Während der Hitzewelle im Juni suchen Einwohner von Paris Abkühlung in öffentlichen Brunnen. Weltweit müssen sich Metropolen auf eine Erwärmung des Stadtklimas einstellen. (Bild: Ian Langsdson/EPA Keystone)
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Schweiz|11.07.2019

Schweizer Studie: Drastische Erwärmung der Metropolen der Welt

WASHINGTON - Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen.

Während der Hitzewelle im Juni suchen Einwohner von Paris Abkühlung in öffentlichen Brunnen. Weltweit müssen sich Metropolen auf eine Erwärmung des Stadtklimas einstellen. (Bild: Ian Langsdson/EPA Keystone)

WASHINGTON - Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen.

77 Prozent der 520 grössten Städte würden bis zum Jahr 2050 einen deutlichen Wandel der klimatischen Bedingungen erleben, heisst es in der am Mittwoch in Washington veröffentlichten Studie.

Auf der Nordhalbkugel würden in Grossstädten künftig Klimabedingungen herrschen, wie sie heute mehr als tausend Kilometer weiter südlich vorherrschen, heisst es in der im US-Wissenschaftsmagazin "Plos One" abgedruckten Studie.

22 Prozent der Städte müssen sich demnach sogar auf völlig neue Klimaverhältnisse einstellen. In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad. London wird demnach Verhältnisse bekommen wie heute Madrid, das Klima in Paris wird den heute im australischen Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen.

Für die Studie hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrunde gelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad ansteigen.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.

(sda / afp)

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