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Die Angestellte Marie Egli arbeitet in der neuen Uniform des Weltkulturerbe Stiftsbezirk in St. Gallen.
Wirtschaft
Schweiz|15.03.2019

Stoffe von Jakob Schlaepfer für Angestellte des Stiftsbezirks

ST. GALLEN - St. Gallen ist berühmt für sein Unseco-Weltkulturerbe und für seine Textilindustrie: die neuen Uniformen des Personals des Stiftsbezirks bringen beides zusammen.

Die Angestellte Marie Egli arbeitet in der neuen Uniform des Weltkulturerbe Stiftsbezirk in St. Gallen.

ST. GALLEN - St. Gallen ist berühmt für sein Unseco-Weltkulturerbe und für seine Textilindustrie: die neuen Uniformen des Personals des Stiftsbezirks bringen beides zusammen.

Das Personal des St. Galler Stiftsbezirks ist auch optisch für die Touristen sichtbar geworden. Seit Anfang Woche tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Uniformen. Das Konzept für die Outfits stammt von der jungen St. Galler Designerin Karin Bischoff.

In St. Gallen gibt es wieder viele kreative Designerinnen und Designer, welche die textile Tradition der Stadt neu beleben. Eine davon ist Karin Bischoff von "Die Manufaktur". Sie stammt aus der bekannten Textilerfamilie Bischoff und bietet mit ihrer Geschäftspartnerin neben der eigenen Kollektion auch für Firmen und Vereine Bekleidungskonzepte von der Idee bis zur Produktion an.

"Die Farbgebung der Uniformen haben wir vorgegeben", sagt Mandana Roozpeikar, die neue Leiterin Betrieb, Ausstellung und Vermittlung Stiftsbezirk auf Anfrage von Keystone-SDA. Orange steht für das Logo der Stiftsbibliothek, braun für den Auftritt des Stiftsbezirks.

Vorbilder für die Uniformen gebe es keine, sagt Roozpeikar: "Zeitlos, einzigartig, inspirierend, wie das Weltkulturerbe sollten die Uniformen sein." Wichtig war den Auftraggebern ein "hochwertiges St. Galler Produkt aus lokaler Produktion". Mandana Roozpeikar ist begeistert von den Kreationen. Dank den Uniformen erkenne das Publikum die rund 30 Angestellten des Stifsbezirks künftig als Einheit.

Blusen und Röcke mit Barockmustern

"Aufgrund der grossen Temperaturschwankungen in der Stiftsbibliothek haben wir eine Sommer- und eine Wintervariante herstellen lassen", sagt Karin Bischoff. Im Winter wärmen leichte Primaloft-Jacken, ein Pulli aus Merinowolle eines Thurgauer Strickwarenherstellers und ein Kaschmirschal das Personal zusätzlich zu Blazer und Hose.

In der wärmeren Jahreszeit haben die Frauen eine Bluse oder einen Rock und dazu ein Foulard zur Auswahl. Das Design stammt vom bekannten St. Galler Textilunternehmen Jakob Schlaepfer. Die feinen Stoffe sind mit Barockmustern bedruckt - passend zu den barocken Klosterbauten des Stiftsbezirk. Die Masskonfenktionen wurden in Polen und Deutschland hergestellt - Länder, die mit dem Kloster St. Gallen ein gutes Einvernehmen hatten.

Kulturelles Erbe vermitteln

Herzstück des Stiftsbezirks bildet die Stiftsbibliothek, eine der ältesten und schönsten Bibliotheken der Welt. Ihr beeindruckender Bestand von 170'000 Büchern und 2000 Originalhandschriften aus dem Mittelalter machen den Stiftsbezirk zum Ort der kulturellen Überlieferung.

Der St.Galler Stiftsbezirk ist seit 1983 von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Damit das so bleibt, müssen vermehrt Anstrengungen in der Vermittlung des kulturellen Erbes unternommen werden. Ausserdem will sich St. Gallen in der Präsentation der Kulturgüter der Stiftsbibliothek und des Stiftsarchivs touristisch weiterentwickeln.

Touristen-Magnet

Knapp 140'000 Personen kamen 2018 in die Stiftsbibliothek. In Zukunft soll der Stiftsbezirk mit den beiden neuen Sälen zu einem noch stärkeren Magnet werden. Ab dem 12. April können Besucherinnen und Besucher in der neuen Dauerausstellung des Stiftsarchiv erstmals das Original des berühmten Klosterplans aus dem 9. Jahrhundert bestaunen.

Bereits im Januar eröffnete die Stiftsbibliothek eine zweite neue Dauerausstellung im Gewölbekeller. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher anhand von Originalhandschriften und Objekten einen Überblick über Gallus und die Geschichte des Klosters St. Gallen.

(sda)

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