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Wirtschaft
Liechtenstein|18.11.2019

FMA präsentiert Bericht zur Stabilität des Finanzsektors

VADUZ - Nach der ersten Publikation im Jahr 2018 hat die FMA die zweite Ausgabe des Finanzstabilitätsberichts zum Liechtensteiner Finanzsektor präsentiert. Da Liechtenstein über keine eigene Zentralbank verfügt, liegt die rechtliche Verantwortung, zur Finanzmarktstabilität in Liechtenstein beizutragen, bei der FMA.

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VADUZ - Nach der ersten Publikation im Jahr 2018 hat die FMA die zweite Ausgabe des Finanzstabilitätsberichts zum Liechtensteiner Finanzsektor präsentiert. Da Liechtenstein über keine eigene Zentralbank verfügt, liegt die rechtliche Verantwortung, zur Finanzmarktstabilität in Liechtenstein beizutragen, bei der FMA.

Der Liechtensteiner Finanzsektor befindet sich in einem stabilen Zustand, zu diesem Schluss kommt die FMA in ihrem am Montag vorgestellten "Financial Stability Report". Darin werden die systemischen Risiken als relativ begrenzt beurteilt. "Während der Finanzsektor – und insbesondere der Bankensektor – relativ zur Wirtschaftsleistung sehr gross ist, reduzieren eine vergleichsweise hohe Kapitalisierung, die gesunde Profitabilität sowie eine stabile Finanzierungsbasis die damit verbundenen Risiken", teilte die FMA mit. Allerdings sind die Herausforderungen im internationalen Finanzmarktumfeld im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Obwohl Liechtensteins Banken- und Versicherungssektor weniger stark unter dem Niedrigzinsumfeld leidet, als dies in anderen Ländern der Fall ist, sind die Finanzintermediäre auch hierzulande mit steigenden Herausforderungen konfrontiert, um die Profitabilität auch für die kommenden Jahre zu sichern.

Vergleichsweise hohe Haushaltverschuldung

Während die Gesamtverschuldungsquote des nicht-finanziellen Sektors vergleichsweise niedrig sei, sind die Schulden stark im Haushaltssektor konzentriert. Um die damit verbundenen systemischen Risiken zu adressieren, hat Liechtenstein einen makroprudenziellen Massnahmenmix aus Kreditnehmer- und Kreditgeberbasierten Massnahmen eingeführt, um eine nachhaltige Kreditvergabe zu gewährleisten.

Nichtsdestotrotz empfiehlt der Financial Stability Report, eine detaillierte Analyse zu den zugrundeliegenden Treibern und Ursachen der damit verbundenen Risiken zu erarbeiten. Basierend auf dieser ausführlichen Analyse kann der Ausschuss für Finanzmarktstabilität die Einführung von zusätzlichen Massnahmen prüfen, um den Risiken im Hypothekarmarkt entgegenzuwirken.

System zur Gewährleistung der Finanzstabilität weiter gestärkt

Liechtenstein hat in den vergangenen Jahren ein ausgewogenes System zur Gewährleistung der Finanz-stabilität eingerichtet. In diesem Jahr wurde ausserdem der Ausschuss für Finanzmarktstabilität geschaf-fen. Er ist das zentrale Gremium der makroprudenziellen Aufsicht in Liechtenstein. Ihm gehören Vertreter des Ministeriums für Präsidiales und Finanzen und der FMA an. Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität hat insbesondere die Stärkung der Zusammenarbeit in makropru-denziellen Fragen der im Ausschuss vertretenen Institutionen zum Ziel und erörtert regelmässig die für die Finanzmarktstabilität wesentlichen Sachverhalte.

(red/pd)

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