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Wirtschaft
Liechtenstein|31.10.2019 (Aktualisiert am 31.10.19 09:33)

Wirtschaftskammer: Spitalsgegner würden Unwahrheiten verbreiten

VADUZ - Nachdem die Wirtschaftskammer im September einstimmig die Ja-Parole zu einem Neubau des Landesspitals beschloss, wollten sich die Vertreter der Kammer ein genaues Bild vom Zustand des Gebäudes machen. Sie besuchten das Landesspital am Mittwoch. In einer Mitteilung wirft die Wirtschaftskammer den Gegnern eines Spitalneubaus zudem vor, das Volk mit Unwahrheiten zu verwirren.

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VADUZ - Nachdem die Wirtschaftskammer im September einstimmig die Ja-Parole zu einem Neubau des Landesspitals beschloss, wollten sich die Vertreter der Kammer ein genaues Bild vom Zustand des Gebäudes machen. Sie besuchten das Landesspital am Mittwoch. In einer Mitteilung wirft die Wirtschaftskammer den Gegnern eines Spitalneubaus zudem vor, das Volk mit Unwahrheiten zu verwirren.

Die Spitalleitung sowie die Verantwortlichen für den Gebäudeunterhalt führten die Teilnehmer durch alle relevanten Räumlichkeiten des Landesspitals. "Abgesehen von den verwinkelten Gängen kamen strukturelle und altersbedingte Mängel ans Tageslicht", heisst es in der Mitteilung. So seien etwa die komplette Haustechnik sowie ein grosser Teil der elektrischen Installationen veraltet und müssten aufwändig ersetzt werden. Ebenso hätten die Wand- und Bodenbeläge das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. "Eine notwendige und dringende Totalrevision würde Millionen verschlingen und es macht keinen Sinn, in diesem alten Gebäude noch mehr Geld in Erneuerungsarbeiten zu investieren", heisst es in der Mitteilung weiter. Die Besichtigung hätte allen Vertretern bestätigt, dass nur ein Neubau eine wirtschaftliche Lösung sein könne.

Neubau soll Zweckbau werden

Im Anschluss seien die Überlegungen zum Neubau von der kompletten Spitalleitung präsentiert und viele Fragen sehr offen beantwortet worden. Der Auftrag an die Planer werde ganz klar sein: keine Selbstverwirklichung, sondern ein Zweckbau.

Gegner würden mit Unwahrheiten argumentieren

In der Mitteilung wirft die Wirtschaftskammer den Gegnern eines Neubaus ausserdem vor, Unwahrheiten verbreiten. Als Beispiel wurde die Verkehrsanbindung eines Neubaus genannt und dass Besucher 20 Minuten zu Fuss zum Spital gehen müssten. "Dies ist absurd und irritiert das Volk", so die Wirtschaftskammer. Sie verwies  darauf, dass man vom Städtle in Vaduz etwa 40 bis 50 Minuten mit dem öffentlichen Verkehr ins Spital nach Grabs brauchen würde. Bei einem Neubau in Vaduz bräuchte es einen Halt auf der Linie 24.

Wirtschaft profitiert von Neubau

"Die Wirtschaftskammer und deren Vertreter sehen von solchen Falschaussagen ab und konzentrieren sich nur auf die Fakten", heisst es weiter. Daher sei der Entscheid der Wirtschaftskammer, allen Mitgliedern und auch dem gesamten Stimmvolk ein Ja zum Neubau zu empfehlen, richtig. "Das Geld ist besser und nachhaltiger investiert. Die Folgekosten sind kalkulierbarer und günstiger durch ökologisch nachhaltige und energieeffiziente Bauweisen", wird betont. Zudem unterstreicht die Wirtschaftskammer den volkswirtschaftlichen Nutzen eines eigenen Spitals. "Da der geplante Neubau ein Investitionsvolumen von rund 72 Millionen Franken auslöst, ist auch der Nutzen für unsere einheimische Wirtschaft unbestritten", heisst es abschliessend.

(red/pd)

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