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Region|16.07.2020 (Aktualisiert am 16.07.20 08:35)

Polizei warnt vor undurchsichtigen Online-Finanzanlagen

CHUR - Die Kantonspolizei Graubünden hat sich vermehrt mit Anzeigen wegen betrügerischen online-Geldanlagen zu befassen. Wie sie in einer Aussendung mitteilt, waren die Geschädigten auf der Suche nach Gewinn versprechenden Anlagemöglichkeiten, sahen ihr Geld jedoch nie wieder.

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CHUR - Die Kantonspolizei Graubünden hat sich vermehrt mit Anzeigen wegen betrügerischen online-Geldanlagen zu befassen. Wie sie in einer Aussendung mitteilt, waren die Geschädigten auf der Suche nach Gewinn versprechenden Anlagemöglichkeiten, sahen ihr Geld jedoch nie wieder.

Die 25 Geschädigten, die sich bei der Kantonspolizei Graubünden meldeten, seien grossteils im Pensionsalter. Sie waren online auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten. Dabei stiessen sie laut der Polizei auf äusserst professionell geführte Plattformen. Nachdem Sie ihr Interesse mittels Kontaktformular bekundet hätten, seien sie prompt von Englisch oder Deutsch sprechenden Personen kontaktiert und zu Investitionen gedrängt worden. Einige Personen tätigten daraufhin vermeintliche online-Investitionen und wurden von den sehr professionell auftretenden Anlageberatern telefonisch umsorgt, heisst es in der Aussendung weiter. Nach getätigten Investitionen forderten Geschädigte das investierte Geld und den vermeintlich erworbenen Gewinn zurück. Teilweise wurde der Kontakt plötzlich abgebrochen oder die Auszahlungen an die Geschädigten wurden unter dubiosen Ausreden immer wieder nach hinten verschoben. In einem Fall verlor ein Geschädigter laut Polizeiangaben über sechshunderttausend Franken. 

Identitätsdiebstahl

Im Verlaufe der Gespräche wurden die Geschädigten sogar dazu angehalten, ihre Identitätskarte (ID) oder den Pass zu kopieren oder zu fotografieren und zu übermitteln. Die Gefahr sei laut Kantonspolizei gross, dass mit diesen Daten Konten eröffnet und beispielsweise Geld gewaschen oder weitere illegale Geschäfte betrieben werden. 

Prävention

Die Kantonspolizei Graubünden rät Folgendes:

  • Investitionen mit der Hausbank oder dem Berater / der Beraterin des Vertrauens besprechen.
  • Unter keinen Umständen ID- oder Passkopien versenden.
  • Keine Anlagen unter Zeitdruck tätigen.
  • Nicht von professionellem Auftritt blenden lassen.
  • Nur Geldanlagen tätigen, welche man versteht.

Weitere Informationen sind unter der Seite der Schweizer Finanzmarktaufsicht (finma) abrufbar.


(pd/red)

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