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Sonnenbrand ist ein deutliches Zeichen, dass die Hautzellen durch zu viel UV-Strahlung geschädigt wurden. (Foto: SSI)
Vermischtes
Region|16.08.2019

Der Sonnenbrand – ein schmerzhaftes Ekel

Ein Sprung ins Wasser zur Abkühlung und dann ­wieder auf dem Badetuch weiterdösen oder eine Wanderung in die Berge machen und auch da ­immer von der Sonne ­begleitet.

Sonnenbrand ist ein deutliches Zeichen, dass die Hautzellen durch zu viel UV-Strahlung geschädigt wurden. (Foto: SSI)

Ein Sprung ins Wasser zur Abkühlung und dann ­wieder auf dem Badetuch weiterdösen oder eine Wanderung in die Berge machen und auch da ­immer von der Sonne ­begleitet.

Ja, die Sonnencreme mag eingepackt sein und wurde auch auf die Haut geschmiert, doch einmal reicht einfach nicht. Und wenn man dann am Abend wirklich knallrot wie ein Krebs ist und kaum noch weiss, wie liegen, ja dann wäre man froh, man hätte sich besser vor der Sonne geschützt. Frau Dr. Weigel von der Hautarztpraxis Kühne in Buchs hat uns dazu Tipps, um vorzubeugen oder wenn man schon ein Krebs ist, denn Sonnenbrand zu behandeln.

Wie kann ich gegen einen Sonnenbrand vorbeugen?

Um sich das Eincremen von Kopf bis Fuss zu ersparen, besonders bei Kleinkindern eine mühsame Prozedur, sollte man auf Kleidung mit integriertem Sonnenschutz zurückgreifen. Da wird dunkle Kleidung empfohlen, denn schwarzer Stoff absorbiert 97 % aller Strahlung. Auch hat man mit dicht gewebter Kleidung mehr Schutz als mit dünnen Stoffen und es wird Polyester anstatt Baumwolle und Viskose empfohlen. Wer sich UV-Schutzkleidung zulegt, sollte darauf achten, dass das Gütesiegel «UV-Standard 801» vorhanden ist. Dennoch, die Sonnencreme ist somit nicht verbannt. Wichtig dabei, den richtigen Sonnenschutzfaktor benutzen und die Creme genügend dick aufzutragen. Wer gerade im Wasser war oder stark schwitzt, sollte sich regelmässig wieder eincremen, auch wenn ein Wasserschutz in der Sonnencreme vorhanden ist.

Welchen Sonnenschutz braucht meine Haut?

Je heller und empfindlicher die Haut gegenüber der Sonne ist, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Menschen mit einem hellen Hauttyp haben oft nur eine Sonnenbrandschwelle von zehn Minuten. Ausserdem ist es wichtig zu wissen, dass die UV-Strahlung in den Bergen viel höher ist als im Tal. Auch da gilt, guter Sonnenschutz und genügend Sonnencreme. Generell wird heutzutage ein Sonnenschutzfaktor von 50+ empfohlen, vor allem für empfindliche Hautpartien wie das Gesicht.

Was genau macht die ­Sonnencreme mit meiner Haut?

Die Sonnencreme bildet auf unserer Haut sozusagen eine Schutzschicht und diese sollte man am Tag auch immer wieder erneuern, so bleibt die Schutzschicht erhalten, insbesondere nach Wasserkontakt.

Wie schädlich ist ein ­Sonnenbrand?

Die Hauptursache für Hautkrebs ist zu viel UV-Strahlung von der Sonne oder dem Solarium. Ein Sonnenbrand ist ein deutliches Zeichen, dass die DNA in den Hautzellen durch zu viel UV-Strahlung geschädigt wurde. Wenn man beispielsweise nur alle zwei Jahre einen Sonnenbrand hat, kann dies das Risiko von schwarzem Hautkrebs verdreifachen. Aber nicht eine Überdosis alleine ist gefährlich, sondern auch die kontinuierliche UV-Strahlung über Jahre. Der weisse Hautkrebs tritt beispielsweise im zunehmenden Alter auch ohne erlittene Sonnenbrände auf.

Wie behandle ich meinen Sonnenbrand?

Die Behandlung eines Sonnenbrandes richtet sich nach dem Schweregrad. • Grad 1: Rötungen, brennende Haut und Juckreiz • Grad 2: zusätzliche Blasenbildung • Grad 3: Weitgehende zerstörte Haut und flächenmässige Ablösungen. Bei Grad 1 sollte man schleunigst aus der Sonne, ein Schattenplatz reicht dann nicht aus, weil auch dort die UV-Strahlen zur Haut durchdringen. Bei einem Sonnenbrand sollte man zudem viel trinken, denn der Körper verliert viel Flüssigkeit. Die betroffenen roten Stellen kann man dann mit ­Umschlägen oder einem Wickel mit Wasser oder abgekühltem Schwarztee behandeln. Kühlbeutel sollten nie direkt mit der haut in Kontakt kommen. Auch hilft bei einem Sonnenbrand lokal eine Lotion, Gel, Schaumspray oder stark wasserhaltige Creme aufzutragen. Diese sollten möglichst frei von Alkohol und Duftstoffen sein. Um die Entzündung zu hemmen, können Medikamente wie ASS oder Ibuprofen eingesetzt werden. Im Fall eines Sonnenbrandes mit Grad 2 sollte man einen Arzt aufsuchen und die Brandblasen fachgerecht öffnen lassen. Zudem helfen spezielle Brandgels und Kortison haltige Lokaltherapien. Bei Grad 3 eines Sonnenbrandes schnellst möglich ins Krankenhaus, denn in diesem Fall besteht die Gefahr von Infektionen.

(um)

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