Ein Bitcoin ATM auf dem roten Teppich, ausgestellt vor dem SAL in Schaan. (Foto: ZVG)
Wirtschaft
Liechtenstein|14.01.2019

Unklare Rechts­lage noch ein Hin­dernis für Bit­coin-Automaten

VADUZ - Vergangenes Jahr hat Bitcoin ATM Liechtenstein seine ersten beiden Bitcoin-Automaten im House of Blockchain und im Lova-Center aufgestellt. Nach ein paar Hürden soll nun in den nächsten Monaten der dritte Automat eingeweiht werden.

Ein Bitcoin ATM auf dem roten Teppich, ausgestellt vor dem SAL in Schaan. (Foto: ZVG)

VADUZ - Vergangenes Jahr hat Bitcoin ATM Liechtenstein seine ersten beiden Bitcoin-Automaten im House of Blockchain und im Lova-Center aufgestellt. Nach ein paar Hürden soll nun in den nächsten Monaten der dritte Automat eingeweiht werden.

Eigentlich sollten bis Ende vergangenen Jahres bereits weitere Automaten an prominenten Standorten in Liechtenstein stehen. Doch der anfängliche Aufschwung flaute ab. «An einigen geplanten Standorten kam es zu Bedenken vonseiten der Geschäftsinhaber», erklärt Maksymilian Mencel, Inhaber von Bitcoin ATM Liechtenstein, auf Anfrage. Denn obwohl die Themen Bitcoin und Blockchain in Liechtenstein mittlerweile grosse Medienpräsenz hätten und auch in der Politik regelmässig diskutiert würden, scheine es in der Bevölkerung noch viel Skepsis zu geben. Dies zeige sich auch anhand der Nachfragen an den bestehenden Automaten, die sich bislang in Grenzen halte. So seien bislang nur wenige Zahlungsmöglichkeiten vorhanden – wie etwa im Parkhotel Sonnenhof. Die geringe Nachfrage lasse sich laut Mencel aber auch auf die unklare Rechtslage im Umgang mit Kryptowährungen zurückführen. Diese schrecke vor allem auch die Geschäftsinhaber, die einen Automaten aufstellen oder Kryptozahlungen ermöglichen wollen, ab.

Hinzu komme, dass auch Betreiber solcher Automaten sich über die Anforderungen hierzulande oft nicht im Klaren seien. So mussten einige Betreiber ihre Automaten nach Aufforderung des Amtes für Volkswirtschaft (AVW) wieder abbauen, da die nötigen Bewilligungen fehlten. Standorte, an denen Mencel hofft, jetzt teilweise selbst einsteigen zu können. Denn dieses Problem hätten er und sein Geschäftspartner Georg Bühler so nie gehabt. «Wir haben uns vorab beim Amt für Volkswirtschaft und der Finanzmarktaufsicht über die notwendigen Anforderungen informiert», erklären die beiden. Zudem seien sie sehr gut vernetzt und konnten so von den Erfahrungen des Automaten im Hoi-Laden profitieren.

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(sa)

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