(Foto: Nils Vollmar)
Wirtschaft
Liechtenstein|03.09.2019 (Aktualisiert am 12.09.19 10:25)

Landesspital verbucht positives erstes Halbjahr

VADUZ - Rechtzeitig zur Landtagssitzung hat das Landesspital seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der im Spätsommer 2018 begonnene Aufwärtstrend zeigt sich laut Aussendung  auch im ersten Halbjahr 2019. Das Landesspital zieht per Ende Juni eine positive Bilanz bei den stationären Fällen und den durchgeführten Operationen. Erstmals können im Fürstentum Liechtenstein auch Chirurgen ausgebildet werden.

(Foto: Nils Vollmar)

VADUZ - Rechtzeitig zur Landtagssitzung hat das Landesspital seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der im Spätsommer 2018 begonnene Aufwärtstrend zeigt sich laut Aussendung  auch im ersten Halbjahr 2019. Das Landesspital zieht per Ende Juni eine positive Bilanz bei den stationären Fällen und den durchgeführten Operationen. Erstmals können im Fürstentum Liechtenstein auch Chirurgen ausgebildet werden.

Im ersten Halbjahr habe das Landesspital Liechtenstein nach eigenen Angaben 994 Patienten stationär behandelt (+33.8 Prozent zu Vorjahresperiode) und 5189 ambulante Fälle (stabil zu Vorjahresperiode) verzeichnet. Der positive Trend seiunter anderem auf das operative Leistungsangebot der Chirurgie, mit seinen Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie zurückzuführen. Aufgrund der zunehmenden Auslastung des Operationssaals wurde per Mitte August 2019 an ausgewählten Tagen, erstmals seit 2016, wieder ein 2-Saal-Betrieb aufgenommen.

Der eingeschlagene Weg bestätigt sich

Relevante Qualitätsnachweise wie die neutralen Messergebnisse von ANQ (CH Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken), die Überwachung der Einhaltung der jährlichen Ärztlichen Fortbildungspflicht, das Gütesiegel für Hernienchirurgie oder die von der FMH verliehene Ausbildungsberechtigung im Bereich der Chirurgie bestätigen den eingeschlagenen qualitativen Weg. Erstmals sei es im Fürstentum Liechtenstein möglich, Chirurgen aus dem In- und Ausland für ein Jahr auszubilden. Derzeit bildet das Landesspital vier chirurgische Assistenzärzte aus.

Das Angebots-Portfolio konnte mit weiteren Belegärzten diverser Fachbereiche vergrössert werden, heisst es weiter. Besonders erfreulich sei, dass ehemalige Belegärzte dem Landesspital wieder das Vertrauen ausgesprochen haben und nun erneut im Land operieren. Die getroffenen organisatorischen Umstrukturierungen im Haus und im OP würden den Zusammenhalt intern wie extern stärken, so die Aussendung.

Akut-Geriatrie ab 4. Quartal 2019

Wie geplant setzte das Landesspital sein Akut-Geriatrie-Konzept ab dem 4. Quartal 2019 operativ um. Es ist laut Mitteilung gelungen, externe niedergelassene Health Professionals für die Mitarbeit im Bereich der Therapien zu gewinnen. «Wir betreten mit diesem Modell für das Landesspital Neuland und freuen uns sehr auf die zu-künftige Zusammenarbeit mit ansässigen Fachkräften, die unser Angebot im Bereich der Akut-Geriatrie bereichern und verstärken werden» wird Sandra Copeland, Spitaldirektorin, zitiert.

(pd/red)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|02.09.2019 (Aktualisiert am 02.09.19 10:10)
Neubau Landesspital: Volk soll über Finanzbeschluss entscheiden