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Wirtschaft
Liechtenstein|31.03.2020 (Aktualisiert am 31.03.20 13:09)

Jahresgewinn der Bendura Bank leicht schwächer ausgefallen

BENDERN - Die Bendura Bank betreute zum Jahresende 2019 ein verwaltetes Kundenvermögen in der Höhe von 3,7 Milliarden Franken. Der Gewinn nach Steuern beträgt 19,7 Millionen Franken, 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Ertrag haben laut der Bank die Bereinigung des Kundenportfolios um die Branchen Online-Glücksspiele, Erwachsenenunterhaltung und Handel mit Kryptowährungen gemindert. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 1,6 Milliarden Franken (2018: 1,7 Milliarden). 

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BENDERN - Die Bendura Bank betreute zum Jahresende 2019 ein verwaltetes Kundenvermögen in der Höhe von 3,7 Milliarden Franken. Der Gewinn nach Steuern beträgt 19,7 Millionen Franken, 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Ertrag haben laut der Bank die Bereinigung des Kundenportfolios um die Branchen Online-Glücksspiele, Erwachsenenunterhaltung und Handel mit Kryptowährungen gemindert. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 1,6 Milliarden Franken (2018: 1,7 Milliarden). 

Die Bendura Bank, eine Privatbank mit Sitz in Bendern, blickt trotz eines herausfordernden Marktumfeldes auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück, wie die Bank am Montag mitteilte. Negativzinsen und die anhaltend hohe Regulierungsdichte hätten die Bank aber auch 2019 gefordert. 

Das Kreditgeschäft ist demnach auf 261,9 Millionen Franken angewachsen (2018: 200,5 Mio.). Der Jahresgewinn liegt allerdings mit 19,7 Millionen Franken um 14,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 23 Mio.). Der Bruttoertrag ist mit 55,8 Millionen um 3,4 Prozent tiefer als im Vorjahr. Die Cost-Income-Ratio liegt bei 54,5 Prozent (Vorjahr 48,5 Prozent).

Negativzinsen fordern die Bank

Im Zinsengeschäft sieht sich die Bank gemäss Mitteilung weiterhin mit Negativzinsen in Franken und Euro konfrontiert. "Doch dank einer weiteren Ausweitung des Kreditvolumens konnte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 22,6 auf 23,3 Millionen Franken erhöht werden", schreibt die Privatbank weiter. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft belaufe sich auf 23,7 Mio., das sind 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die auferlegten Selbstbeschränkungen im Rahmen der im Vorjahr initiierten De-Risking-Strategie wirkten sich wie erwartet negativ auf die Erträge aus dem Geschäftsbereich Transaction Banking aus.

Der Erfolg aus Finanzgeschäften beläuft sich auf 7,1 Millionen Franken - rund eine Million weniger als im Vorjahr. Der Grund liegt laut der Bendura Bank in tieferen Erträgen aus Devisengeschäften für Kunden und Treasury-Aktivitäten.

Kundenvermögen auf 3,7 Millarden Franken gestiegen

Der Geschäftsaufwand betrug 30,4 Millionen und ist damit um 8,6 Prozent angestiegen. "Dies hängt einerseits mit gestiegenen Personalkosten zusammen, die sich aufgrund des Mitarbeiteraufbaus ergeben haben. Andererseits ist auch der Sachaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent angestiegen", wird in der Mitteilung begründet.

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 1,6 Milliarden Franken (2018: 1,7 Milliarden). Die verwalteten Kundenvermögen sind im Vergleich zum Vorjahr um 174,4 Millionen Franken gestiegen und erreichten per Jahresende 2019 knapp 3,7 Milliarden Franken (2018: 3,5 Milliarden).

Das positive Geschäftsergebnis 2019 ermöglicht es der Bank, das Eigenkapital nach erfolgter Gewinnausschüttung um rund 9,8 Millionen Franken zu stärken. Die Gesamtkapitalquote der Bendura Bank beträgt per Jahresende 2019 rund 20,5 Prozent (Vorjahr 23,2 Prozent).

Keine Angst vor Covid-19

Die Bendura Bank will im Spätfrühling 2021 seinen Erweiterungsbau in Bendern beziehen. In diesem Zusammenhang werde die Bank ihre räumlichen Ressourcen verdoppeln. Zudem will man sich verstärkt auf die Kernmärkte konzentrieren, weshalb die Repräsentanz in Hongkong ausgebaut werde. Diese wurde im Herbst 2018 eröffnet.

Trotz der Auswirkungen von Covid-19 auf die Finanzwelt ist die Bank zuversichtlich, auch in diesem Jahr ein profitables Wachstum zu erzielen. Dabei sei auch die Mitarbeiterbeteiligung von 15 Prozent am Kapital der Bank ein wesentlicher Faktor.

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(red/pd)

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