(Foto: IKR/ZVG)
Politik
Region|14.01.2022 (Aktualisiert am 14.01.22 15:05)

Klimawandel und Verkehr in den Alpen

VADUZ - Auf Einladung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben Umweltministerin Sabine Monauni und Verkehrsministerin Graziella Marok-Wachter am Freitag an der virtuellen Konferenz der Umwelt- und Verkehrsminister der Alpenstaaten teilgenommen.
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VADUZ - Auf Einladung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben Umweltministerin Sabine Monauni und Verkehrsministerin Graziella Marok-Wachter am Freitag an der virtuellen Konferenz der Umwelt- und Verkehrsminister der Alpenstaaten teilgenommen.

Die Schweiz, welche aktuell sowohl den Vorsitz der Alpenkonvention als auch des Zürich Prozess innehat, bat zur Konferenz, um über den Klimawandel in den Alpen und den Verkehr als grössten Verursacher von CO2-Emmissionen im Alpenraum zu sprechen. Basierend auf einem Diskussionspapier erörterten die Delegationen Lösungsansätze im Bereich Güter- und Personenverkehr sowie Tourismus, die sowohl zur Dekarbonisierung im Verkehrsbereich als auch zum Erhalt der Biodiversität im Alpenraum beitragen sollen.

Gemäss einer Aussendung der Regierung betonte Sabine Monauni im Rahmen der Konferenz sowohl Bedeutung des Klimaschutzes und des nachhaltigen Tourismus in der Alpenregion, als auch grosse Bedeutung der Zusammenarbeit der Alpenstaaten im Rahmen der Alpenkonvention. Sie hoffe, dass die COVID19-Krise als Chance genutzt werde, um eine nachhaltige und grüne Wirtschaft ins Leben zu rufen.

Liechtenstein vom Klimawandel besonders betroffen

Liechtenstein als ganz in den Alpen liegendes Land sei besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. "Entsprechend sehen wir uns auch in der Verantwortung, unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", wird Sabine Monauni zitiert. Schwerpunkte würden in den Bereichen Gebäude und Verkehr und mit dem Liechtenstein-Weg auch im nachhaltigen Tourismus gelegt.

Zusammenarbeit im Verkehrsbereich

Graziella Marok-Wachter zeigte gemäss Mitteilung in ihrem Votum die Besonderheiten der Verkehrssituation in Liechtenstein auf und erwähnte, dass der Verkehr einerseits durch einen hohen Anteil an grenzüberschreitender Pendlermobilität und andererseits durch die begrenzten Flächen, die für die Mobilität zur Verfügung stehen, geprägt ist.

Viele Punkte aus dem Diskussionspapier würden sich mit den Zielsetzungen des Mobilitätskonzepts 2030 decken. So werde in Liechtenstein im Frühjahr 2022 beispielsweise ein Fahrradverleihsystem gekoppelt an den öffentlichen Verkehr lanciert. Parallel dazu soll das Radroutennetz optimiert und ausgebaut werden, insbesondere auch in Abstimmung mit Liechtensteins unmittelbaren Nachbarn in Österreich und der Schweiz. "Liechtenstein begrüsst daher ausdrücklich die gegenständliche Diskussion und bedankt sich bei der Schweiz für die Initiative. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit", betonte Graziella Marok-Wachter im Rahmen der Konferenz.

(sb)

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