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Wirtschaft
Liechtenstein|23.01.2019

Eine Erfolgsgeschichte aus der Sicht der Wirtschaftsverbände

VADUZ - Stolz, Stabilität, Mut, Innovationen, Traditionen, Kontinuität und Verlässlichkeit: Das sind nur einige der Schlagworte, die die führenden Wirtschaftsvertreter gegenüber dem «Volksblatt» genannt haben. Ihre Gedanken zeigen, dass der Wirtschaftsstandort Teil der Erfolgsgeschichte des Landes ist.

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VADUZ - Stolz, Stabilität, Mut, Innovationen, Traditionen, Kontinuität und Verlässlichkeit: Das sind nur einige der Schlagworte, die die führenden Wirtschaftsvertreter gegenüber dem «Volksblatt» genannt haben. Ihre Gedanken zeigen, dass der Wirtschaftsstandort Teil der Erfolgsgeschichte des Landes ist.

Josef Beck. (Foto: ZVG)

"Heute feiert unser Land, das Fürstentum Liechtenstein, seinen 300. Geburtstag. Ein Jubiläum, das gebührend gefeiert wird. Jubiläen sind ein guter Grund, sich Gedanken zu machen – über «Gestern, Heute und Morgen». Dieser Leitgedanke, der sich über das gesamte Jahr zieht, würdigt das, was unser Land in den vergangenen 300 Jahren erreicht hat. Und darauf dürfen wir stolz sein! Wie es der Leitspruch schon sagt, soll im Jubiläumsjahr nicht nur ans Gestern und Heute gedacht, sondern der Blick auch nach vorne gerichtet werden. Es stehen viele neue und grosse Herausforderungen für den Staat und die Wirtschaft an. Für eine erfolgreiche Zukunft Liechtensteins und der Wirtschaft benötigt es ein gutes Zusammenspiel zwischen den Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Nur gemeinsam kann es gelingen, unser Land zu gestalten. Die Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK) möchte mit ihrer «Vision 2025 für den Industriestandort Liechtenstein» einen Teil dazu beitragen, damit unsere Unternehmen weiterhin auf exzellente Rahmenbedingungen zählen können."

Josef Beck, Geschäftsführer Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK)

David Gamper.(Foto: ZVG)

"Ein Land, das 300 Jahre innerhalb derselben Grenzen bestehen bleibt, ist etwas ganz Besonderes. Wenn man die Geschichte Europas mit den gravierenden politischen Umwälzungen in diesem Zeitraum betrachtet, so ist es umso bemerkenswerter, dass dies einem so kleinen Staat gelungen ist. Zu dieser Stabilität wollen wir dem Fürstenhaus und den Liechtensteinern mit ihrer politischen Führung gratulieren. Diese Stabilität stellt auch das Fundament für den Erfolg der einheimischen Finanzbranche dar, eine Branche, die trotz Finanzkrise, Steueraffäre und Regulierungs-
tsunami stärker ist als je zuvor. Die Fondsbranche als Teil der Finanzbranche ist in Liechtenstein ein vergleichsweise junger Zweig. Entwickelt hat sie sich ab 1996 mit der Gründung der ersten Fondsgesellschaften. Heute verwalten die 14 Mitglieder des LAFV alleine im Inland bereits über 50 Mrd. Franken. Die Fondsbranche wächst stetig und rentabel, trotz der grossen Herausforderungen vor allem im regulatorischen Bereich und dem wachsenden Wettbewerb in Europa."

David Gamper, Geschäftsführer des Liechtensteinischen Anlagefondsverbandes

Hans-Werner Gassner.(Foto: ZVG)

"Das Jahr 2019 ist nicht nur für Liechtenstein ein Jubiläumsjahr, sondern auch für den Bankenverband, der seinen 50. Geburtstag feiert. Wir tun dies im November mit einem Jubiläumsanlass und einem speziellen Bankentag. Damit wollen wir unsere Verbundenheit mit Liechtenstein symbolisieren. Ohne die über Jahrhunderte bewiesene Stabilität und Nachhaltigkeit wäre der Bankenplatz nicht dort, wo er heute ist: erfolgreich, international und im Dienste der hiesigen Wirtschaft und Kunden. Weltwirtschaftlich und geopolitisch ist hingegen nicht sicher, ob das Jubiläumsjahr uns jubeln lässt. Stichworte sind Brexit und Handelskonflikte. Will ein kleiner Staat in diesem Umfeld bestehen, braucht es eine umsichtige, vorausschauende Politik sowie Unternehmen und Mitarbeitende, die stolz auf ihre Tradition sind und gleichzeitig nötige Veränderungen mit Mut, Innovation und Gestaltungswillen annehmen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass uns dies immer gut gelungen ist. Ich habe keine Zweifel, dass wir dies auch in Zukunft schaffen werden."

Hans-Werner Gassner, Präsident Liechtensteinischer Bankenverband

Angelika Moosleithner. (Foto: ZVG)

"300 Jahre des Bestehens als eigenständiges Land, inmitten eines immer wieder von Krisen geschüttelten Europa, erfüllen uns zu Recht mit Dankbarkeit und Stolz. Zu dieser Erfolgsgeschichte haben viele beigetragen, insbesondere das Fürstenhaus, unsere Vorfahren und viele kluge, engagierte Menschen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie starke Partnerschaften mit unseren Nachbarn und Freunden in der Schweiz und Österreich. Das Jubiläum 300 Jahre Liechtenstein sollte uns Verpflichtung sein, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Der Treuhandsektor, der massgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beigetragen hat, baut auf den Stärken und Traditionen Liechtensteins auf: Sicherheit, Kontinuität und Verlässlichkeit, verbunden mit der Achtung der individuellen Freiheiten jedes Menschen. Diese liechtensteinischen Werte bilden die Grundlage für die Dienstleistungen, welche heute und morgen durch die Treuhänder für Kunden aus der ganzen Welt erbracht werden."

Angelika Moosleithner, Präsidentin Liechtensteinische Treuhandkammer

Stefan Ritter. (Foto: ZVG)

"Bei einem Geburtstag ist es üblich, dem Geburtstagskind seine Aufwartung zu machen und ihm zu gratulieren. Bei einem Staat tut man sich diesbezüglich etwas schwer, da das Geburtstagskind die Bevölkerung ist. Wir alle dürfen stolz darauf sein, was wir in den letzten 300 Jahren erreicht haben. Die Anfänge Liechtensteins waren nämlich geprägt von erheblichen Konflikten und die Gewaltenteilung war höchstens Theorie. Heute ist Liechtenstein ein gut funktionierender, in Europa integrierter Rechtsstaat mit einer intakten Gewaltenteilung, in dem die Staatsgewalt im Fürsten und im Volke verankert ist. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, wie man in Ländern nicht unweit von uns immer wieder erleben muss. Die Liechtensteinische Rechtsanwaltskammer thematisiert in Gesetzgebungsverfahren immer wieder die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit. Wir sind alle gefordert, diese Grundprinzipien unseres Staates zu verteidigen und diese Errungenschaften auch in Zukunft in unseren Entscheidungen zu beachten."

Stefan Ritter, Präsident Liechtensteinische Rechtsanwaltskammer

Jürgen Nigg. (Foto: ZVG)

"In Liechtenstein dominierten vor 300 Jahren bereits die Handwerker, Steinmetze, Maurer, Tischler, Schmiede, Müller und viele andere. Durch den steigenden Wohlstand kam es zu einer Blüte von Handwerk und Handel. Organisiert durch Standesvertretungen (Zünfte), welche auch in unserer Region tätig waren und wirtschaftspolitischen Einfluss hatten. Die sogenannten Zünfte waren Interessensvertretungen der Handwerker und regelten nicht nur, wer als Handwerker arbeiten durfte, sondern auch die Ausbildung der Gesellen, später Lehrlinge und heute Lernende genannt. Auch wenn nun nach 300 Jahren viele Berufe verschwunden sind, haben die oben genannten und weitere immer noch ihre Daseinsberechtigung, nur ihre Bezeichnung hat sich geändert; und auch das Lehrlingswesen gibt es immer noch und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Die Zünfte gibt es jedoch nicht mehr, hierfür steht dem Handwerker in Liechtenstein heute die Wirtschaftskammer zur Seite."

Jürgen Nigg, Geschäftsführer Wirtschaftskammer Liechtenstein

Caroline Voigt. (Foto: ZVG)

"300 Jahre Fürstentum Liechtenstein – wahrlich ein guter Grund, unseren Staat, seine Institutionen und Menschen hochleben zu lassen. Das kleine, aber grossartige Land bietet der Bevölkerung und den Unternehmen eine Heimat, die mich persönlich sehr dankbar macht, und ich bin glücklich, hier meinen Lebensmittelpunkt zu haben. Als Ort zum Leben und Arbeiten, aber auch als Topwirtschaftsstandort mit vorteilhaften Rahmenbedingungen verfügt das Land über beste Voraussetzungen, seinen bisherigen Weg erfolgreich fortzusetzen. Der Platz ist gut aufgestellt und wir haben allen Grund, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. Im Namen des Versicherungsverbands, im Namen unserer Mitgliedsunternehmen und in meinem persönlichen Namen gratuliere ich dem Fürstenhaus und dem Land Liechtenstein herzlich zum runden Geburtstag unseres Staates. Ich wünsche dem Standort, dass er weiterhin so floriert wie in den vergangenen Jahrzehnten, und dem Staat, dass er noch viele weitere schöne Jubiläen feiern kann."

Caroline Voigt, geschäftsführende Präsidentin des Liechtensteinischen Versicherungsverbandes

Dagmar Bühler-Nigsch. (Foto: ZVG)

"Liechtenstein kann in seiner 300-jährigen Geschichte auf eine lange Tradition im Stiftungswesen zurückblicken. Die gemeinnützigen Stiftungen tragen durch ihre vielseitige Förderung wesentlich zur positiven Entwicklung von Staat und Gesellschaft bei. Gemeinnützige Stiftungen können als Innovationsträger neue Initiativen anstossen, sie sind aber auch Partner für das Langfristige und unterstützen Institutionen und Projekte nachhaltig. Für dieses Engagement bietet Liechtenstein als attraktiver Stiftungsstandort optimale Rahmenbedingungen. Um die grossen Herausforderungen in Zukunft bewältigen zu können, sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) eine Chance, im In- und Ausland gemeinsam etwas zu bewirken. So wünsche ich mir für die Zukunft Liechtensteins, dass alle Akteure aus Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Staat ihre Verantwortung für die Gesellschaft, für ein solidarisches Liechtenstein in guter Zusammenarbeit übernehmen."

Dagmar Bühler-Nigsch, Geschäftsführerin der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS)

(hf)

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