Jubel in der Ostschweizer: Auch der FC St. Gallen mischt an der Spitze der Super League mit
Sport
Schweiz|02.12.2019

Spannung an der Spitze wie zuletzt vor neun Jahren

FUSSBALL - Nur zu oft war der Schweizer Fussballmeister schon vor der Winterpause so gut wie bekannt. Wie viel anders ist es diesmal: Nach 16 Runden trennen nur zwei Punkte die Young Boys, Basel und St. Gallen.

Jubel in der Ostschweizer: Auch der FC St. Gallen mischt an der Spitze der Super League mit

FUSSBALL - Nur zu oft war der Schweizer Fussballmeister schon vor der Winterpause so gut wie bekannt. Wie viel anders ist es diesmal: Nach 16 Runden trennen nur zwei Punkte die Young Boys, Basel und St. Gallen.

Es kann der Super League nur guttun, wenn der Wettkampf spannend ist, wenn sich Mannschaften an der Tabellenspitze ablösen und wenn sogar, wie im Spätherbst 2019, drei Mannschaften um die Spitze buhlen.

Mit den schier beispiellosen Erfolgen der letzten Wochen - man muss in die Meistersaison 1999/2000 zurückgehen, um Ähnliches zu finden - hat sich der FC St. Gallen in den FC Ostschweiz zurückverwandelt. Die Begeisterung über die Spiele und die Resultate des blutjungen Teams von Trainer Peter Zeidler ist allenthalben gross. Kamen in der letzten Saison aufgerundet 12'700 Zuschauer zu den Heimspielen, sahen zuletzt aufgerundet 15'000 den Match gegen Neuchâtel Xamax, der normalerweise nicht zu den attraktiven Affichen gehört.

Vom FC Basel und dem stark veränderten Meister Young Boys hatte man sich vor Beginn der Meisterschaft ein spannendes Rennen untereinander versprechen dürfen. Sie haben es gehalten. Weder die Basler noch die Berner treten während langen Wochen unwiderstehlich auf, beide lassen regelmässig mit Niederlagen oder Unentschieden Punkte liegen. Das aktuelle Geschehen erfreut auch die Herzen der neutralen Beobachter, die sich nach Spielen sehnen, deren Sieger man nicht von Vornherein kennt.

Bei der Punkteverteilung Young Boys 34, Basel 33, St. Gallen 32 nach 16 von 36 Runden kann man von einem fast toten, einem halbtoten, Rennen sprechen. In der Zeit der 2003/04 eingeführten Super League war das Rennen nach 16 Runden auch schon einmal ganz tot: 2010/11 führten Luzern, Basel und Zürich gemeinsam mit je 29 Punkten. Im Frühling 2011 wurde aus dem Dreikampf ein Duell zwischen Basel und Zürich, bei dem die Basler einen Punkt Vorsprung ins Ziel brachten. Luzern, damals gerade noch in der Gersag in Emmenbrücke spielend, holte aus den weiteren 20 Spielen nur 19 Punkte und fiel weit zurück.

Genau wie jetzt waren die Punkteabstände an der Spitze in der Saison 2012/13 gewesen: 1. Grasshoppers 33, 2. St. Gallen 32, 3. Sion 31. Und wer ging aus dem offenen Dreikampf als Meister hervor? Basel. Die Basler, denen eine ausgezeichnete Rückrunde gelang, mussten sich im Frühling nur gegen GC wehren, während St. Gallen und Sion stark nachliessen.

In den letzten vier Saisons war nach 16 Runden schon so gut wie jede Spannung gewichen. Einen Dreikampf gab es nie. Zwischen dem jeweiligen Leader (zweimal Basel, zweimal YB) und dem Drittplatzierten lagen der Reihe nach 12, 18, 11 und 19 Punkte. Nicht einmal von wirklichen Duellen konnte noch die Rede sein. Der Vorsprung des Leaders betrug zwischen 7 und 18 Punkten.

In dieser Saison ist es nicht auszuschliessen, dass sogar noch der FC Zürich im Titelrennen mitmachen wird. Die Zürcher weisen mit fünf Siegen die längste Siegesserie aller Mannschaften vor. Und die Serie läuft noch.

(sda)

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