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Wirtschaft
Liechtenstein|13.09.2021 (Aktualisiert am 13.09.21 17:02)

Erstmals seit Finanzkrise wieder weniger Beschäftigte

VADUZ - Üblicherweise steigt die Zahl der Beschäftigten in Liechtenstein Jahr für Jahr an. Eine Ausnahme bildete die Finanzkrise - und natürlich das Coronajahr 2020.

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VADUZ - Üblicherweise steigt die Zahl der Beschäftigten in Liechtenstein Jahr für Jahr an. Eine Ausnahme bildete die Finanzkrise - und natürlich das Coronajahr 2020.

2020 war aufgrund der Covid-19-Pandemie ein schwieriges Jahr, teilte das Amt für Statistik am Montag mit. Die Zahl der Beschäftigten steigt in Liechtenstein normalerweise Jahr für Jahr an, seit 2002 gab es erst zwei Ausnahmen. In der Finanzkrise 2009 gab es 2,2 Prozent weniger Beschäftigte und auch im vergangenen Jahr sank deren Zahl um 0,7 Prozent. Per 31. Dezember waren 40 328 Personen in Liechtenstein beschäftigt.

Für zwei Prozent der Vollzeitäquivalente Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt

Eine Sonderauswertung der ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen ergibt, dass per Stichtag 31. Dezember 2020 für 2 Prozent der 34 292 Vollzeitäquivalente eine Vergütung geleistet wurde. Die höchsten Anteile an Kurzarbeit weisen die Wirtschaftszweige Kunst, Unterhaltung und Erholung mit 21,1 Prozent und das Gastgewerbe mit 18,1 Prozent auf.

Weniger Arbeitnehmer, mehr Unternehmen

Gegenüber dem Vorjahr wurde in Liechtenstein 2020 mit 5179 Unternehmen ein Zuwachs von 2,6 Prozent verzeichnet. Das liegt unter dem durchschnittlichen Wachstum der letzten fünf Jahre (+3,1 Prozent pro Jahr).

Während sich die Anzahl der Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent verringerte, nahmen  die Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten um 2,7 Prozent und jene mit 10 bis 49 Beschäftigen um 3,2 Prozent zu.

Beschäftigungsstatistik kurz zusammengefasst
  • 40 328 Menschen arbeiteten per 31. Dezember 2020 in Liechtenstein. 56 Prozent sind Grenzgänger.
  • Gegenüber 2019 verringerte sich die Anzahl der Zupendelnden um 198 Personen respektive 0,9 Prozent. 58,1 Prozent der Pendler wohnten in der Schweiz, 38 Prozent in Österreich, 2,8 Prozent in Deutschland und 1,1 Prozent in anderen Staaten.
  • Von den 39 433 Einwohnern stehen 19 991 im Erwerbsleben, 2174 pendeln dazu ins nahe Ausland.
  • Die meisten Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor (63 Prozent), 36 Prozent im Industriesektor und nur 0,6 Prozent in der Landwirtschaft. In den vergangenen zehn Jahren büsste die Industrie zugunsten der Dienstleistungen 3,2 Prozent der Beschäftigten ein.
  • 40 Prozent der Beschäftigten sind Frauen.
  • 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten Teilzeit. Während bei den Frauen jede Zweite in Teilzeit angestellt ist, arbeiten nur 15 Prozent der Männer unter 80 Prozent.
  • 3,4 Prozent der Beschäftigten sind selbstständig.
  • Von den am Jahresende 5179 in Liechtenstein gezählten Unternehmen sind 86 Prozent dem Sektor Dienstleistungen, 12 Prozent der Industrie und 2 Prozent der Landwirtschaft zuzuordnen. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent und damit nur leicht unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 2,8 Prozent.
  • Der überwiegende Teil der Firmen (89 Prozent) hat weniger als 10 Beschäftigte angestellt. Lediglich bei 2,1 Prozent der Unternehmen arbeiten 50 und mehr Personen.
(red/pd)

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