Tierärztin Luzia Schweizer-Trösch der Tierarztpraxis «Kreuzberg». (Fotos: Ursina Marti)
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Region|18.09.2019 (Aktualisiert am 18.09.19 10:05)

Tierärztin: Mein Traumberuf

GAMS - Als kleines Kind hat ziemlich jeder einen Traumberuf, den man ausüben möchte, sobald man erwachsen ist.

Tierärztin Luzia Schweizer-Trösch der Tierarztpraxis «Kreuzberg». (Fotos: Ursina Marti)

GAMS - Als kleines Kind hat ziemlich jeder einen Traumberuf, den man ausüben möchte, sobald man erwachsen ist.

Feuerwehrmänner, Polizisten oder auch Piloten beeindrucken meist viele Kinder und lassen sie staunen. Auch ein beliebter Kindertraum ist der Job einer Tierärztin, und genau dies ist der Alltag von Luzia Schweizer-Trösch. Jeden Tag pflegt sie kleine oder grosse, wuschelige, süsse Tiere. Schon als kleines Kind wusste sie: «Wenn ich gross bin, werde ich Tierärztin.» Nun ist sie Mitte 30 und führt zusammen mit ihrem Mann eine eigene Tierarztpraxis in Gams, wo sie meist von morgens früh bis spät am Abend und fast täglich arbeitet. «Manchmal bin ich um sechs Uhr morgens unterwegs, und an den meisten Tagen bin ich erst um 0 Uhr wieder zu Hause. Lange und strenge Tage gehören zu diesem Job dazu.» Sie ist aber glücklich, dass sie ihrem Traumberuf täglich nachgehen kann und einiges erlebt. Doch man müsse dafür gemacht sein, Flexibilität sei wichtig und vor allem müsse man auch damit klarkommen, dass dieser Beruf auch seine Schattenseiten hat.

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(Fotos: Ursina Marti)

Aufgewachsen in einem ­Hotel

Luzia Schweizer-Trösch wuchs mit ihrer Familie in einem Hotel auf, interessierte sich aber mehr für Tiere und verbrachte fast jeden Tag im Stall. Die Stallbesuche waren nicht einfach so ein tägliches Muss für Luzia Schweizer-Trösch, sie wusste schon mit jungen Jahren, dass sie eines Tages ihr Geld als Tierärztin verdienen möchte und das hat sich auch nie geändert. Nach der Schule besuchte sie die Matura und studierte im Anschluss fünf Jahre Tiermedizin. Jetzt ist sie bereits seit zehn Jahren Tierärztin und hilft den kleinen und grossen pelzigen Patienten. Doch wie Luzia Schweizer-Trösch erzählt, kann nicht jeder, der Tierarzt/-in werden möchte, das auch tun. Am Anfang muss sich jeder einem Eignungstest stellen, da es aktuell zu viele Personen gibt, die gerne den Beruf Tierarzt studieren möchten.

«Wenn ich gross bin, werde ich Tierärztin.»

Kinder bewundern mich

Immer wieder kommen kleine Besucher mit ihren Patienten zu Luzia Schweizer-Trösch in die Praxis und suchen Hilfe. Dabei wird sie vor allem dann bewundert, wenn sie den Tieren erfolgreich helfen konnte. Doch nicht immer ist den Kindern von Anfang an klar, dass es auch traurige Momente im Beruf eines Tierarztes gibt. Dennoch geht es in den meisten Fällen gut aus und die Kinder verlassen dankend und lächelnd die Praxis mit ihrem Haustier.

Starke Nerven sind von Vorteil

So einfach der Beruf auch klingt, es ist von Vorteil, wenn man einiges verträgt. Wer mit Grosstieren arbeiten möchte, müsse robust sein und darf keine Angst vor unsauberen Arbeiten haben. Nicht selten besucht man einen Bauern in seinem Stall und hilft, wenn beispielsweise eine Geburt bei einer Kuh ansteht. Doch auch die Jahreszeiten sind nicht ohne im Alltag eines Tierarztes. Im Winter, wenn es fröstelnd kalt ist und man eine Geburt begleitet, muss man Durchhaltevermögen zeigen. Und auch im Sommer ist es nicht immer einfach, wenn brütende Hitze herrscht. Ob mit Klein- oder Grosstieren, viel Empathie haben, vor allem dann, wenn man ein Tier von seinem Leiden befreit, denn nicht nur das Tier ist Patient, sondern auch die Besitzer sind wichtig und brauchen in solchen Momenten Unterstützung.

(um)

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