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Die Unwetter verursachten einen Schaden von über 26 Millionen Franken. (Symbolfoto: Shutterstock)
Klimawandel
Region|13.01.2022 (Aktualisiert am 13.01.22 09:47)

Hagel und Schnee richteten 2021 Rekordschäden an

ST. GALLEN - Die Schadenbilanz der Gebäudeversicherung St. Gallen für das Jahr 2021 ist ausserordentlich: Vor allem die heftigen Unwetter im Sommer, aber auch Schneedruckschäden und überdurchschnittliche Brandschäden hätten zu einer Schadensumme von rund 56,8 Millionen Franken bei. Die Hagelschäden brachen alle Rekorde, teilte die Versicherung mit.
Die Unwetter verursachten einen Schaden von über 26 Millionen Franken. (Symbolfoto: Shutterstock)
ST. GALLEN - Die Schadenbilanz der Gebäudeversicherung St. Gallen für das Jahr 2021 ist ausserordentlich: Vor allem die heftigen Unwetter im Sommer, aber auch Schneedruckschäden und überdurchschnittliche Brandschäden hätten zu einer Schadensumme von rund 56,8 Millionen Franken bei. Die Hagelschäden brachen alle Rekorde, teilte die Versicherung mit.

Im Juni und Juli kam es mehrfach zu heftigen Sommergewittern. Diese hätten vor allem im Linthgebiet, Toggenburg, Rheintal und im Fürstenland zu vielen Gebäudeschäden geführt. Die Sommerunwetter verursachten eine Schadensumme in der Höhe von insgesamt 26,2 Millionen Franken. Dies entspreche 73 Prozent aller Elementarschäden im Jahr 2021. Es kam dabei vor allem zu Hagel- und Überschwemmungsschäden. Allein die Hagelschäden machten 21,5 Millionen Franken aus, schreibt die Versicherung. Dazu Tommy Winiger, Leiter Versicherung: «Noch nie in der Geschichte der Gebäudeversicherung verzeichneten wir eine solch hohe Schadenssumme und so viele Schadenfälle infolge von Hagel. Und die Gebäudeversicherung gibt es immerhin schon seit 1807. Die Sommer-Unwetter verursachten insgesamt 4400 Elementarschadenfälle. Dies forderte von unseren Mitarbeitenden ausserordentlichen Einsatz.»

Die grossen Schneemengen im Januar hätten zu einer Schadensumme infolge von Schneedruck und Schneerutsch von insgesamt rund 4,1 Millionen Franken geführt. Winiger führt aus: «Innerhalb von wenigen Tagen verursachten die Schneemengen im ganzen Kantonsgebiet Schäden an rund 680 Gebäuden. Dabei wurden vor allem Dächer und Dachaufbauten beschädigt. Letztmals höher war die Schadenbelastung durch Schneedruck und Schneerutsch im Schnee- und Lawinenwinter 1999.» Das langjährige Mittel betrage bei den Schneedruck- und Schneerutsch-Schäden 1 Million Franken.

Höchste Gesamtschadensumme seit fast 20 Jahren

Letztmals habe die Gesamtbelastung durch Elementar- und Brandschäden im Jahr 2002 die 55-Millionen-Grenze geknackt. Das Schadenjahr mit einer Gesamtschadensumme von 56,8 Millionen Franken gehe damit prägend in die Annalen ein. Während im langjährigen Mittel die Elementarschäden jährlich 14,7 Millionen Franken betragen, resultierte 2021 eine Schadensumme infolge von Naturereignissen von 35,6 Millionen.

Auch die Brandschäden seien im Mehrjahresvergleich überdurchschnittlich ausgefallen: Bei den Brandschäden betrage das langjährige Mittel 16,7 Millionen Franken. 2021 entstanden insgesamt 21,2 Millionen Franken Gebäudeschäden durch Brandfälle. Über 38 Prozent der Fälle seien auf die Schadenursache Elektrizität zurückzuführen.

Versicherungsprämien bleiben trotz Rekordjahr konstant

Trotz der ausserordentlich hohen Schadenbelastung im Jahr 2021 bleiben die Versicherungsprämien gemäss Mitteilung auch 2022 konstant. Die Gebäudeversicherung habe ein finanzielles Polster, um solch schadensreiche Jahre überbrücken zu können.

(red / pd)

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