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Wirtschaft
Liechtenstein|14.03.2019 (Aktualisiert am 14.03.19 12:52)

LLB: Fortgesetzter Wachstumskurs, trotz reduziertem Konzernergebnis

VADUZ/ZÜRICH - Die LLB-Gruppe setzte nach eingenen Angaben  ihr Wachstum im Geschäftsjahr 2018 fort. Das Geschäftsvolumen habe mit 80.1 Mia.Franken (+28.6 Prozent) einen neuen Höchstwert erreicht. Der Netto-Neugeld-Zufluss betrug laut LLB 1.3 Mia. Franken. Das Konzernergebnis sei jedoch aufgrund von Markteffekten und Integrationskosten auf 85.1 Mio. Franken zurückgegangen (-23.5 Prozent). Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung aufgrund des Ergebnisses eine Erhöhung der Dividende auf 2.10 Franken pro Aktie vor.

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VADUZ/ZÜRICH - Die LLB-Gruppe setzte nach eingenen Angaben  ihr Wachstum im Geschäftsjahr 2018 fort. Das Geschäftsvolumen habe mit 80.1 Mia.Franken (+28.6 Prozent) einen neuen Höchstwert erreicht. Der Netto-Neugeld-Zufluss betrug laut LLB 1.3 Mia. Franken. Das Konzernergebnis sei jedoch aufgrund von Markteffekten und Integrationskosten auf 85.1 Mio. Franken zurückgegangen (-23.5 Prozent). Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung aufgrund des Ergebnisses eine Erhöhung der Dividende auf 2.10 Franken pro Aktie vor.

Mit einem Netto-Neugeld-Zufluss von 1.3 Mia. Franken (2017: 470 Mio.) sei die LLB-Gruppe in allen drei Marktdivisionen sowie den drei Buchungszentren in Liechtenstein, in der Schweiz und in Österreich nachhaltig und substanziell gewachsen. Dies sind die höchsten Netto-Neugeld-Zuflüsse seit 2010, heisst es in der Aussendung.

Das Geschäftsvolumen habe mit 80.1 Mia. Franken (31. Dezember 2017: 62.3 Mia. Franken) ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht. Die Kundenvermögen habe per 31. Dezember 2018 67.3 Mia. Franken (31. Dezember 2017: 50.3 Mia. Franken) betragen. Die Kundenausleihungen seien um 6.4 Prozent auf 12.9 Mia. Franken gestiegen. Die Hypothekarforderungen nahmen laut LLB um 5.3 Prozent auf 11.1 Mia. Franken (31. Dezember 2017: 10.6 Mia. Franken) zu.

Fortschritte im operativen Geschäft

Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft erhöhte sich laut Aussendung der LLB um 13.2 Prozent auf 175.3 Mio. Franken (2017: 154.8 Mio.). Dies sei unter anderem auf die Akquisitionen der LB(Swiss) Investment AG und der Semper Constantia Privatbank AG zurückzuführen.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor erwarteten Kreditverlusten sei trotz Negativzinsen um 8.3 Prozent auf 158.0 Mio. Franken (2017: 145.9 Mio.) gestiegen. Für die Verbesserung seien einerseits tiefere Zinsabsicherungskosten und andererseits höhere Erträge im Zinsgeschäft mit Banken in US-Dollar verantwortlich gewesen. Der Zinserfolg im Kundengeschäft habe sich stabil entwickelt. Das Wachstum bei den Hypotheken und tiefere Refinanzierungskosten hätten den erwarteten Ertragsrückgang aus der Verlängerung der Festzinskredite zu tieferen Konditionen kompensiert.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich auf 73.8 Mio. Franken (2017: 82.9 Mio.), so die LLB weiter. Während sich der Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen gegenüber dem Vorjahr um 5.0 Prozent auf 64.4 Mio. Franken erhöht hätten, hätte der Seitwärtstrend bei den Schweizer-Franken-Zinsen zu tieferen Bewertungsgewinnen der Zinssatzswaps von 9.4 Mio. Franken (2017: 21.5 Mio.) geführt. Der Erfolg aus Finanzanlagen seien bei minus 19.4 Mio. Franken (2017: 2.6 Mio.) gelegen.

Stabiler Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag blieb mit 399.7 Mio. Franken (2017: CHF 399.4 Mio.) stabil, so die Bank weiter. Der Geschäftsaufwand habe sich hingegen gegenüber dem Vorjahr um 14.6 Prozent auf 305.9 Mio. Franken (2017: 267.0 Mio.) erhöht. Der Personalbestand sei infolge der Akquisitionen und des strategischen Personalausbaus auf 1086 Vollzeitstellen (31. Dezember 2017: 867) gestiegne. Der Personalaufwand habe sich um 17.4 Prozent auf 182.4 Mio. Franken (2017: ´155.4 Mio.) erhöht. Der Sachaufwand habe um 9.6 Prozent auf 90.8 Mio. Franken (2017:  82.8 Mio.) zugenommen. Die einmaligen Integrationskosten beliefen laut Bank sich auf 14.8 Mio. Franken

Insgesamt habe LLB-Gruppe  2018 ein Konzernergebnis von 85.1 Mio. Franken erzielt. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds und der negativen Aktienmarktentwicklung sowie der Integrationskostensei es um 23.5 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorjahr (2017: 111.3 Mio.). Die Cost-Income-Ratio sei auf 77.7 Prozent (2017: 69.6  Prozent) gestiegen.

Höhere Dividende

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 3. Mai 2019 eine zum vierten Mal in Folge höhere Dividende. Die Erhöhung um 5.0 Prozent von C2.00 auf 2.10 Franken pro LLB-Aktie entspreche einer Dividendenrendite von 3.3 Prozent. Die Ausschüttungsquote betrage 75.7 Prozent.

Das Land Liechtenstein erhalte von der LLB-Gruppe für 2018 durch die beantragte Dividendenausschüttung, direkte Steuern und die Abgeltung der Staatsgarantie einen Beitrag von 45.5 Mio. Franken (2017: 46.4 Mio.).

(sa)

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