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Wirtschaft
Region|26.06.2020 (Aktualisiert am 26.06.20 08:36)

St. Gallen erlaubt zusätzliche Sonntagsverkäufe

ST. GALLEN - Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen ermächtigt die Gemeinden, den Läden des Detailhandels im Jahr 2020 neben den vier ordentlichen Sonntagsverkäufen zwei zusätzliche Sonntagsverkäufe zu bewilligen. Das teilt das Departement in einer Aussendung mit. Damit sollen die coronabedingten Umsatzeinbussen der Läden vermindert werden.
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ST. GALLEN - Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen ermächtigt die Gemeinden, den Läden des Detailhandels im Jahr 2020 neben den vier ordentlichen Sonntagsverkäufen zwei zusätzliche Sonntagsverkäufe zu bewilligen. Das teilt das Departement in einer Aussendung mit. Damit sollen die coronabedingten Umsatzeinbussen der Läden vermindert werden.

Viele Läden des Detailhandels haben während der vom Bundesrat angeordneten, coronabedingten Schliessung erhebliche Umsatzverluste und Gewinneinbussen erlitten. Betroffen seien vor allem der stationäre Non-Food-Detailhandel gewesen. Das Volkswirtschaftsdepartement ermächtigt daher die Gemeinden im Kanton, den betroffenen Läden zwei zusätzliche Sonntagsverkäufe zu bewilligen. Es stützt sich dabei auf eine Ausnahmeklausel im Gesetz über Ruhetag und Ladenöffnung (RLG), wonach vorübergehende Abweichungen von den Vorschriften des RLG bewilligt werden können, wenn besondere Bedürfnisse es rechtfertigen. Die vollständige Schliessung weiter Teile des stationären Detailhandels für einen Zeitraum von fast acht Wochen wurde vom Volkswirtschaftsdepartement als ausserordentliches Ereignis gewertet. Dementsprechend habe es ein besonderes Bedürfnis der Läden anerkannt, den wegen der ausserordentlichen Lage erlittenen Umsatzverlust durch zusätzliche Sonntagsverkäufe zu kompensieren.

Entscheidung bei Gemeinden

Es obliegt den Gemeinden, die Bewilligungen auf diejenigen Läden zu beschränken, die von den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus tatsächlich betroffen waren. Ausserdem müssen die zusätzlichen Sonntagsverkäufe bis 30. November 2020 durchgeführt worden sein, damit es in der Adventszeit nicht zu einer Häufung von Sonntagsverkäufen kommt, heisst es in der Aussendung weiter. Die Läden benötigen zudem eine Bewilligung des Arbeitsinspektorats für Sonntagsarbeit, wenn sie an den zusätzlichen Sonntagsverkäufen Personal beschäftigen wollen, das dem Arbeitsgesetz untersteht.

(pd/red)

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