Lisa Mazzone (l.) und Carlo Sommaruga (r.) sind die strahlenden Sieger des rot-grünen Lagers beim zweiten Ständeratswahlgang im Kanton Genf.
Politik
Schweiz|10.11.2019

Bürgerliche können Rot-Grün in Genf nicht stoppen

GENF - In Genf hat Rot-Grün im zweiten Wahlgang für den Ständerat klar gesiegt. Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP) heissen die Gewinner. Die bürgerliche Entente von FDP und CVP scheiterte mit dem Versuch, die Dominanz von Rot-Grün zu durchbrechen.

Lisa Mazzone (l.) und Carlo Sommaruga (r.) sind die strahlenden Sieger des rot-grünen Lagers beim zweiten Ständeratswahlgang im Kanton Genf.

GENF - In Genf hat Rot-Grün im zweiten Wahlgang für den Ständerat klar gesiegt. Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP) heissen die Gewinner. Die bürgerliche Entente von FDP und CVP scheiterte mit dem Versuch, die Dominanz von Rot-Grün zu durchbrechen.

Mazzone machte mit 45'998 Stimmen das beste Resultat. Als zweitbester beendete Sommaruga mit 41'839 Stimmen am Sonntag im zweiten Wahlgang das Rennen um die beiden Plätze im Ständerat.

Hugues Hiltpold (FDP) erhielt 27'297 Stimmen, Béatrice Hirsch (CVP) kam auf 22'960 Stimmen. Die beiden Kandidaten der bürgerlichen Entente konnten auch im zweiten Wahlgang nicht zum rot-grünen Duo aufschliessen, fehlte ihnen doch die Unterstützung der SVP. Ausserdem könnten sie nach den Affären um den Genfer FDP-Staatsrat Pierre Maudet und den Genfer CVP-Stadtrat Guillaume Barazzone unter der mangelnden Unterstützung aus dem eigenen Lager und einer geringen Mobilisierung im bürgerlichen Lager gelitten haben.

Den fünften Rang belegte wie bereits vor drei Wochen die SVP-Kandidatin Céline Amaudruz mit 21'926 Stimmen. Die SVP hatte sich entschieden, mit einer eigenen Kandidatin ins Rennen zu steigen. Die Genfer SVP-Nationalrätin Amaudruz hatte die Unterstützung der Bürgerbewegung Mouvement citoyens genevois (MCG), das seinen Kandidaten zurückgezogen hatte.

Der Parteilose Paul Aymon landete mit nur 2529 Stimmen auf dem sechsten und letzten Platz.

Wie 2015 konnte sich die zerstrittene Rechte in Genf nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen, was sich nun gerächt haben dürfte. Die Grünliberalen, die am 20. Oktober einen Nationalratssitz hinzugewonnen hatten, zogen ihre beiden Kandidaten zurück und beschlossen Wahlfreiheit.

Die Allianz Ensemble à Gauche, die ihre beiden Kandidaten ebenfalls zurückgezogen hatte, erhöhte demgegenüber die Chancen des rot-grünen Duos. Mit der Wahl von Mazzone und Sommaruga setzt sich in Genf die seit zwölf Jahren andauernde Vormachtstellung der Linken im Ständerat fort. Die 31-jährige Mazzone wird den zurücktretenden Parteikollegen Robert Cramer ersetzen, der 60-jährige Sommaruga wird Nachfolger der zurücktretenden Sozialdemokratin Liliane Maury Pasquier.

Die Stimmbeteiligung betrug 32,81 Prozent.

(sda)

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