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Die Telecom Liechtenstein. (Archivfotos: MZ)
Wirtschaft
Liechtenstein|07.04.2020 (Aktualisiert am 07.04.20 17:58)

Telecom FL schreibt 1,7 Millionen Franken Verlust

VADUZ - Die Telecom Liechtenstein schliesst das vergangene Jahr mit einem Minus von 1,7 Millionen Franken ab - ein geplanter Verlust wegen Restrukturierungskosten, die planmässig verlaufen würden.

Die Telecom Liechtenstein. (Archivfotos: MZ)

VADUZ - Die Telecom Liechtenstein schliesst das vergangene Jahr mit einem Minus von 1,7 Millionen Franken ab - ein geplanter Verlust wegen Restrukturierungskosten, die planmässig verlaufen würden.

Der Telekommunikationsmarkt in Liechtenstein sei sehr stark umkämpft und von grossen Veränderungen geprägt, teilte die Telecom Liechtenstein am Dienstag zum Geschäftsbericht 2019 mit. "Der aktuelle Wechsel auf Glasfasertechnologie führt zu einer Beschleunigung des gänzlichen Verzichts vieler Privatkunden auf Festnetztelefonie – ein wichtiges Standbein der Telecom Liechtenstein", heisst es. "Im mittlerweile vollkommen liberalisierten Markt muss die Telecom Liechtenstein aktuell ihre hohen Marktanteile gegen eine Vielzahl von kleineren Mitbewerbern verteidigen."

Wie die Telecom Liechtenstein weiter schreibt, konnte sie ihren Kunden im abgelaufenen Jahr durch ein deutlich verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis ein weiterhin attraktives Angebot im Markt anbieten. "Zum Vorteil der Kunden sind durch die Anpassungen die Preise in Liechtenstein, trotz höherer Kosten hierzulande, bei vielen Produktkategorien mittlerweile unter das Niveau der Schweiz gefallen und im Festnetz mit dem Niveau von Österreich vergleichbar", so die Telecom. "Die Kunden danken es weiterhin mit ihrer Treue."

Transformationsprogramm

Im sich reduzierenden Markt der Festnetztelefonie konnte das Unternehmen durch sein Angebot einen Marktanteil von knapp 90 Prozent halten. Im Bereich der Mobiltelefonie habe sie die Marktanteile weiter ausgebauen können, insbesondere aufgrund der neu gebotenen Möglichkeit, sowohl bestehende +423- wie auch bestehende +41-Rufnummern bei einem Wechsel zu Telecom Liechtenstein behalten zu können. Die Anpassungen des Preis-Leistungs-Verhältnisses würden jedoch Spuren im finanziellen Ergebnis der Organisation in Form von tieferen Umsätzen und Margen im Kerngeschäft hinterlassen. Die Organisation gehe daher bereits seit geraumer Zeit durch ein Transformationsprogramm, um dem entgegenzuwirken. Einerseits würden neue Geschäftsfelder erschlossen und andererseits wird an der Kosteneffizienz und Struktur gearbeitet.

Effizienzsteigerungsmassnahmen

Erfreulicherweise konnten wie bereits 2018 auch im Jahr 2019 der Umsatzrückgang im Kerngeschäft durch das starke Wachstum in den neuen Geschäftsfeldern (+55 Prozent im Vergleich zu 2018) ausgeglichen werden. "Die Margen im Neugeschäft konnten ebenfalls gesteigert werden", so die Telecom. "Insgesamt ist die Profitabilität der neuen Geschäftsfelder aber noch deutlich niedriger als im Kerngeschäft."Daher wurden parallel dazu bereits im zweiten Quartal 2019 Effizienzsteigerungsmassnahmen eingeleitet, die das Kostenniveau der Telecom Liechtenstein nachhaltig senken. Im Jahr 2019 sind jedoch noch Restrukturierungskosten und damit insgesamt Mehrkosten angefallen." Die volle positive Wirkung der Massnahmen werde sich im Ergebnis 2020 zeigen.

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(red/pd)

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