gelegen.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die Teuerung in der Schweiz mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden könne, stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat entspreche dies einer Veränderungsrate von minus 1 Prozent.

Im Zusammenhang mit Covid-19 teilte das BFS ausserdem mit, dass im Berichtsmonat fast alle Preise nach Erhebungsplan erhoben werden konnten. Ausnahme waren Flug- und Pauschalreisen ins Ausland sowie «einige» Preise von Restaurants.

(red / sda)

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