Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
(Symbolfoto: Shutterstock)
Politik
Region|25.06.2020 (Aktualisiert am 25.06.20 09:12)

Fachkräftemangel in der Pflege mit Teilzeitausbildung beheben

ST. GALLEN - Das Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen will den Fachkräftemangel in der Pflege angehen. Nach der Einführung einer Ausbildungsverpflichtung für Spitäler prüfte man nun eine Teilzeitausbildung für Quereinsteigende, heisst es in einer Aussendung. Für die Ausgestaltung der neuen Ausbildung seienauch Ideen aus der Bevölkerung gefragt. Das Gesundheitsdepartement startet deshalb eine Onlinebefragung.

(Symbolfoto: Shutterstock)

ST. GALLEN - Das Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen will den Fachkräftemangel in der Pflege angehen. Nach der Einführung einer Ausbildungsverpflichtung für Spitäler prüfte man nun eine Teilzeitausbildung für Quereinsteigende, heisst es in einer Aussendung. Für die Ausgestaltung der neuen Ausbildung seienauch Ideen aus der Bevölkerung gefragt. Das Gesundheitsdepartement startet deshalb eine Onlinebefragung.

Bis 2030 muss die Zahl der Pflegefachpersonen im Kanton St.Gallen deutlich steigen, so das Gesundheitsdepartement. Besonders prekär zeige sich die Situation bei den diplomierten Pflegefachpersonen mit einer tertiären Ausbildung (Höhere Fachschule HF und Fachhochschule FH). Auswirkungen hat der Fachkräftemangel nach jetzigen Erkenntnissen des Departements besonders stark in der Langzeitpflege und der spitalexternen Pflege (Spitex).

Das zeigte eine Analyse zum Fachkräftemangel in der Pflege, die das Gesundheitsdepartement 2018 gemeinsam mit dem Departement des Innern, der Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten VSGP sowie den betroffenen Fachorganisationen (Spitexverband, Curaviva, Pro Senectute, Organisation der Arbeitswelt für Gesundheits- und Sozialberufe) durchführen liess.

Teilzeitausbildung im Fokus

Neben bereits lancierten Massnahmen, wie beispielweise den Ausbildungsverpflichtungen für Spitäler auf der Spitalliste des Kantons St.Gallen, prüft das Gesundheitsdepartement nun auch die Einführung einer Teilzeitausbildung und entsprechende Finanzierungsmodelle.

Damit reagiere man auf ein Bedürfnis: Regelmässig würden sich laut Aussendung Quereinsteigende aus anderen Branchen erkundigen, unter welchen Voraussetzungen ein Studium in der Pflege (FH oder FH) möglich sei. Oft scheitere das Vorhaben an geeigneten Ausbildungsmodellen und der Entlöhnung. Ab einem gewissen Alter sind die Lebenskosten höher und lassen sich nicht mehr mit einem Ausbildungslohn decken, erklärt das Gesundheitsdepartement.

Die neue Teilzeitausbildung soll deshalb auf die Bedürfnisse und Lebenssituationen der Quereinsteigenden ausgerichtet werden. So soll der Lehrgang mit einer Teilzeit-Anstellung kombiniert werden können oder die Vereinbarkeit mit Familie erlauben. Interessant wäre das Angebot laut Aussendung auch für Fachangestellte Gesundheit, die so weiter als Fachangestellte arbeiten und gleichzeitig Teilzeit die Ausbildung als diplomierte Pflegefachperson HF/FH absolvieren könnten.

Onlinebefragung soll Aufschluss geben

Aus diesem Grund startet das Gesundheitsdepartement eine Onlinebefragung. Sie soll unterschiedliche Modelle auf ihre Praxistauglichkeit prüfen. Die Resultate aus der Befragung fliessen anschliessend in die Konzeption des neuen Lehrgangs ein. Interessierte Personen können bis zum 18. September 2020 unter dem folgenden Link an der Umfrage teilnehmen: http://www.pflegeteilzeit.ch

 

(pd/red)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Region|23.06.2020 (Aktualisiert am 23.06.20 09:09)
Kommission berät Bericht zu Extremismus in St. Gallen
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung