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Wirtschaft
Liechtenstein|24.10.2019 (Aktualisiert am 24.10.19 15:10)

Betriebliche Personalvorsorge Obligatorium besteht seit 30 Jahren

Vaduz - Liechtenstein hat vor 30 Jahren das gesetzliche Obligatorium für die betriebliche Personalvorsorge eingeführt. An einer öffentlichen Veranstaltung des Ministeriums für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport in Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht sind am Donnerstag, 24. Oktober im Vaduzer Saal die Herausforderungen dieser zweiten Säule des liechtensteinischen Vorsorgesystems diskutiert worden.

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Vaduz - Liechtenstein hat vor 30 Jahren das gesetzliche Obligatorium für die betriebliche Personalvorsorge eingeführt. An einer öffentlichen Veranstaltung des Ministeriums für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport in Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht sind am Donnerstag, 24. Oktober im Vaduzer Saal die Herausforderungen dieser zweiten Säule des liechtensteinischen Vorsorgesystems diskutiert worden.

Liechtenstein hat die betriebliche Personalvorsorge angesichts veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor drei Jahren einer Reform unterzogen mit den Zielen, die Leistungen aus der zweiten Säule zu sichern und das Leistungsniveau zu erhöhen. "Dass uns diese Reform frühzeitig und innert kurzer Zeit gelungen ist, ist nicht selbstverständlich. Reformen der Sozialversicherungen sind immer schwierig. Sie betreffen alle und es geht um viel", sagte Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch vor rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mit der Reform sei zwar viel erreicht worden. "Doch die Herausforderungen wie etwa die Generationengerechtigkeit, das anhaltende Tiefzinsumfeld oder die demografischen Veränderungen sind nach wie vor gross. Es ist wichtig, diese zu diskutieren", führte der Regierungschef-Stellvertreter aus. Die betriebliche Personalvorsorge soll zusammen mit den Leistungen der AHV den Pensionierten, Hinterlassenen und Invaliden ein angemessenes Einkommen ermöglichen.

Die liechtensteinische betriebliche Personalvorsorge lehnt sich stark an die berufliche Vorsorge in der Schweiz an. Beide Länder haben ähnliche Herausforderungen zu bewältigen. Jérôme Cosandey, Directeur romand und Forschungsleiter Finanzierbare Sozialpolitik vom Schweizer Think Tank Avenir Suisse referierte über künftige mögliche Ausgestaltungen der zweiten Säule. In der Schweiz befindet sich die berufliche Vorsorge im Reformprozess. Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP, formulierte die Erwartungen der Schweizer Pensionskassen an eine nachhaltige Reform. Alexander Imhof, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung, befasste sich in seinem Referat mit gewollten und ungewollten Solidaritäten in der betrieblichen Personalvorsorge und der Bedeutung korrekter Parameter für die Sicherheit und das Vertrauen in die zweite Säule der Vorsorge. Die FMA übt die Aufsicht über die Pensionskassen aus.

(ikr/hf)

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