(Foto: VP Bank)
Wirtschaft
Liechtenstein|05.03.2019 (Aktualisiert am 05.03.19 09:10)

VP Bank: Mehr Netto-Neugelder und geringerer Konzerngewinn

ZÜRICH/VADUZ - Im Einklang mit ihrer langfristigen Wachstumsstrategie konnte die VP Bank Gruppe 2018 einen Netto-Neugeldzufluss von 3.2 Mrd. Franken verzeichnen. Dies teilte die Bank am Dienstag mit. Insbesondere die internationalen Standorte hätten zu diesem für die Bank erfreulichen Resultat beigetragen. Gleichzeitig habe sich jedoch der Konzerngewinn aufgrund höherer Investitionen um 16.8 Prozent auf 54.7 Mio. Franken reduziert. Der Generalversammlung werde eine unveränderte Dividende von 5.50 Franken pro Namenaktie A bzw. 0.55 Franken pro Namenaktie B beantragt.

(Foto: VP Bank)

ZÜRICH/VADUZ - Im Einklang mit ihrer langfristigen Wachstumsstrategie konnte die VP Bank Gruppe 2018 einen Netto-Neugeldzufluss von 3.2 Mrd. Franken verzeichnen. Dies teilte die Bank am Dienstag mit. Insbesondere die internationalen Standorte hätten zu diesem für die Bank erfreulichen Resultat beigetragen. Gleichzeitig habe sich jedoch der Konzerngewinn aufgrund höherer Investitionen um 16.8 Prozent auf 54.7 Mio. Franken reduziert. Der Generalversammlung werde eine unveränderte Dividende von 5.50 Franken pro Namenaktie A bzw. 0.55 Franken pro Namenaktie B beantragt.

Auch wenn das vergangene Geschäftsjahr aufgrund des anhaltenden Tiefzinsumfeldes sowie einer schwachen Performance an den internationalen Finanzmärkten ein schwieriges Jahr gewesen sei: Operativ betrachtet habe die VP Bank insbesondere auf der Ertragsseite gut gearbeitet und die wichtigsten Ertragskennzahlen hätten sich durchaus positiv entwickelt, so die Aussendung. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft habe sich im Vorjahresvergleich um 6.3 Prozent auf 111.0 Mio. Franken erhöht. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft habe 2018 wiederum um 0.3 Prozent auf 124.3 Mio. Franken zugenommen und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sei um 9.4 Prozent auf 55.0 Mio. Franken gestiegen.

Dass der Geschäftsertrag insgesamt mit 290.8 Mio. Franken um 3.1 Prozent oder 9.3 Mio. Franken tiefer ist als im Vorjahr ausfiel, liege an einem Verlust aus den Finanzanlagen, der mit einem Minus von 1.6 Mio. Franken zu Buche geschlagen habe. Noch im Vorjahr konnte auf dieser Position laut VP Bank ein Gewinn von 19.2 Mio. Franken erzielt werden.

Geschäftsaufwand von Sonderfaktor gekennzeichnet

Der Geschäftsaufwand sei gegenüber dem Vorjahr um 2.6 Mio. Franken von 229.8 Mio. auf 232.3 Mio. Franken (Zunahme um 1.1 Prozent) gestiegen. Der Sachaufwand erhöhte sich laut VP Bank im Jahr 2018 um 8.8 Prozent auf 62.9 Mio. Franken. Diese Steigerung sei primär bei den Informationsbeschaffungskosten und den Informatiksystemen zu verzeichnen und sei hauptsächlich auf den Ausbau der personellen Ressourcen mit entsprechend höheren Wartungs- und Lizenzgebühren zurückzuführen. Zusätzlich sei der Raumaufwand im Zusammenhang mit neuen Gebäuden und Umbauten um 1.2 Mio. Franken gestiegen.

Zudem sei der Personalaufwand im Vorjahresvergleich um 8.8 Prozent auf 157.7 Mio. Franken gestiegen. Diese Erhöhung resultiere vorwiegend aus dem um 8.6 Prozent höheren Personalbestand von 868 Vollzeitstellen per Ende 2018.

Die Cost/Income Ratio sei auf 75.8 Prozent (Vorjahr: 64.2 Prozent) gestiegen. Mit einer Tier 1 Ratio von 20.9 Prozent (Vorjahr: 25.7 Prozent) besitze die VP Bank Gruppe im Branchenvergleich nach wie vor eine äusserst komfortable Eigenkapitalbasis. Die Bilanzsumme sei im Vergleich zu Ende Dezember 2017 leicht um 0.3 Milliarden Schweizer Franken oder 2.7 Prozent zurückgegangen.

Erfreuliche Zunahme der betreuten Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich laut eigenen Angaben Ende 2018 auf 41.5 Mrd. Franken. Gegenüber dem Vorjahreswert von 40.4 Mrd. Franken bedeute dies eine Zunahme um 1.1 Mrd. (+2.8 Prozent). Die negative Marktentwicklung – insbesondere im vierten Quartal – habe eine noch markantere Steigerung in den betreuten Kundenvermögen verhindert: Der Performancebeitrag lag mit -2.1 Mrd. Franken (im Vorjahr +2.7 Mrd.) deutlich im Minus.

Im Vergleich zur Entwicklung im Jahr 2017 habe das Netto-Neugeld im Berichtsjahr eine markante Verbesserung gezeigt. Insgesamthabe die VP Bank Gruppe im Jahr 2018 einen sehr hohen Netto-Neugeldzufluss von 3.2 Mrd. Franken (Vorjahr: +1.9 Mrd.) verzeichnet. Alle internationalen Standorte hätten zu diesem Ergebnis beigetragen.

Die Custody-Vermögen habe sich um 0.9 Mrd. Franken (15.3 Prozent) auf 7.0 Mrd. (Vorjahr:  6.1 Mrd.) erhöht. Das Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen betrug per 31. Dezember 2018 48.5 Mrd. Franken (Vorjahr:  46.4 Mrd.), so die Bank weiter.

Der Verwaltungsrat beantrage angesichts des Ergebnisses der Generalversammlung vom 26. April 2019, eine unveränderte Dividende von 5.50 Franken pro Namenaktie A und 0.55 Franken pro Namenaktie B auszuzahlen. Die vorgesehene Dividendenausschüttungsquote liege mit 61 Prozent des erwirtschafteten Konzerngewinnes am oberen Ende des von der VP Bank definierten Zielbandes.

(pd/red)

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