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In fast allen Branchen ging die Arbeitslosigkeit im Oktober zurück. (Symbolfoto: Shutterstock)
Wirtschaft
Region|08.11.2021 (Aktualisiert am 08.11.21 09:31)

Arbeitslosigkeit im Kanton St. Gallen weiterhin rückläufig

ST. GALLEN - Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen hat die Arbeitslosenzahlen für Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr waren demnach 16 Prozent weniger Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum, kurz RAV, gemeldet. Damals war die Zahl der Stellensuchenden in Folge der Corona-Massnahmen auf einem hohen Niveau. Auch im Monatsvergleich sei ein Rückgang festzustellen. Überdies seien die Voranmeldungen zur Kurzarbeit zurückgegangen.

In fast allen Branchen ging die Arbeitslosigkeit im Oktober zurück. (Symbolfoto: Shutterstock)

ST. GALLEN - Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen hat die Arbeitslosenzahlen für Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr waren demnach 16 Prozent weniger Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum, kurz RAV, gemeldet. Damals war die Zahl der Stellensuchenden in Folge der Corona-Massnahmen auf einem hohen Niveau. Auch im Monatsvergleich sei ein Rückgang festzustellen. Überdies seien die Voranmeldungen zur Kurzarbeit zurückgegangen.

Ende Oktober waren im Kanton St. Gallen 11 409 Stellensuchende bei einem RAV gemeldet. Das sind 295 Personen oder 2,5 Prozent weniger als Ende September. Ein solcher Rückgang sei für Oktober aussergewöhnlich, zuletzt war dies 2010 der Fall. Im Vergleich zum September 2020 sind 2196 Personen oder 16,1 Prozent weniger Personen auf Stellensuche. Diese Abnahme sei praktisch gleich stark wie in der Gesamtschweiz (minus 15,6 Prozent). Die aktuellen Werte liegen jedoch noch immer deutlich höher als vor der Pandemie, heisst es in der Aussendung. Ende Oktober 2019 lag die Zahl der Stellensuchenden im Kanton St. Gallen bei 9684. Das sind 1725 Personen oder fast 18 Prozent weniger als im Oktober.

Besserung in allen Altersgruppen

Die Zahl der Stellensuchenden zwischen 15 und 24 Jahren lag per Ende Oktober um über ein Drittel (minus 37,3 Prozent) und damit am deutlichsten von allen Altersgruppen unter dem Vorjahreswert, nämlich bei 1092 Personen. Ende Oktober 2020 seien es noch 1742 Personen gewesen. Bei den 25- bis 49-Jährigen werde der Vorjahresstand um 1155 Personen oder rund 15 Prozent unterschritten. Die Zahl der 50-jährigen und älteren Stellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahreswert um 391 Personen oder 9,5 Prozent gesunken, schreibt das Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Fast alle Branchen verzeichnen Rückgang

Gegenüber dem September zeigt sich in beiden grossen Wirtschaftssektoren ein Rückgang der Stellensuchenden. In der Industrie und im produzierenden Gewerbe betrage die Abnahme gegenüber dem Vormonat 2,1 Prozent oder 95 Personen und bei den Dienstleistungen 2,8 Prozent oder 191 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang bei den Dienstleistungen mit 14,2 Prozent etwas schwächer als im produzierenden Sektor mit 19,5 Prozent. In den meisten Branchen liege die Zahl der Stellensuchenden unter dem Wert des Vorjahres.

Dies sei ausgeprägt in der metallverarbeitenden Industrie der Fall, wo 181 Personen oder 22,6 Prozent weniger Stellensuchende auf den RAV gemeldet sind. Die Abnahme an Stellensuchenden im Baugewerbe ist mit einem Minus von 249 Personen oder 16,9 Prozent etwas weniger stark. Im Dienstleistungssektor weist der Detailhandel mit einem Minus von 7,6 Prozent einen unterdurchschnittlichen Rückgang auf, das Gastgewerbe mit einem Minus von 18,8 Prozent einen überdurchschnittlichen. Fortgesetzt habe sich die Abnahme im Gesundheits- und Sozialwesen. Aus dieser Branche suchten laut Mitteilung 64 Personen weniger eine Stelle als vor Jahresfrist (minus 5,5 Prozent).

Kurzarbeit weiterhin auf dem Rückzug

Die Zahl der für Kurzarbeit vorangemeldeten Mitarbeitenden ist gegenüber September auf etwas mehr als 19 000 Mitarbeitende und knapp 1500 Betriebe gesunken. Das seien gut 6 Prozent der Beschäftigten im Kanton.

In der Textilindustrie sei noch immer mehr als ein Viertel der Mitarbeitenden für Kurzarbeit angemeldet. In den beschäftigungsmässig wichtigen MEM-Branchen (Metall-, Elektro- und Maschinenindustrie) liegen die Anteile der betroffenen Mitarbeitenden zwischen 7 und 19 Prozent, im Baugewerbe noch bei gut 2 Prozent. Mit 30 Prozent immer noch vergleichsweise hoch ist laut Aussendung der Stand der Voranmeldungen im Gastgewerbe und in der Hotellerie, rückläufig ist er im Bereich Kunst, Sport, Unterhaltung, Erholung mit etwas über 11 Prozent.

Aus den Voranmeldungen zur Kurzarbeit liessen sich nur teilweise Rückschlüsse auf die Höhe der ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigung ziehen. Diese Information sei erst mit einigen Monaten Verzögerung verfügbar, wenn die Abrechnungen vorliegen.

(red / pd)

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