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Klara Obermüller erhielt den Zürcher Journalistenpreis 2019. Sie wurde für ihr Gesamtwerk geehrt. (Archivbild)
Politik
Schweiz|14.05.2019

Stiftung Zürcher Journalistenpreis vergibt Auszeichnungen

ZÜRICH - Publizistin Klara Obermüller, Fabian Eberhard, Reporter beim "Sonntags-Blick", Reto Schneider, Redaktor beim "NZZ Folio" sowie Claudia Rey, "NZZ"-Sportredaktorin sind am Dienstagabend mit dem Zürcher Journalistenpreis 2019 geehrt worden.

Klara Obermüller erhielt den Zürcher Journalistenpreis 2019. Sie wurde für ihr Gesamtwerk geehrt. (Archivbild)

ZÜRICH - Publizistin Klara Obermüller, Fabian Eberhard, Reporter beim "Sonntags-Blick", Reto Schneider, Redaktor beim "NZZ Folio" sowie Claudia Rey, "NZZ"-Sportredaktorin sind am Dienstagabend mit dem Zürcher Journalistenpreis 2019 geehrt worden.

Der Newcomer-Preis ging an Kevin Brühlmann, Redaktor bei der Schaffhauser "AZ".

Der Zürcher Journalistenpreis wird seit 1981 verliehen. Jeder der vier vergebenen Hauptpreise ist mit 10'000 Franken dotiert, der Newcomer-Preis mit 3000 Franken. Dies teilte die Stiftung am Dienstag mit.

Ausgezeichnet werden Gesamtwerke sowie hervorragende und wegweisende Arbeiten, unabhängig davon, ob sie über einen Zeitungs-, Zeitschriften- oder Online-Kanal verbreitet wurden.

Die 1940 geborene Klara Obermüller wurde von der siebenköpfigen Jury unter der Leitung von Hannes Britschgi für ihr "herausragendes Gesamtwerk" ausgezeichnet. Sie habe früh gesellschaftliche Fragen aufgegriffen, "weil sie erkannte, wie wichtig diese Themen sind, die selbst heute noch auf Redaktionen zuweilen als weiche Stoffe belächelt werden", heisst es in der Mitteilung.

Die Germanistin und Romanistin arbeitete unter anderem als Literaturredaktorin bei der "NZZ", schrieb Porträts und Reportagen für die "Weltwoche" und war Moderatorin bei der SRF-Sendung "Sternstunde".

Scharfer Blick und harte Recherchen

Fabian Eberhard deckte auf, wie Schweizer Waffen in die Hände von Kriegsparteien gelangten. Seine Recherchen hatten eine politische Wirkung. Sie trugen dazu bei, dass es nicht zu einer Lockerung der Regeln für Waffenexporte kam.

Der Wissenschaftsjournalist Reto Schneider schilderte, wie er auf einer Autoreise mit seiner Familie einen Selbstunfall verursachte. Mit dem scharfen Blick des Analytikers untersucht er dieses persönliche Erlebnis - "informativ, hin und wieder lakonisch, aber nie gefühlsduselig", schreibt die Jury.

Claudia Rey bekam den Preis für ihre Reportage über einen argentinischen Star des Polo-Sports, der sein Lieblingspferd klonte und nun Turniere mit mehreren Klonen des genau gleichen Pferdes bestreitet. Mit ihren Recherchen habe sie ein gesellschaftlich wichtiges Thema anschaulich dargestellt.

Den Newcomer-Preis vergab die Jury an Kevin Brühlmann. Er befasste sich für die Schaffhauser "AZ" mit dem bei Behörden missliebigen Öffentlichkeitsrecht. Er deckte hartnäckig und genau auf, wie ausgerechnet der Präsident der Justizkommission - zwar ohne Absicht - das Amtsgeheimnis verletzte.

(sda)

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