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Region|23.03.2020 (Aktualisiert am 23.03.20 13:35)

Deutlich mehr Gewalttaten im Kanton St. Gallen

ST. GALLEN - Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist im Kanton St. Gallen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Stark zugenommen haben aber die Gewaltdelikte. Erstmals legt die Polizei auch Zahlen zu Cyber-Delikten vor.

Insgesamt wurden 2019 in St. Gallen rund 25 000 Straftaten erfasst, wie aus der am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik der Kantonspolizei hervorgeht. Ausschlaggebend für den Rückgang um 6 Prozent waren vor allem die Drogendelikte (-1462). Die Polizei führt das auf den straffreien Einzug von Kleinmengen an Drogen zurück.

Massiv zugenommen haben die schweren Gewalttaten (Tötungsdelikte, Körperverletzungen, Raub und Vergewaltigungen). Die Statistik weist hier gegenüber dem Vorjahr einen Sprung von 69 auf 115 Taten aus. Sämtliche Tötungsdelikte und Tötungsversuche wurden aufgeklärt. Insgesamt konnte die Polizei 60 Prozent der Straftaten klären.

1231 Cyber-Delikte

Erste Jahreszahlen legte das im Herbst 2018 gebildete «Kompetenzzentrum Cybercrime» der Polizei und der Staatsanwaltschaft vor: Von den total erfassten 1231 Cyber-Delikten waren die Mehrheit (923 Fälle) Vermögensdelikte wie Internet-Betrüge. Hinzu kamen 174 Sexualdelikte, vorwiegend Internet-Pornografie, sowie Beschimpfungen und üble Nachrede.

Die Polizei vermutet bei den Cyber-Delikten eine hohe Dunkelziffer, weil nur ein kleiner Teil der Straftaten angezeigt würden. Die Zahlen zeigten, wie eminent wichtig die permanente Weiterentwicklung der Strafverfolgungsbehörden sei - speziell im Bereich Cyberdelikte, heisst es.

(sda)

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