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Coronavirus
Liechtenstein|23.05.2020 (Aktualisiert am 23.05.20 08:36)

Am Ende bleibt das Homeoffice

VADUZ - In der aktuellen Krise mussten in vielen Unternehmen und der Verwaltung Arbeitsprozesse innert kürzester Zeit umgestellt werden. Während manche ihre Infrastruktur bereits parat hatten, mussten in anderen Bereichen schneller als geplant neue digitale Lösungen gefunden werden. Das «Volksblatt» hat in verschiedenen Sektoren einmal nachgefragt, wie die Pandemie deren Digitalisierungsbemühungen beeinflusste. Von Heimarbeit bis zu digitalem Unterricht hat sich viel bewegt, einiges wird auch nach der Krise bleiben. 

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VADUZ - In der aktuellen Krise mussten in vielen Unternehmen und der Verwaltung Arbeitsprozesse innert kürzester Zeit umgestellt werden. Während manche ihre Infrastruktur bereits parat hatten, mussten in anderen Bereichen schneller als geplant neue digitale Lösungen gefunden werden. Das «Volksblatt» hat in verschiedenen Sektoren einmal nachgefragt, wie die Pandemie deren Digitalisierungsbemühungen beeinflusste. Von Heimarbeit bis zu digitalem Unterricht hat sich viel bewegt, einiges wird auch nach der Krise bleiben. 

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben die digitale Kompetenz Liechtensteins auf die Probe gestellt. Während teils Prozesse, die auf Jahre ausgelegt waren, plötzlich in drei Tagen umgesetzt werden mussten, unterliefen bereits gesetzte Digitalisierungsschritte einem Stresstest, indem sie sich in der Krise bestätigten oder weiteres Potenzial und neue Lösungen offenbarten. «Ich bin überzeugt, dass COVID-19 schon heute die Arbeitswelt nachhaltiger verändert hat, wie dies keine betriebliche Digitalisierungsoffensive in so kurzer Zeit so effizient geschafft hätte», so etwa die Einschätzung von Johannes Hasler, Vorsteher von Gamprin-Bendern. 

Möglichkeiten aufgezeigt

Denn plötzlich zeigt sich, dass vieles genauso gut und teils effizienter digital erledigt werden kann und wie wichtig eine aktuelle und gut gewartete IT-Infrastruktur ist – seien es die Arbeit von zuhause oder die Sitzung per Videokonferenz. Dies konnte auch die Landesverwaltung feststellen, die zwar schon lange die Möglichkeit der Fernarbeit bietet, dies aber erstmals für einen Grossteil der Mitarbeiter als Quasi-Standard umsetzen musste. Die Erfahrungen waren dabei grundsätzlich positiv, hiess es auf «Volksblatt»-Anfrage.

So ist es wenig verwunderlich, dass die flexiblen Arbeitsbedingungen und Videokonferenzen in Landes- und Gemeindeverwaltung – wo es sinnvoll ist – wohl auch nach der Krise vermehrt zum Einsatz kommen dürften und Amtsgeschäfte auf elektronischem Weg durchgeführt werden. Auch bei der Hilti AG, bei der Homeoffice schon länger zum Arbeitsalltag gehört, könnte es durchaus sein, dass die Mitarbeiter in Zukunft öfter zuhause arbeiten und Sitzungen digital abgehalten, so Mediensprecher Matthias Hassler auf Anfrage. 

Dass jedoch nicht alles durch eine digitale Lösung ersetzt werden kann, zeigte sich wiederum im Bildungsbereich. So wurden bei der Fernlehre an den liechtensteinischen Schulen und der Universität in kürzester Zeit eine neue Infrastruktur entwickelt und wichtige Erfahrungen mit dem digitalen Unterricht gesammelt. Doch obwohl die digitalen Lerninhalte auch nach der Krise weiterhin Teil der Wissensvermittlung sein werden, hat sich gezeigt, dass die soziale Komponente des Lernens im Seminarraum oder Klassenverband nicht ersetzt, sondern nur ergänzt werden kann.

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