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Das Schiffsunglück in Basel rief auch ennet der Grenze zahlreiche Rettungskräfte vorsorglich auf den Plan. Wie hier im deutschen Weil am Rhein kamen sie jedoch nicht zum Einsatz.
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Schweiz|19.07.2019

Nicht Motor, sondern Steuerung beim Basler Unglücksfrachter defekt

BASEL - Beim Frachtschiff, das am Donnerstagabend auf dem Rhein in Basel zwei Brücken touchiert hatte, ist nicht der Hauptmotor ausgefallen. Vielmehr habe die Steuerung nicht mehr funktioniert, gaben die Behörden am Freitag bekannt.

Das Schiffsunglück in Basel rief auch ennet der Grenze zahlreiche Rettungskräfte vorsorglich auf den Plan. Wie hier im deutschen Weil am Rhein kamen sie jedoch nicht zum Einsatz.

BASEL - Beim Frachtschiff, das am Donnerstagabend auf dem Rhein in Basel zwei Brücken touchiert hatte, ist nicht der Hauptmotor ausgefallen. Vielmehr habe die Steuerung nicht mehr funktioniert, gaben die Behörden am Freitag bekannt.

Aufgrund dieses Defekts habe das Hauptruder nicht mehr bedient werden können, erklärte ein Sprecher des baselstädtischen Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) gegenüber Keystone-SDA. Am Donnerstag war man noch davon ausgegangen, dass der Frachter "Camaro VI" wegen eines Motorenausfalls kaum mehr steuerbar war.

Untersuchungen im Gang

Wie es zur technischen Panne des in Holland immatrikulierten Containerschiffs kommen konnte, ist laut JSD Gegenstand laufender Untersuchungen. Noch offen ist auch, ob Pfeiler der Mittleren und der Johanniterbrücke vom rund 110 Meter langen und 11.5 Meter breiten Frachtschiff beschädigt wurden. Auch dazu sind Untersuchungen noch im Gang, wie es beim JSD hiess.

In Not geraten war das im Hafen Birsfelden BL rheinabwärts gestartete Containerschiff am Donnerstag um zirka 18.30 Uhr, als auf dem Rhein zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer unterwegs waren. Nachdem der Frachter die zwei Brückenpfeiler touchiert hatte, konnte die Besatzung ihn unterhalb der Dreirosenbrücke mit den Bugstrahlern ans Ufer lenken, wo er gesichert wurde.

Kein Alkohol im Spiel

An Bord des Schiffes hatten sich neben dem Schiffsführer und einem weiteren Besatzungsmitglied auch ein Lotse befunden. Bei allen sei ein Alkoholtest negativ verlaufen, hiess es beim JSD weiter.

Zum Zeitpunkt des Unfalls steuerte der Lotse den Frachter. Ihm dürfte es laut dem JSD-Sprecher zu verdanken sein, dass das kaum mehr steuerbare Schiff nicht zu nahe ans Kleinbasler Rheinufer geriet, wo sich zahlreiche Menschen aufhielten.

Verletzt wurde bei dem Unglück niemand. Auch am Freitag lagen den Behörden keine Angaben über allfällige verletzte Schwimmer vor. Der Zwischenfall in Basel löste rheinabwärts auch im deutschen Weil am Rhein und in der französischen Gemeinde Huningue einen vorsorglichen Grosseinsatz der Rettungskräfte aus.

(sda)

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