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Hat das Vertrauen der St. Galler Chefs: Slimen Kchouk (li.), der einen Spieler von Bochum rassistisch beleidigt haben soll, und Sportchef Alain Sutter
Sport
Schweiz|10.07.2019

St. Gallen wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf

FUSSBALL - Der FC St. Gallen streitet nach Rücksprache mit seinem Spieler Slimen Kchouk ab, dass der Tunesier am Dienstagabend in einem Testspiel gegen Bochum einen Gegenspieler rassistisch beleidigt habe.

Hat das Vertrauen der St. Galler Chefs: Slimen Kchouk (li.), der einen Spieler von Bochum rassistisch beleidigt haben soll, und Sportchef Alain Sutter

FUSSBALL - Der FC St. Gallen streitet nach Rücksprache mit seinem Spieler Slimen Kchouk ab, dass der Tunesier am Dienstagabend in einem Testspiel gegen Bochum einen Gegenspieler rassistisch beleidigt habe.

Der 3:0-Sieg von St. Gallen im Testspiel in St. Margrethen gegen Bochum hat ein Nachspiel. Der Grund: Nach einer mutmasslichen Beleidigung von St. Gallens Slimen Kchouk aus Tunesien hatte Bochums Jordi Osei-Tutu unter Tränen den Platz verlassen und war von seinen Mitspielern getröstet worden.

Osei-Tutu behauptet, er sei auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt worden. "Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi-Fussballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Mein Stammklub Arsenal und Bochum haben mich grossartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fussball keinen Platz hat", kommentierte Osei-Tutu, der von Arsenal leihweise an Bochum abgegeben wurde.

Der FC St. Gallen streitet den mutmasslichen Vorfall ab und reagierte mit einem Dementi. "Unsere Spieler pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch glaubhaft versichert, sich auch am Dienstag im Spiel gegen Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben", sagte der Klubpräsident Matthias Hüppi an einer Vorsaison-Pressekonferenz. "Der FC St. Gallen stellt klar, dass er jede Form von Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt. Entsprechende Verfehlungen würden ohne jeden Toleranzspielraum sanktioniert."

(sda)

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