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Die Bank Frick gehört neu nun zu 70 Prozent dem südafrikanischen Unternehmen Net1. (Foto: ZVG)
Wirtschaft
Liechtenstein|08.10.2019 (Aktualisiert am 08.10.19 15:14)

Bank Frick neu in ausländischen Händen

BALZERS - Net 1 UEPS Technologies, Inc (Net1) erhöhe ihre Beteiligung an Bank Frick auf 70 Prozent und wird zur Mehrheitsaktionärin am familiengeführten Institut mit Sitz in Liechtenstein. Dies teilt die Bank am Dienstag mit. Die Familie Frick behält über die Kuno Frick Familienstiftung demnach eine Minderheitsbeteiligung von 30 Prozent. Der Transaktion muss die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) aber erst noch zustimmen.

Die Bank Frick gehört neu nun zu 70 Prozent dem südafrikanischen Unternehmen Net1. (Foto: ZVG)

BALZERS - Net 1 UEPS Technologies, Inc (Net1) erhöhe ihre Beteiligung an Bank Frick auf 70 Prozent und wird zur Mehrheitsaktionärin am familiengeführten Institut mit Sitz in Liechtenstein. Dies teilt die Bank am Dienstag mit. Die Familie Frick behält über die Kuno Frick Familienstiftung demnach eine Minderheitsbeteiligung von 30 Prozent. Der Transaktion muss die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) aber erst noch zustimmen.

Net 1 UEPS Technologies, Inc. gab heute bekannt, dass es seine Option zum Erwerb eines zusätzliches Anteils von 35 Prozent an die Bank Frick für rund 46,4 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich bestimmter Kaufpreisanpassungen, ausgeübt hat. Die Transaktion müsse allerdings noch von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein genehmigt werden und wird voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion werde das Unternehmen 70 Prozent der Anteile der Bank Frick halten. Die Kuno Frick Familienstiftung bleibe Eigentümerin des restlichen Anteils von 30 Prozent.

«Die Vorzüge von Bank Frick mit den technischen Möglichkeiten von Net1 verbinden.»

Herman Kotzé

Net1 ist seit zwei Jahren Minderheitsaktionär von Bank Frick und zeigt sich beeindruckt vom Umfang der klassischen Bankdienstleistungen der Bank sowie der Reputation, die sich die Bank erworben hat. Als vertikal integrierte Plattform für Bank- und Zahlungsdienstleistungen, die die Vorzüge von Bank Frick mit den technischen Möglichkeiten von Net1 verbindet, erwarte Net1 für die Zukunft eine zusätzliche Erweiterung seiner Fintech-, Zahlungs- und Blockchain-Dienstleistungen ergänzend zu den bereits vorhandenen Produkten und Dienstleistungen der Bank. Bank Frick besitzt eine Issuing-Lizenz von Visa sowie Acquiring-Lizenzen sowohl von Visa als auch von MasterCard.

Bank Frick habe sich ferner als krypto- und blockchain-freundliche Bank in Europa etabliert und unterliege dem umfassendsten und massgeblichsten regulatorischen Regelwerk in der Region. Sie habe in eine Reihe von ihr entwickelter Produkte und Dienstleistungen als Verwahrstelle investiert und sei führend auf dem Gebiet der Unternehmensfinanzberatung für die führenden virtuellen Börsen für finanzielle Vermögenswerte und virtuellen Devisenmakler.

«Wir freuen uns auf die Fortsetzung der herausragenden Beziehung»

Herman Kotzé

«Bank Frick ist ein entscheidender Baustein für unsere europäische Strategie zur Bereitstellung allumfassender Finanztechnologie und Dienstleistungen für KMUs in der Region», sagt Herman Kotzé, CEO von Net1. Das hohe Kernkapital der Bank von CHF 90 Millionen, die Mitgliedschaften bei Visa und MasterCard, eine paneuropäische Lizenz als Universalbank und die anerkannte Führerschaft bei Bankdienstleistungen, insbesondere in den Bereichen virtuelle Vermögenswerte/Krypto, werden die Breite, den Umfang und das Entwicklungstempo zusätzlicher Angebote des Fintechgeschäfts von Net1 und Bank Frick deutlich steigern. Wir sind dankbar für die Unterstützung durch die Familie Frick als Mitaktionäre und insbesondere durch Herrn Dr. Mario Frick in seiner Eigenschaft als Präsident des Verwaltungsrats. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der herausragenden Beziehung, die wir in letzten beiden Jahren mit der Familie Frick und den Führungskräften und Mitarbeitenden der Bank aufgebaut haben. Wir erwarten, dass sich die Transaktion im Geschäftsjahr 2021 positiv auf die fundamentalen Erträge des Unternehmens auswirken wird.»

«Die Familie Frick ist stolz auf die Belegschaft der Bank.»

Mario Frick

«Net1 verfügt über ein enormes digitales Know-how und Fachwissen im Zahlungsverkehr weltweit», sagt Mario Frick, Präsident des Verwaltungsrats von Bank Frick. «Seit der Gründung von Bank Frick vor 20 Jahren ist die Familie Frick sehr stolz auf die Kompetenzen, über die die Bank verfügt, aber auch auf ihre äussert fähige Belegschaft, und ich weiss, dass Net1 unsere Begeisterung und unseren Einsatz für unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und unsere Strategie teilt. Mit dem Zusammenschluss von Bank Frick und Net1 werden wir in der Lage sein, unsere derzeitigen Geschäftsbereiche zu stärken, unsere Fintech-Strategie voranzutreiben, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und sie in ganz Europa umzusetzen. Gemeinsam sorgen wir für die Zuverlässigkeit des klassischen Bankensystems und für neue Chancen, die uns die Digitalisierung und die Blockchain-Technologie bieten.»

Über Net1

Net1 ist ein Anbieter von Zahlungsverarbeitungsdiensten, komplementären Finanzprodukten und -dienstleistungen sowie sicherer Zahlungstechnik. Net1 betreibt Zahlungsabwicklungssysteme in Südafrika und der Republik Korea. Zudem bietet das Unternehmen die Bearbeitung und Ausgabe von Debit-, Kredit- sowie Prepaidkarten für alle grossen Zahlungsnetzwerke. In Südafrika bietet Net1 innovative, komplementäre Finanzprodukte, darunter Bank-, Kredit- und Versicherungsdienstleistungen, und seidurch DNI ein führender Vertriebshändler von mobilen Abonnements-Starterpaketen für Cell C, einen südafrikanischen Funknetzwerkbetreiber. Die Firma nutze seine strategischen Eigenkapitalbeteiligungen an Finbond und Bank Frick (beides regulierte Banken) und Cell C zur Einführung von Produkten bei neuen Kunden und auf neuen Märkten. Net1 besitzt eine Primärkotierung an der NASDAQ (NasdaqGS: UEPS) und eine Sekundärkotierung an der Börse von Johannesburg (JSE: NT1).

(pd / red)

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