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(Foto: Michael Zanghellini)
Wirtschaft
Liechtenstein|20.08.2019 (Aktualisiert am 20.08.19 15:12)

VP Bank hat ein gutes Halbjahr hinter sich

VADUZ - Die VP Bank Gruppe hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. "Alle relevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2019 weisen auf eine deutliche Stärkung des Kerngeschäfts hin", teilt die VP Bank Gruppe am Dienstagfrüh mit. So habe sich aufgrund des überproportionalen Ertragswachstums der Konzerngewinn von 29,3 auf 35,3 Millionen Franken erhöht. Dies entspricht einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

(Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die VP Bank Gruppe hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. "Alle relevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2019 weisen auf eine deutliche Stärkung des Kerngeschäfts hin", teilt die VP Bank Gruppe am Dienstagfrüh mit. So habe sich aufgrund des überproportionalen Ertragswachstums der Konzerngewinn von 29,3 auf 35,3 Millionen Franken erhöht. Dies entspricht einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Das Zinsumfeld sei in der ersten Jahreshälfte herausfordernd gewesen, was sich in einem nahezu unveränderten Erfolg aus dem Zinsgeschäft von 54,6 Millionen Franken niedergeschlagen habe, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Insbesondere das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+4,3 Prozent) sowie das Handelsgeschäft (+11,8 Prozent) hätten jedoch deutlich zugelegt. Ebenfalls erfreulich entwickelt haben sich die Finanzanlagen nach einer eher verhaltenen Vorjahresperiode. Insgesamt erhöhte sich der Geschäftsertrag um 10,1 Prozent auf 162,7 Millionen Franken.

Höhere Personalkosten aufgrund des Wachstums

Der Geschäftsaufwand ist dagegen um 6,2 Prozent auf 122,7 Millionen Franken gestiegen. Die VP Bank begründet dies vor allem mit den höheren Personalkosten aufgrund eines Programms zum Gewinn von Kundenberatern sowie mehrerer Wachstumsinitiativen. Der Sachaufwand hingegen habe sich infolge der Umstellung auf IFRS 16 um 2.1 Prozent reduziert. Weil mit der Einführung von IFRS 16 in der Erfolgsrechnung ab 2019 anstelle von Mietaufwänden neu Abschreibungen und Zinsaufwände anfallen, stiegen auf der anderen Seite die Abschreibungen um 22,1 Prozent auf 14,3 Millionen Franken. Zudem wurden Einzelwertberichtigungen sowie Rückstellungen auf Kredite aufgelöst, was den Geschäftsaufwand um 3,3 Millionen Franken entlastete.

Tier 1 Ratio bei 19,7 Prozent

Die Tier 1 Ratio betrug per Ende Juni 19,7 Prozent im Vergleich zu 20,9 Prozent Ende Dezember 2018. "Die starke Eigenmittelausstattung bildet eine hervorragende strategische Ausgangslage, um weiterhin eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess wahrnehmen zu können, in dem sich der Finanzdienstleistungssektor derzeit befindet", heisst es in der Mitteilung. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 13,1 Milliarden Franken.

(Foto: Michael Zanghellini)

Neuerliche Zunahme der betreuten Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni auf 45,6 Milliarden Franken, einem Plus von 9,9 Prozent beziehungsweise 4,1 Milliarden Franken gegenüber dem Wert per Ende 2018. Davon stammt eine Milliarde Franken aus der Übernahme der Private Banking Aktivitäten der Catella Bank. Weitere 1,9 Milliarden Franken aus dem Plus sind gemäss Mitteilung durch positive Veränderungen der Marktbewertung der Kundenvermögen bedingt.

An Netto-Neugeldzufluss konnte die VP Bank im ersten Semester 2019 1,2 Milliarden Franken verbuchen. Diese Zuflüsse seien dank intensiver Marktbearbeitung, Rekrutierung von neuen Kundenberatern und Zuflüssen von bestehenden Kunden erzielt worden, heisst es in der Mitteilung. Das grösste Wachstum sei an den internationalen Standorten verzeichnet worden. Das Kundenvermögen inklusive der Custody-Vermögen betrug 51,7 Milliarden Franken (Ende 2018: 46,7 Milliarden Franken).

Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen

Die VP Bank hat das am 27. Juni 2018 aufgelegte Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen und hält per Ende Juni 2019 einen Kapitalanteil von knapp 10 Prozent. Da keine Vernichtung der Aktien stattfand, seien die Kapital- und Stimmrechtsverhältnisse unverändert geblieben. Die im Bestand befindlichen Namenaktien A sollen für künftige Akquisitionen oder für Treasury-Management-Zwecke verwendet werden.

Florian Marxer. (Archivfoto: Nils Vollmar)

Marxer legt Mandat nieder

Florian Marxer, der die Marxer Stiftung für Bank- und Unternehmenswerte im Verwaltungsrat der Bankengruppe vertritt, hat sich entschlossen, sein Verwaltungsratsmandat zum heutigen Tag niederzulegen. "Die eingeschlagene Wachstumsstrategie in den Unternehmen meiner Familie und die Übernahme zusätzlicher Mandate in unserer Kanzlei führen seit Kurzem zu einem erheblichen zeitlichen Mehraufwand. Dies macht es mir unmöglich, meine Aufgaben als Verwaltungsrat der VP Bank im gebotenen Umfang wahrzunehmen", begründet dieser in der Mitteilung. Sein Austritt ändere jedoch nichts am Commitment seiner Familie zur VP Bank, betont er. Die Stiftung, deren Präsident Marxer weiterhin bleibt, werde für die nächste Generalversammlung vom 24. April 2020 einen Aktionärsvertreter zur Wahl in den Verwaltungsrat nominieren.

 Ausblick

Die Aussichten für die europäische Konjunktur haben sich gemäss Mitteilung zuletzt merklich eingetrübt und die Rezessionsrisiken seien entsprechend gestiegen. Dennoch bleibt man optimistisch. "Die VP Bank Gruppe ist strategisch bestens aufgestellt und verfügt durch ihre hohe Eigenmittelausstattung sowie das sehr gute A-Rating von Standard & Poor’s über eine gesunde Basis, um auch für ein bevorstehendes anspruchsvolleres Marktumfeld bestens gerüstet zu sein", wird Verwaltungsratspräsident Fredy Vogt zitiert.

(red/pd)

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