Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
In Genf gibt es eine Fanzone für die Halbfinal- und Finalspiele der Frauenfussball-WM. Am Montag besiegte Kanada im französischen Montpellier Kamerun.
Politik
Schweiz|11.06.2019

Genf errichtet Fanzone für die Frauenfussball-WM

GENF - Die Stadt Genf stellt eine Fanzone für die Frauenfussball-Weltmeisterschaft 2019 auf die Beine. Das ist eine Premiere in der Schweiz. Ziel der Behörden ist es, mit Vorurteilen im Sport aufzuräumen.

In Genf gibt es eine Fanzone für die Halbfinal- und Finalspiele der Frauenfussball-WM. Am Montag besiegte Kanada im französischen Montpellier Kamerun.

GENF - Die Stadt Genf stellt eine Fanzone für die Frauenfussball-Weltmeisterschaft 2019 auf die Beine. Das ist eine Premiere in der Schweiz. Ziel der Behörden ist es, mit Vorurteilen im Sport aufzuräumen.

"Jeder soll die Sportart ausüben können, die zu ihm passt", sagte die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno (SP) am Dienstag vor den Medien. Das Präsidialjahr der für Gleichheit und Vielfalt zuständigen Magistratin steht im Zeichen der Gleichstellung von Frau und Mann.

Die Fanzone auf der Rotonde du Mont-Blanc wird Platz für tausend Fans bieten. Auf Grossleinwand gezeigt werden die Halbfinal- und Finalspiele Anfang Juli. Für mehr reicht das Geld und das Personal nicht.

Immer mehr Frauen am Ball

In der Schweiz spielen immer mehr Frauen. Innert 30 Jahren hat sich die Zahl der lizenzierten Fussballerinnen auf 28'000 verzehnfacht. "Der Frauenfussball entspricht eigentlich mehr als der Männerfussball dem, was man von einem sportlichen Wettkampf erwarten würde. Es gibt weniger Frauen, die sich auf dem Rasen wälzen, bis sie vom Schiedsrichter Recht bekommen", sagte Salerno.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit anderen städtischen Departementen und dem Genfer Kantonalen Fussballverband (ACGF) durchgeführt. Der für den für Sport zuständige Stadtrat Sami Kanaan (SP) sprach von einer Veranstaltung mit starkem Symbolcharakter.

"Hoffen wir, dass diese Fan-Zone die Barriere der Geschlechterdiskriminierung weiter durchbrechen wird", sagte die Profifussballerin Caroline Abbé, ehemaliger Captain der Schweizer Nationalmannschaft und beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) für die Förderung des Frauenfussballs zuständig. Sie sei vor 25 Jahren gehänselt worden, als sie Fussball zu spielen begonnen habe, aber ihre Eltern seien nicht gegen ihre Wahl gewesen.

Die WM-Runde in Frankreich mit 24 Nationalmannschaften hat am Freitag begonnen. Die Schweiz hat die Qualifikation verpasst.

(sda)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Schweiz|gestern 13:57
Nationalratspräsidentin Carobbio will in den Ständerat
Volksblatt Werbung