Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Daniel Risch wird heute die Wirtschaftsminister von drei deutschsprachigen Ländern in Vaduz empfangen. (Foto: Michael Zanghellini)
Wirtschaft
Liechtenstein|11.10.2019 (Aktualisiert am 11.10.19 10:38)

Risch empfängt heute deutschsprachige Wirtschaftsminister

VADUZ - Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch lädt heute seine Amtskollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Treffen der deutschssprachigen Wirtschaftsminister in Vaduz ein. Hauptthema der Gespräche wird die Wirtschaftslage in den einzelnen Ländern und weltweite, wirtschaftspolitische Fragestellungen bezüglich den aktuellen Handelskonflikten und den Brexit-Verhandlungen sein.

Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Daniel Risch wird heute die Wirtschaftsminister von drei deutschsprachigen Ländern in Vaduz empfangen. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch lädt heute seine Amtskollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Treffen der deutschssprachigen Wirtschaftsminister in Vaduz ein. Hauptthema der Gespräche wird die Wirtschaftslage in den einzelnen Ländern und weltweite, wirtschaftspolitische Fragestellungen bezüglich den aktuellen Handelskonflikten und den Brexit-Verhandlungen sein.

Zum traditionellen Treffen hat in diesem Jahr Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch seine Amtskollegen Bundesminister Peter Altmaier, Bundesministerin Elisabeth Udolf-Strobl und Bundesrat Guy Parmelin nach Vaduz eingeladen, um sich im informellen Rahmen über ausgewählte wirtschaftspolitische Fragestellungen im Kontext aktueller Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene auszutauschen. Dies teilt das Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport mit.

Im Zentrum der Gespräche stünden die Wirtschaftslage in den einzelnen Ländern sowie die globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen vor dem Hintergrund der bestehenden Handelskonflikte und der Brexit-Verhandlungen.

Zudem informierten sich die Minister gegenseitig über ihre nationalen Strategien im Bereich der Digitalisierung sowie über einzelstaatliche und europäische Initiativen im Bereich Forschung und Innovation. Die Minister würden überdies über ihre Erwartungen an die neue europäische Legislaturperiode und anstehende europapolitische Vorhaben sprechen.

«Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und damit verbunden die Entstehung neuer digitaler Geschäftsmodelle sind heute zweifellos ein zentrales Innovationselement im internationalen Standortwettbewerb. Wirtschaft und Politik sind daher besonders gefordert, diese Entwicklungen durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten. In diesem Sinne bietet das jährlich stattfindende Treffen der deutschsprachigen Wirtschaftsminister eine wertvolle Gelegenheit, in kleiner und informeller Runde aktuelle wirtschaftspolitische Themen und gemeinsamen Anliegen zu besprechen und gegenseitig Informationen und Erfahrungen zu relevanten Fragen auszutauschen», sagt der Wirtschaftsminister Daniel Risch.

Der deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier unterstreicht anlässlich des Vierertreffens die Bedeutung des Dialogs zwischen den Nachbarstaaten: «Ich schätze den gemeinsamen und regelmässigen Austausch mit meinen Kollegen aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein sehr. Die vier Staaten sind - besonders in den Grenzregionen - auf vielen Ebenen eng miteinander verflochten. Wir teilen die gleichen Werte und stehen vor gleichen Herausforderungen. Der gemeinsame Binnenmarkt, zu dem auch Liechtenstein und die Schweiz Zugang haben, ist für unsere Länder eine wichtige Errungenschaft. Seine weitere Fortentwicklung liegt in unserem gemeinsamen Interesse.»

«Innovation und Qualität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe im weltweiten Wettbewerb. Gerade wenn globale Partnerschaften schwierig werden, ist es wichtig, sich eng mit Nachbarn und Freunden auszutauschen. Heute treffen wir uns, um gemeinsame Antworten auf aktuelle Herausforderungen und künftige Möglichkeiten zu finden. Die gezielte Stärkung der standortrelevanten Forschung, eine innovative Industriepolitik auf Augenhöhe mit Klimaschutz, und der Umgang mit Handelskonflikten sind heute grundlegende Themen. Alle vier Länder sind sich einig, dass die Digitalisierung eine Chance für unsere Betriebe ist und wir dieses Potential mit Bildung und Kooperation heben müssen. Das Match um die Zukunft des Standortes Europa wird nicht innereuropäisch, sondern im globalen Wettbewerb entschieden», meint Wirtschafts- und Digitalministerin Elisabeth Udolf-Strobl.

Neben dem Arbeitsgespräch erhielten die Wirtschaftsminister im Rahmen eines Besuchs bei der Hilti AG in Schaan einen Einblick in den Wirtschaftsstandort Liechtenstein. Abgerundet werde das Ministertreffen von einem Empfang bei Erbprinz Alois auf Schloss Vaduz.

Im kommenden Jahr ist Deutschland Gastgeber des Vierertreffens.

(red / ikr)

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