Die Umsetzung der Harmonisierung in der obligatorischen Schule ist nach Ansicht der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) weit fortgeschritten. (Symbolbild)
Politik
Schweiz|10.07.2019

Fortschritte bei der Harmonisierung der Schulen

BERN - Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) zieht eine positive zweite Bilanz bei der Harmonisierung der obligatorischen Schule. Die Umsetzung der Harmonisierung sei 13 Jahre nach Annahme des Bundesartikels weit fortgeschritten.

Die Umsetzung der Harmonisierung in der obligatorischen Schule ist nach Ansicht der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) weit fortgeschritten. (Symbolbild)

BERN - Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) zieht eine positive zweite Bilanz bei der Harmonisierung der obligatorischen Schule. Die Umsetzung der Harmonisierung sei 13 Jahre nach Annahme des Bundesartikels weit fortgeschritten.

So hätten alle am Lehrplan 21 beteiligten Kantone den Lehrplan eingeführt oder die Einführung beschlossen, schreibt die EFK in ihrer am Mittwoch veröffentlichten zweite Bilanz zur Harmonisierung der Schule.

In zehn Kantonen der Deutschschweiz (GR, BE, ZH, SO, AG, SH, TG, SG, BL, AI) wurde die Einführung des Lehrplans zwischen 2016 und 2018 angefochten, an der Urne jedoch bestätigt. In der Westschweiz war der Lehrplan bereits ab dem Schuljahr 2011/2012 gestaffelt eingeführt worden, im Kanton Tessin ab dem Schuljahr 2015/2016.

Zudem hat sich seit der letzten Bilanz von 2015 gemäss EDK die Situation beim Fremdsprachenunterricht konsolidiert. Das Modell sieht eine zweite Landessprache und Englisch ab der Primarstufe vor. Diesbezüglich waren in den Kantonen Graubünden, Basel-Landschaft, Luzern, Zürich und Nidwalden noch Volksinitiativen hängig, welche eine Fremdsprache erst ab Primarstufe gefordert hatten. Diese sind in der Zwischenzeit abgelehnt worden.

Eigenes Modell im Tessin

Damit setzten 23 Kantone das EDK-Modell beim Fremdsprachenunterricht aktuell um; ab dem Schuljahr 2020/2021 werden es mit dem Kanton Aargau 24 sein. Sie stehen für 99,4 Prozent der Wohnbevölkerung. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Uri setzt der obligatorische Unterricht der zweiten Landessprache erst auf der Sekundarstufe I ein - und das Tessin kennt mit drei obligatorisch zu lernenden Fremdsprachen (Deutsch, Französisch, Englisch) ein eigenes Modell.

Weitgehend harmonisiert seien auch die Dauer der Bildungsstufe und die Einschulung. Die Sekundarstufe I dauert seit dem Schuljahr 2015/2016 in allen Kantonen der Deutsch- und Westschweiz drei Jahre. Die meisten Kinder besuchen heute während zweier Jahre den Kindergarten oder die ersten beiden Jahre einer Eingangsstufe.

Auch der Eintritt in den Kindergarten ab dem erfüllten vierten Altersjahr ist harmonisiert. Per Schuljahr 2019/2020 wird der Stichtag in 20 Kantonen - welche 94 Prozent der Wohnbevölkerung betreffen - am 31. Juli liegen.

Der revidierte Bildungsartikel war 2006 an der Urne angenommen worden. Seither sind im Bildungssystem das Schuleintrittsalter und die Schulpflicht, die Dauer und Ziele der Bildungsstufen sowie die Übergänge von einer Bildungsstufe zur nächsten zu harmonisieren.

(sda)

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