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Region|27.02.2015 (Aktualisiert am 27.02.15 10:14)

Vorarlberg: Geringste Feinstaubbelastung seit Messbeginn

BREGENZ – Seit Beginn der systematischen Feinstaubmessungen in Vorarlberg war 2014 das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Umweltinstituts zur Luftgütebilanz 2014 hervor. Feinstaub und Ozon seien die an den dauerregistrierenden Messstellen erhoben Schadstoffkonzentrationen durchwegs unter den Grenz- bzw. Schwellenwerten, die Stickstoffdioxid-Belastung seien hingegen an den verkehrsnahen Messstandorten wie schon seit Jahren deutlich erhöht gewesen.

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BREGENZ – Seit Beginn der systematischen Feinstaubmessungen in Vorarlberg war 2014 das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Umweltinstituts zur Luftgütebilanz 2014 hervor. Feinstaub und Ozon seien die an den dauerregistrierenden Messstellen erhoben Schadstoffkonzentrationen durchwegs unter den Grenz- bzw. Schwellenwerten, die Stickstoffdioxid-Belastung seien hingegen an den verkehrsnahen Messstandorten wie schon seit Jahren deutlich erhöht gewesen.

"Dies zeigt zum einen die Erfolge der Massnahmen zur Feinstaubreduzierung, zum anderen werden die unverändert hohen Umweltbelastungen durch den Strassenverkehr klar aufgezeigt", betont Landesrat Johannes Rauch.

 

Verschärfte Grenzwerte

Seit Jänner 2010 gilt für Feinstaub der verschärfte Österreichische Grenzwert mit 25 erlaubten Überschreitungen des Tagesmittelwerts von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft. Die EU-Richtlinie erlaubt 35 Überschreitungen. Selbst der verschärfte nationale Grenzwert gemäss Immissionsschutzgesetz-Luft wurde an keiner Messstelle überschritten. Auch der Jahresmittel-Grenzwert für Feinstaub von 40 µg/m³ konnte an sämtlichen Messstationen eingehalten werden. "Dies ist ein Beleg dafür, dass das im Mai 2005 von der Vorarlberger Landesregierung beschlossene 30+1 Punkte Massnahmenprogramm zur Reduzierung der Feinstaubbelastung Wirkung gezeigt hat", freut sich Rauch.

 

Ozonwerte unter Informationsschwelle
Auch die Ozonwerte lagen laut Bericht im witterungsmässig sehr unbeständigen Sommerhalbjahr 2014 durchwegs unter der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft. Ähnlich geringe Konzentrationen wurden seit Beginn der systematischen Ozonüberwachung vor rund 25 Jahren in regenreichen Sommern etwa im Jahr 2000 oder im Jahr 2009 gemessen.

Stickstoffdioxid-Konzentrationen an verkehrsnahen Messstellen erhöht
Die Stickstoffdioxid-Konzentrationen (NO2) waren hingegen an den verkehrsnahen Messstellen deutlich erhöht, die Konzentrationen bewegen sich seit etwa zehn Jahren auf unverändert hohem Niveau. An den Messstellen in Feldkirch, Lustenau und Höchst wurde der Jahresmittel-Grenzwert von 35 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten.

NO2 stammt zu 70 Prozent aus den Verkehrsemissionen und kommt daher in höheren Konzentrationen vor allem in der Nähe stark befahrener Strassen vor. Einem Schadstoffanstieg infolge des seit Jahren steigenden Verkehrsaufkommens habe mit verkehrslenkenden Massnahmen und technischen Emissionsminderungen besonders bei Schwerlastfahrzeugen entgegen gewirkt werden können, die motorentechnische Entwicklung zur Verringerung der NO2-Abgaswerte zeige bisher aber nur begrenzte Fortschritte, heisst es in einer Aussendung der Vorarlberger Landesregierung.  

(pd7red)

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