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Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsleitung, Mathias Maierhofer, wurde von seinen Aufgaben entbunden. (Archivfoto: MZ)
Wirtschaft
Liechtenstein|14.06.2019 (Aktualisiert am 14.06.19 16:17)

Knall bei der Telecom: CEO und der Leiter Technik müssen gehen

VADUZ - Nach einem turbulenten Tag überrascht die Telecom mit personellen Veränderungen: Mathias Maierhofer und der Leiter Technik, René Schiefer, müssen gehen. Grund sei die Unternehmenstransformation, wie die Telecom am Freitag wissen liess. Einen Zusammenhang mit dem Ausfall in der vergangenen Nacht gebe es nicht.

Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsleitung, Mathias Maierhofer, wurde von seinen Aufgaben entbunden. (Archivfoto: MZ)

VADUZ - Nach einem turbulenten Tag überrascht die Telecom mit personellen Veränderungen: Mathias Maierhofer und der Leiter Technik, René Schiefer, müssen gehen. Grund sei die Unternehmenstransformation, wie die Telecom am Freitag wissen liess. Einen Zusammenhang mit dem Ausfall in der vergangenen Nacht gebe es nicht.

"Die Veränderungen in der Geschäftsleitung stehen absolut in keinem Zusammenhang mit dem Ausfall."

Franz Wirnsperger, Verwaltungsratspräsident der Telecom Liechtenstein

"Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsleitung, Mathias Maierhofer, und der Leiter Technik, René Schiefer, wurden von ihren Aufgaben entbunden und werden das Unternehmen verlassen", teilte die Telecom am Freitag mit.  Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Aldo Frick werde per sofort den Vorsitz in der Geschäftsleitung übernehmen. Neben Aldo Frick werden der Geschäftsleitung wie bisher Bernd Liebscher, Leiter Market Development, sowie Jürgen Herburger, Leiter Finanzen, angehören. Die Geschäftsleitung wird damit von 5 auf 3 Mitglieder verschlankt. Die Ressort- und Aufgabenzuteilung innerhalb der Geschäftsleitung wurde neu geregelt.

Nachhaltige Neupositionierung

Wie die Telecom Liechtenstein weiter mitteilte, befindet sich derzeit in einer Transformationsphase. "Das Ziel besteht darin, durch Wachstum in neuen Geschäftsfeldern und mit attraktiven Produkt- und Serviceangeboten den marktbedingten Rückgang im Kerngeschäft zu kompensieren und eine tragfähige Grundlage für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen", heisst es in der Aussendung. Dabei würden begleitend auch Strukturen in der Organisation und auf der Führungsebene angepasst, um die Effizienz der gesamten Organisation zu steigern. "Die personellen Veränderungen auf der Geschäftsleitungsebene erfolgen vor dem Hintergrund dieser Neupositionierung", schreibt die Telecom abschliessend. 

Regierung war informiert

Auf Anfrage des "Volksblatts" erinnert der zuständige Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch daran, dass in der Beteiligungsstrategie, die auf dem Gesetz über die Steuerung und Überwachung öffentlicher Unternehmen (ÖUSG) beruht, vorgesehen ist, dass der Verwaltungsrat das zuständige Regierungsmitglied über wesentliche Vorkommnisse zu informieren hat. "Diesem Auftrag ist der Verwaltungsrat nachgekommen und so wurde ich als zuständiges Regierungsmitglied und in der Folge auch die Regierung über die diesbezügliche Entscheidung des Verwaltungsrates der TLI informiert." Dies sei bereits in der vergangenen Woche geschehen. Der Regierung als Oberaufsicht steht gegenüber dem Verwaltungsrat kein Weisungsrecht zu. "Selbstverständlich hat die Regierung diesen Entscheid des Verwaltungsrates nicht veranlasst", so Risch.

"Kein Zusammenhang"

Wie Franz Wirnsperger, Verwaltungsratspräsident der Telecom Liechtenstein am Nachmittag auf Nachfrage des "Volksblatts" versichert, stehen die Veränderungen in der Geschäftsleitung absolut in keinem Zusammenhang mit dem Ausfall. "Sie sind seit längerem vorbereitet und Teil der notwendigen Veränderung. Das zeitliche Zusammentreffen ist rein zufällig", so Wirnsperger. 

 

(hf)

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