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Liechtenstein|24.11.2022 (Aktualisiert am 24.11.22 18:27)

Casino Maximus schliesst

SCHAAN - Der Casinomarkt dünnt sich weiter aus: Das Casino Maximus in Schaan muss nach wenigen Monaten bereits wieder schliessen. Ein rentabler Betrieb war nicht möglich, heisst es in einer Aussendung.

SCHAAN - Der Casinomarkt dünnt sich weiter aus: Das Casino Maximus in Schaan muss nach wenigen Monaten bereits wieder schliessen. Ein rentabler Betrieb war nicht möglich, heisst es in einer Aussendung.

Bereits am 30. November wird das Casino Maximus demnach seine Pforten schliessen. "Mit dieser proaktiven Massnahme soll ein wesentlicher Beitrag zur Konsolidierung des Casino-Marktes in Liechtenstein geleistet und eine Fokussierung auf die etablierten Standorte der Gruppe ermöglicht werden", schreiben die Betreiber.

Ein Grossteil der Mitarbeitenden könne in den Casinos in Ruggell, Bendern und Triesen weiterbeschäftigt werden, heisst es in der Mitteilung. Die weiteren Angestellten würden bestmöglich bei einer beruflichen Neuorientierung unterstützt.    

Die MCL-Resorts AG wurde im Februar 2022 von der deutschen Unternehmerfamilie Schmid übernommen und konnte nach kurzer Umbauphase und Erteilung der Spielbankenbewilligung am 11. Mai 2022 das Casino Maximus in Schaan eröffnen. Eigentümer sind die Gryphon Management (FL) AG (Tochtergesellschaft der Gryphon Invest AG und Teil der NOVO SWISS Gruppe) mit 60% und die W-LI Holding AG mit 40%.

«Nachdem im vergangenen Jahr eine Akquisition des Casino Maximus an uns herangetragen wurde, haben wir das Projekt mit grossem Interesse übernommen und innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Leider konnten unsere Erwartungen trotz grösster Bemühungen und unermüdlichem Einsatz der Mitarbeitenden nicht erfüllt werden», wird Dieter Bettschar, Präsident des Verwaltungsrates der MCL-Resorts AG in der Mitteilung zitiert

Aufgrund der aktuellen Angebotslage, der sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der vorhandenen Kostenstruktur, konnte mit dem Standort bis anhin kein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, heisst es seitens der Betreiber weiter. Es sei zudem nicht davon auszugehen, dass der Standort nachhaltig profitabel betrieben werden kann. «Wir bedauern, uns zu diesem schwierigen Schritt gezwungen zu sehen. Gleichzeitig sind wir jedoch der Überzeugung, dass diese frühzeitige Massnahme für alle Involvierten die beste Lösung darstellt und einer weiteren Verschärfung der Marktsituation entschieden entgegenwirkt», so Dieter Bettschar weiter.

Ein Grossteil der rund 80 Mitarbeitenden soll an den Standorten der Gruppe in Ruggell, Bendern und Triesen weiterbeschäftigt werden. Der Stellenabbau soll damit minimiert und möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Entsprechend wurde auch die Anhörung der Arbeitnehmervertretung frühzeitig initiiert und ist derzeit im Gange. «Unseren Mitarbeitenden fühlen wir uns besonders verpflichtet und bedanken uns herzlich für den wertvollen Beitrag und das grosse Engagement der letzten Monate», werden die beiden Geschäftsführer Philipp Nossek und Dominika Zangerle in der Mitteilung zitiert.

Die NOVO SWISS Gruppe ist seit 2017 in Liechtenstein tätig und konnte mit dem ADMIRAL Standort in Ruggell das erste Casino im Land eröffnen. Gemeinsam mit den weiteren Mehrheitsbeteiligungen (Casino ADMIRAL Triesen und Grand Casino in Bendern), beschäftigt die Gruppe insgesamt mehr als 380 Mitarbeitende und hat laut eigenen Angaben kumulativ rund 120 Millionen Franken an Steuern und Abgaben sowie über 500'000 Franken an Sponsoring und weiteren Beträgen im öffentlichen Interesse geleistet. Ferner sei gesamthaft eine Summe von rund 35 Millionen Franken in den operativen Betrieb investiert.

(red/pd)

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