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Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer. Die Gründe dafür sind nur zum Teil erklärbar. (Foto: SSI)
Wirtschaft
Liechtenstein|25.02.2019

LANV macht auf vielfältige Formen der Diskriminierung aufmerksam

SCHAAN - Mit dem heutigen «Tag der Lohngleichheit» will der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) ein weiters Mal auf die Schlechterstellung der Frauen aufmerksam machen. Nicht nur die Lohnunterschiede sind zu beklagen.

Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer. Die Gründe dafür sind nur zum Teil erklärbar. (Foto: SSI)

SCHAAN - Mit dem heutigen «Tag der Lohngleichheit» will der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) ein weiters Mal auf die Schlechterstellung der Frauen aufmerksam machen. Nicht nur die Lohnunterschiede sind zu beklagen.

Ein Blick in die Lohnstatistik zeigt, dass der monatliche Bruttolohn (Medianlohn) der Frauen im Jahr 2016 bei 5976 Franken lag, jener der Männer bei 7050 Franken. Die Differenz beträgt 15,2 Prozent und bedeutet, dass Frauen 56 Tage länger arbeiten müssen, um den gleichen Lohn zu erhalten. Die grosse Lohndifferenz allein mit Diskriminierung zu erklären wäre aber falsch. Um detailliertere Aussagen einer möglichen Lohndiskriminierung machen zu können, müsste der Lohn unter anderem mit dem Beruf, dem Anforderungsniveau des Jobs, der Ausbildung und der Berufserfahrung der Personen verknüpft werden. «Das ist in Liechtenstein so umfassend nicht möglich», sagt Andrea Scheller, Leiterin des Amts für Statistik. Um fundiertere Werte zu erhalten werde aber geprüft, ob aussagekräftigere Daten vorhanden sind, damit die Einkommensverhältnisse der Frauen und Männer künftig besser abgebildet werden können. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz wurden bereits solche Auswertungen gemacht. Mit den «bereinigten Daten» ergab sich noch eine Lohnlücke von rund fünf Prozent.

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(sb)

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