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Wirtschaft
Liechtenstein|23.04.2019 (Aktualisiert am 23.04.19 12:49)

Bank Frick 2018 mit höheren Erträgen und mehr Investitionen

BALZERS - Die Bank Frick bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Dennoch gelang es der Bank, in allen Bereichen höhere Erträge als im Vorjahr zu erzielen. Ebenso investierte Bank Frick deutlich mehr als geplant, um die gesetzten Ziele rascher zu erreichen. Das Jahresergebnis fällt mit 4,2 Mio. Franken somit geringer als budgetiert (5,2 Mio. Franken) aus, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

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BALZERS - Die Bank Frick bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Dennoch gelang es der Bank, in allen Bereichen höhere Erträge als im Vorjahr zu erzielen. Ebenso investierte Bank Frick deutlich mehr als geplant, um die gesetzten Ziele rascher zu erreichen. Das Jahresergebnis fällt mit 4,2 Mio. Franken somit geringer als budgetiert (5,2 Mio. Franken) aus, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

 «Wir konnten in allen Bereichen die budgetierten Erträge und das Vorjahresergebnis übertreffen. Gleichzeitig haben wir unsere Investitionen in die Zukunft verstärkt», wird Bank-Frick-Verwaltungsratspräsident Mario Frick in einer Aussendung zitiert. Dies mache sich in der Höhe des Jahresergebnisses bemerkbar. Das Nettoergebnis betrug laut Angaben der Bank 4,2 Mio. Franken und lag somit ein Drittel unter dem Vorjahresergebnis. «In Anbetracht des aggressiven Ausbaus unserer Geschäftstätigkeit und des schwierigen Marktumfeldes – insbesondere gegen Jahresende hin – betrachten der Verwaltungsrat und das Aktionariat das Ergebnis als äusserst erfreulich», wird Frick weiter zitiert

Investitionen in die Zukunft

Die Bank Frick verstärkt weiter ihren Fokus auf Finanzintermediäre, welche von den modularen und digitalen Services der Bank profitieren. Um ihr Angebot ausbauen zu können, hat Bank Frick im abgelaufenen Geschäftsjahr wie geplant personell stark aufgestockt. Per 31. Dezember 2018 arbeiteten 124 Personen (Vorjahr: 81) für die Bank Frick. Der Personalausbau habe über alle Abteilungen hinweg stattgefunden, mit einem Schwerpunkt in der Abteilung Business Technologies und Innovation Management. «Dieses Jahr werden wir den Personalbestand konsolidieren und die Strukturen entsprechend weiterentwickeln, damit wir unsere Schlagkraft weiter erhöhen können», wird CEO Edi Wögerer zitiert. Die Bank Frick habe den Anspruch, ihren Vorsprung im Blockchain-Banking zu halten und zu festigen. Deshalb sollen auch 2019 beträchtliche Mittel in dessen Weiterentwicklung investiert werden. Ziel sei es, das Handling nutzerfreundlicher zu gestalten und es mit dem klassischen Finanzsystem zusammenzuführen.

Wachstum auch ausserhalb der Bank

Bereits im Geschäftsjahr 2018 wurden Fundamente für neue Geschäftsmodelle gelegt, welche 2019 realisiert werden und wurden. So gründete Bank Frick im ersten Quartal 2019 das Tochterunternehmen The DLT Markets AG. Die Gesellschaft bietet institutionellen Investoren einen professionellen Zugang zum Multi-Exchange-Handel von Token. Bereits 2018 beteiligte sich Bank Frick an der 21.finance AG, welche die Primärmarktplattform area2Invest betreibt. Damit stärkt Bank Frick ihre Vertriebsposition im Bereich innovativer Kapitalmarktprodukte und Fonds. Gleichzeitig macht sich die Bank unabhängiger vom klassischen Finanzierungsgeschäft und profitiert unter anderem von Neuerträgen aus der Entwicklung von Finanzinstrumenten für Emittenten.

Warten auf das VTG – Für neue innovative Services

«In der Produktentwicklung ist Bank Frick ihrer Konkurrenz teilweise weit voraus. So ist Bank Frick Global Paying Agent beim weltweit ersten Crypto-Index-Exchange-traded-Product, das an einer regulierten Börse (SIX Swiss Exchange) gehandelt wird», schreibt die Bank in ihrer Aussendung. Das Inkrafttreten des Vertrauenswürdige-Technologien-Gesetzes (Blockchain-Gesetz) in Liechtenstein werde der Bank Frick und dem Finanzplatz einmalige Möglichkeiten geben, neue, innovative Services und Produkte zu entwickeln, mit denen sich Intermediäre im internationalen Finanzmarkt erfolgreich differenzieren könnten.

Die Ertragslage im Detail

Den Zinsertrag steigerte Bank Frick eigenen Angaben zufolge um 3,8 Prozent auf 20,5 Mio. Franken. Den Zinsaufwand konnte die Bank aufgrund günstiger Refinanzierungsmöglichkeiten um 51,5 Prozent auf 2,4 Mio. Franken reduzieren. Den Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte die Bank Frick 2018 um 20,5 Prozent auf 21,2 Mio. Franken. Der Kommissionsaufwand nahm dabei um 2,4 Prozent auf 9,1 Mio. Franken zu. Das Handelsgeschäft entwickelte sich stabil, mit einem leichten Zuwachs um 1 Prozent auf 3,7 Mio. Franken. Die Bilanzsumme von Bank Frick betrug per 31. Dezember 2018 rund 1,1 Mia. Franken (Vorjahr: 1,4 Mia. Franken). Beim verwalteten Kundenvermögen musste ein Rückgang um 1,2 Mia. Franken auf 2,7 Mia. Franken hingenommen werden. «Unter anderem verursacht durch negative Marktentwicklungen im Jahr 2018, insbesondere im letzten Quartal», schreibt die Bank.

(pd/hf)

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