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Für Geschäftsführer Roland Seger ist klar: Der neu eingeführte Kryptowechsel ist ein Kundenservice und kein neues strategisches Standbein für die Liechtensteinische Post AG.  (Fotos: Paul J. Trummer)
Wirtschaft
Liechtenstein|24.02.2019

Seger: «Der Kryptowechsel soll ein risikoloses Zusatzgeschäft sein»

SCHAAN - Die Liechtensteinische Post AG kündigte vergangene Woche an, dass sie künftig an ihren Schaltern Kryptowährungen wechseln will. In Vaduz ist bereits eine erste Testphase mit Bitcoin gestartet. Im Gespräch mit dem «Volksblatt» spricht Post-Geschäftsführer Roland Seger über die Ziele des Projekts.

Für Geschäftsführer Roland Seger ist klar: Der neu eingeführte Kryptowechsel ist ein Kundenservice und kein neues strategisches Standbein für die Liechtensteinische Post AG.  (Fotos: Paul J. Trummer)

SCHAAN - Die Liechtensteinische Post AG kündigte vergangene Woche an, dass sie künftig an ihren Schaltern Kryptowährungen wechseln will. In Vaduz ist bereits eine erste Testphase mit Bitcoin gestartet. Im Gespräch mit dem «Volksblatt» spricht Post-Geschäftsführer Roland Seger über die Ziele des Projekts.

«Volksblatt»: Herr Seger, weshalb hat die Post beschlossen, ins Kryptowährungs-Wechselgeschäft einzusteigen?

Roland Seger: Der Wechsel von Kryptowährungen unterscheidet sich eigentlich kaum von unserem bisherigen Wechselgeschäft in den Filialen. Wir wechseln heute schon Schweizer Franken in Euro.  Das Kryptowechsel-Geschäft liegt da sehr nahe. Es ist eine Erweiterung der Dienstleistungen, die – wenn man sich aktuell so umschaut – auch dem Bedürfnis der Kunden entspricht. 

Also erwarten Sie auch eine gewisse Nachfrage?

Das erhoffen wir uns natürlich. Es bleibt aber noch abzuwarten. Schon heute gibt es Kryptogeldwechselautomaten in der Schweiz und auch in Liechtenstein findet man vereinzelt schon welche. Unser Vorteil ist, dass wir in unseren Filialen das Wechselgeschäft sehr gut kennen, die nötigen Sorgfaltspflichten sehr gut wahrnehmen können und auch attraktive Öffnungszeiten bieten.

Sie haben im Geschäftsbericht des Vorjahres das rückläufige Kerngeschäft durch die zunehmende Digitalisierung und die zu geringen Umsätze in den Poststellen unterstrichen. Ist dieses Projekt nun ein Ansatz, in diesen beiden Bereichen einen Fuss in die Tür zu bekommen?

Nein, absolut nicht. Wir bauen uns hier kein neues strategisches Standbein auf, es ist eine einfache Erweiterung unserer bestehenden Dienstleistungen im Wechselgeschäft. Wir erwarten nicht, dass sich daraus ein Riesengeschäft entwickelt. Denn wenn wir ehrlich sind, ist der Hype sehr viel grösser als das Potenzial, das dahinter liegt.  Für uns geht es lediglich darum, gewisse Zusatzerlöse und Frequenzen in unseren Filialen zu generieren. Es soll ein risikoloses Zusatzgeschäft sein.

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(sa)

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