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Nestlé wächst im ersten Quartal 2019 organisch um 3,4 Prozent. (Archiv)
Wirtschaft
Schweiz|18.04.2019

Nestlé wächst im ersten Quartal 2019 organisch um 3,4 Prozent

ZÜRICH - Bei Nestlé haben zum Jahresauftakt 2019 Tierfutter und Babynahrung das Wachstum angekurbelt. Im laufenden Jahr soll sich das Wachstum weiter beschleunigen.

Nestlé wächst im ersten Quartal 2019 organisch um 3,4 Prozent. (Archiv)

ZÜRICH - Bei Nestlé haben zum Jahresauftakt 2019 Tierfutter und Babynahrung das Wachstum angekurbelt. Im laufenden Jahr soll sich das Wachstum weiter beschleunigen.

Aus eigener Kraft wuchs der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller im ersten Quartal deutlich schneller als von Analysten erwartet.

Der Hersteller von Cailler-Schokolade, Nespresso-Kaffee und Purina-Tierfutter setzte im ersten Quartal insgesamt 22,2 Milliarden Franken um, das ist ein Plus von 4,3 Prozent. Diese Wachstumszahl steht bei Anlegern allerdings nicht im Vordergrund, da sie auch durch Wechselkurseffekte (-0,3%) sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen (+1,2%) beeinflusst wird.

Bei Nestlé richten sich deshalb immer alle Augen auf das organische Wachstum. Dieses erreichte in den ersten drei Monaten 3,4 Prozent und setzte sich aus einer Steigerung der Verkaufsmenge (RIG) um 2,2 Prozent und Preiserhöhungen um 1,2 Prozent zusammen.

Tierfutter und Säuglingsnahrung gefragt

Besonders stark wachsen konnte der Nahrungsmittelmulti in dem für ihn viertgrössten Markt Brasilien, wo es mit einer zweistelligen Rate nach oben ging. In China, dem zweitgrössten Markt, behielt Nestlé das bisherige Tempo mit einem mittleren einstelligen organischen Wachstum bei. Und auch in den USA, dem grössten Markt, sei die "gute Dynamik" erhalten geblieben. Insgesamt wuchs Nestlé in den Schwellenländern um 6,3 Prozent, während das Plus in den Industrieländern 1,2 Prozent betrug.

Als Wachstumstreiber erwiesen sich im Jahresauftakt vor allem das Tierfuttergeschäft sowie Milchprodukte und Säuglingsnahrung. Aber auch Nespresso setzte sein mittleres einstelliges Wachstum fort. Mit dem Erwerb der Starbucks-Lizenz und einem Zukauf konnten die Verkäufe von Geschäftsteilen mehr als ausgeglichen werden, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte.

Das Wassergeschäft hingegen hat noch nicht wieder richtig in die Wachstumsspur zurückgefunden. In diesem Bereich verkaufte Nestlé 2,3 Prozent weniger, der Umsatz legte nur dank Preiserhöhungen im Umfang von 4,3 Prozent zu. In Europa schrumpfte Nestlé Waters sogar leicht.

Daten der Feiertage bremsten

Nestlé hat im letzten Jahr nach einer Schwächephase wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden. Bis im Schlussquartal beschleunigte sich das organische Wachstum auf 3,7 Prozent.

Allerdings fiel im diesjährigen ersten Quartal der Rückenwind durch Feiertage schwächer aus als im Vorjahr. Die Finanzgemeinde hat das in ihren Erwartungen berücksichtigt. Diese konnte Nestlé nun deutlich überflügeln.

Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem organischen Plus von 2,6 Prozent gerechnet, wobei die Prognosen von 2,2 bis 3,2 Prozent reichten. Ein von Nestlé selbst berechneter Konsens kam auf 2,8 Prozent. Beim Mengenwachstum sagten die Branchenkenner gemäss AWP-Konsens 1,6 Prozent voraus und beim Umsatz 22,0 Milliarden Franken.

Für das laufende Jahr bestätigt Nestlé den Ausblick. Das organische Umsatzwachstum sowie die zugrunde liegende operative Ergebnismarge sollen sich entsprechend der Ziele für 2020 weiter verbessern. Auch wird eine Steigerung sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet.

Portfoliomanagement auf Kurs

Das Portfoliomanagement, in dessen Rahmen sich Nestlé etwa von weniger profitablen Geschäften trennen will, sei auf Kurs, hiess es weiter. Die strategischen Prüfungen der Hautpflegetochter Nestlé Skin Health und dem Aufschnitt- und Fleischwarengeschäft Herta Charcuterie würden voraussichtlich bis Mitte beziehungsweise Ende 2019 abgeschlossen sein.

Der Verkauf von Nestlé Skin Health könnte dem Nahrungsmittelkonzern Medienberichten zufolge rund 7 Milliarden Dollar einbringen. Analysten halten sogar einen Preis von bis zu 10 Milliarden für möglich. Die Sparte wuchs im ersten Quartal organisch mit einer zweistelligen Rate.

(sda / awp)

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