Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Freuen sich über die neue Partnerschaft: Johannes Wilfried Huber (links), Leiter des Geschäftsbereichs Diamantsysteme bei Hilti, und Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials. (Fotos: ZVG)
Wirtschaft
Liechtenstein|23.07.2020 (Aktualisiert am 23.07.20 09:52)

Hilti schliesst Partnerschaft für mehr Sicherheit und Produktivität

SCHAAN/DUDERSTADT - Die Hilti Gruppe hat mit der Firma Ottobock mit Sitz in Deutschland eine Technologie-Partnerschaft vereinbart. Diese diene der Entwicklung von Exoskelett-Systemen. Wie die Hilti Gruppe am Donnerstag mitteilte, fördern solche Systeme die Sicherheit und die Produktivität in der Bauindustrie.

Freuen sich über die neue Partnerschaft: Johannes Wilfried Huber (links), Leiter des Geschäftsbereichs Diamantsysteme bei Hilti, und Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials. (Fotos: ZVG)

SCHAAN/DUDERSTADT - Die Hilti Gruppe hat mit der Firma Ottobock mit Sitz in Deutschland eine Technologie-Partnerschaft vereinbart. Diese diene der Entwicklung von Exoskelett-Systemen. Wie die Hilti Gruppe am Donnerstag mitteilte, fördern solche Systeme die Sicherheit und die Produktivität in der Bauindustrie.

Der Bautechnologiekonzern Hilti und das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock wollen mit Entwicklungen in den Bereichen Sicherheit, Gesundheitsschutz und Biomechanik ihr Portfolio erweitern. Da beide Unternehmen bereits Erfahrungen auf diesen Gebieten gesammelt hätten, werden sie künftig in der Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten.

Exoskelette seien nunmehr ein «Megatrend». Diese entlasteten körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, wie sie auf den Baustellen täglich vorkommen. «Mit Ottobock haben wir den idealen Partner, um unser Wissen in Sachen Anwenderschutz und Ergonomie mit 100 Jahren Biomechanik-Expertise zu kombinieren. Unsere Technologie-Partnerschaft ist die Basis für die Entwicklung weiterer innovativer und kundenorientierter Systeme», schreibt Johannes Wilfried Huber, Leiter des Geschäftsbereichs Diamantsysteme bei Hilti.

Auch das Unternehmen Ottobock freut sich auf die Zusammenarbeit, wie Firmenleiter Sönke Rössing schreibt: «Wir bauen auf unsere Erfahrungen aus über 500 erfolgreichen Exoskelett-Projekten, unter anderem in der Automobilindustrie und im Handwerk. Das Potenzial für Lösungen, die die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduzieren, ist in der Bauindustrie sehr hoch. Dieses Standbein wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam ausbauen», Der Unternehmensbereich entwickle seit 2012 industrielle Exoskelette der Paexo-Produktpalette. Das mit dem Ziel, gesündere Arbeitsplätze zu schaffen.

Anwen­dungs­beispiel: Das Hilti EXO-O1 entlastet den Anwender bei seriel­len Schraubarbeiten, die über der Schulter oder über dem Kopf ausgeführt werden müssen.

Erstes Produkt soll diesen Herbst kommen

Als erstes gemeinsames Produkt will Hilti im Herbst 2020 das «EXO-O1» auf den Markt bringen. Dabei handle es sich um ein Modell, das keine Energiezufuhr benötigt. Wie das funktionieren soll, erklärt die Hilti in ihrem Schreiben wie folgt: «Das Gewicht der Arme wird über die Armschalen mithilfe mechanischer Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Dies reduziert die Spitzen-Belastung der Muskulatur und entlastet die Schulter gemäss unabhängigen Studien und Untersuchungen von Ottobock um bis zu 47 Prozent.» Dadurch könnten Exoskelette einen erheblichen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten, insbesondere bei Arbeiten im Überkopf- und Überschulterbereich. Im Beispiel der Bauindustrie betreffe das etwa Arbeiten, von denen entweder viele Durchgänge nötig sind oder die länger dauern. Solche Exoskelette würden die Produktivität steigern, meint Hilti. Auch würden sie Verletzungen und Muskel- beziehungsweise Skelett-Erkrankungen verringern. Diese zählen gemäss Aussendung zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit.

(red / pd)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Wirtschaft
Liechtenstein|gestern 10:08 (Aktualisiert gestern 14:47)
Bank Alpinum behält Lizenz - FMA-Prüfung abgeschlossen
Volksblatt Werbung