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Die Universität St. Gallen platzt aus allen Nähten. Abhilfe soll ein neuer Campus am Rand der St. Galler Altstadt schaffen. (Archivbild Keystone/Christian Beutler)
Politik
Schweiz|25.06.2019

Im Kanton St. Gallen wird über HSG-Campus und Klanghaus abgestimmt

ST. GALLEN - Am 30. Juni werden die St. Galler Stimmberechtigten über zwei Baukredite entscheiden: 160 Millionen Franken sind für einen neuen Campus der Universität St. Gallen vorgesehen. Für 22,3 Millionen Franken soll im Toggenburg ein Klanghaus gebaut werden.

Die Universität St. Gallen platzt aus allen Nähten. Abhilfe soll ein neuer Campus am Rand der St. Galler Altstadt schaffen. (Archivbild Keystone/Christian Beutler)

ST. GALLEN - Am 30. Juni werden die St. Galler Stimmberechtigten über zwei Baukredite entscheiden: 160 Millionen Franken sind für einen neuen Campus der Universität St. Gallen vorgesehen. Für 22,3 Millionen Franken soll im Toggenburg ein Klanghaus gebaut werden.

Die Infrastruktur der Universität St. Gallen ist auf rund 5000 Studierende ausgelegt. Aktuell sind dort aber rund 8600 Studierende eingeschrieben. Mit einem neuen Campus am Platztor, am Rand der St. Galler Altstadt, soll ab 2027 zusätzlicher Platz für rund 3000 Studierende geschaffen werden. Das Bauprojekt war im Kantonsrat unbestritten.

Insgesamt betragen die Kosten 207 Millionen Franken. Der Anteil des Kantons St. Gallen liegt bei 160 Millionen Franken. Neben dem Bund (25 Millionen) und der Stadt St. Gallen (2 Millionen) muss sich auch die Universität aus eigenen Mitteln mit 20 Millionen Franken beteiligen.

Klanghaus am Schwendisee

Das Projekt für ein Klanghaus im Toggenburg hat bereits eine längere Vorgeschichte: 2016 scheiterte eine erste Vorlage im Kantonsparlament. Danach wurde das Vorhaben angepasst.

Die Kosten für den Bau liegen nun tiefer und belaufen sich auf noch 22,3 Millionen Franken. Wichtigster Unterschied ist, dass der Kanton nichts an den Betrieb des Klanghauses zahlen wird. Die Stiftung Klangwelt hat dafür einen Fonds geäufnet. Der Kantonsrat stimmte der überarbeiteten Vorlage mit einer klaren Mehrheit gegen den Widerstand eines Teils der SVP-Fraktion zu.

Nach einem Entwurf des Zürcher Büros Meili Peter ist am Schwendisee ein Bau aus einheimischem Holz mit einer herausragenden Akustik geplant. Das Klanghaus wird Musikerinnen und Musikern, aber auch Vereinen aus der Region für Proben, Kurse oder Aufführungen offenstehen.

(sda)

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