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Wirtschaft
Liechtenstein|25.08.2020 (Aktualisiert am 25.08.20 09:16)

LLB erzielt Konzernergebnis auf Vorjahresniveau

VADUZ - In einem äusserst schwierigen Umfeld, das bestimmt war von der Coronapandemie, hat sich die LLB-Gruppe gut behauptet und einen Halbjahresgewinn auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. Der Netto-Neugeld-Zufluss bestätigt das nachhaltige Wachstum, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

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VADUZ - In einem äusserst schwierigen Umfeld, das bestimmt war von der Coronapandemie, hat sich die LLB-Gruppe gut behauptet und einen Halbjahresgewinn auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. Der Netto-Neugeld-Zufluss bestätigt das nachhaltige Wachstum, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

"Das erste Halbjahr 2020 ist auch für die LLB-Gruppe von den Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie geprägt gewesen. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Unsere Mitarbeitenden haben während dieser herausfordernden Zeit ausserordentlichen Einsatz gezeigt. Wir haben damit bewiesen, dass wir auch in Krisenzeiten leistungsfähig und eine verlässliche Partnerin sind", wird Georg Wohlwend, Präsident des Verwaltungsrates, in einer Aussendung zitiert.

Netto-Neugeld-Zufluss von 1,0 Mia. Franken

Beim organischen Wachstum habe die LLB-Gruppe Beständigkeit bewiesen. Mit einem Netto-Neugeld-Zufluss von 1,0 Mia. Franken ist sie in allen drei Marktdivisionen und Buchungszentren nachhaltig und stabil gewachsen. Wie die LLB weiter mitteilt, sanken die Kundenvermögen marktbedingt auf 73,5 Mia Franken (31.12.2019: 76,3 Mia. Franken). Die Kundenausleihungen stiegen um 0,2 Prozent auf 13,0 Mia. Franken. Das kontinuierliche Wachstum im Hypothekargeschäft konnte mit einer Zunahme um über 200 Mio. Franken oder knapp 2 Prozent bestätigt werden. Das Geschäftsvolumen lag mit 86.5 Mia. Franken nach wie vor auf hohem Niveau.

Ausgewogene und stabile Ertragslage

Die Ertragslage der LLB-Gruppe ist stabil und ausgewogen. Das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft liegt trotz des schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau. Deutlich höhere Volumen im transaktionsbasierten Geschäft haben laut Angaben der LLB dazu geführt, dass die Erträge trotz einer tieferen Asset-Basis mit 99,4 Mio. Franken (1. Semester 2019: 99,0 Mio. Franken) gehalten werden konnten. Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich deutlich auf 46,5 Mio. Franken (1. Semester 2019: 26,8 Mio. Franken). Belastend wirkten hingegen der deutliche Rückgang der US-Dollar-Zinsen sowie das Negativzinsumfeld. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor erwarteten Kreditverlusten nahm um 4,6 Prozent auf 78,8 Mio. Franken ab. Vor dem Hintergrund der Coronakrise hat die LLB-Gruppe die Risikovorsorge erhöht. Es wurden erwartete Kreditverluste im Umfang von netto 13,8 Mio. Franken gebildet (1. Semester 2019: Auflösung von 3,7 Mio. Franken). Insgesamt sank der Geschäftsertrag um 5,9 Prozent auf 210,4 Mio. Franken (1. Semester 2019: 223,7 Mio. Franken). 

Geschäftsaufwand sinkt deutlich

Der Geschäftsaufwand liegt mit 143,1 Mio. Franken klar unter dem der Vorjahresperiode (1. Semester 2019: 152,2 Mio.) Franken. "Zum einen fiel der Personalaufwand durch die Anpassung des Umwandlungssatzes der Pensionskasse tiefer aus, zum anderen konnten durch die erzielte Einigung in einem bestehenden Rechtsfall Rückstellungen aufgelöst werden. Dank weiterer operativer Einsparungen konnte der Sachaufwand erneut, und zwar um 10,5 Prozent, auf 32.9 Mio. Franken, gesenkt werden", schreibt die Bank in ihrer Aussendung.

Die LLB-Gruppe erwirtschaftete im ersten Semester 2020 ein Konzernergebnis von 60,2 Mio. Franken. Dieses liegt damit trotz des schwierigen Umfelds auf dem Niveau der Vorjahresperiode (61,1 Mio. Franken). Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 65,5 Prozent (1. Semester 2019: 69,7 %).

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(red/pd)

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