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John Freiermuth mit dem interaktiven «Monkey Business». (Foto: Michael Zanghellini)
Wirtschaft
Liechtenstein|25.10.2018

Virtuelle Vorgänge greifbar machen

VADUZ - Heute fand in Vaduz zum ersten Mal der Digitaltag statt. Mit insgesamt dreizehn Ausstellern aus dem Land, wurde der Öffentlichkeit der Umgang mit der Digitalisierung, sowie die daraus resultierenden Möglichkeiten näher gebracht.

John Freiermuth mit dem interaktiven «Monkey Business». (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Heute fand in Vaduz zum ersten Mal der Digitaltag statt. Mit insgesamt dreizehn Ausstellern aus dem Land, wurde der Öffentlichkeit der Umgang mit der Digitalisierung, sowie die daraus resultierenden Möglichkeiten näher gebracht.

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John Freiermuth mit dem inter­aktiven «Monkey Business». (Foto: Michael Zanghel­lini)

Die offizielle Eröffnung des Digitaltags fand im Kunstmuseum Vaduz statt. Nach kurzen Grussworten übergab Daniel Bargetze, Geschäftsführer des Medienhauses Liechtenstein, das Wort an Kerstin Appel, die kaufmännische Leiterin des Kunstmuseums Liechtenstein. Sie stimmte die Zuhörerschaft auf das Thema Digitalisierung ein, indem sie auf die zahlreichen Blätter verwies, die im Saal an der Wand angebracht waren: «Was Sie hier sehen, ist die gesamte Sammlungsdatenbank des Museums, welche seit Jahren digital geführt wird.» Anschliessend wandte sich Regierungschef Stellvertreter Daniel Risch an die Zuhörer. Der Digitaltag sei eine gute Möglichkeit, das Thema Digitalisierung zu verstehen und anzufassen. Inzwischen sei in allen Wirtschaftssektoren eine rasante Entwicklung festzustellen. «Wohin uns die Digitalisierung führen wird, weiss niemand», stellte Risch fest, «Grundsätzlich gilt jedoch: Der Mensch zuerst.» Die Digitalisierung sei in allen Fällen für den Menschen da.

«Wohin uns die
Digitalisierung führt, weiss niemand. Grundsätzlich gilt jedoch: Der Mensch zuerst.»

Daniel Risch, Regierungschef Stellvertreter

Den Abschluss der Eröffnungszeremonie bildete ein Referat der aus Deutschland stammenden Trendexpertin Birgit Gebhardt. Sie stellte die vielen Chancen vor, die sich durch virtuelle Innovationen ergeben. Der Begriff «Digitalisierung» solle zur besseren Verständlichkeit mit «Vernetzung» übersetzt werden, denn für viele Menschen würde der geläufige Begriff zu Verunsicherung führen. «Wir befinden uns in einem Strukturwandel zwischen der Industrialisierung zur Vernetzung.» Die Digitalisierung sei nun der nächste, grosse Schritt von der Produktion zum Service zu kommen. Das erklärt Gebhardt wie folgt: «Durch diese Entwicklung wird es bald möglich sein, sich als weltweit agierende Arbeitskraft zu betätigen.» Arbeit müsse nicht mehr zwingend vor Ort verrichtet werden, sondern es sei vielleicht bald möglich, aufgrund der weltweiten Vernetzung zur gleichen Zeit an mehreren Orten der Welt zu arbeiten.

«Wir befinden uns in einem Strukturwandel zwischen Industrialisierung und
Vernetzung.»

Birgit Gebhardt, Trendforscherin

Innovation in allen Bereichen

Am Digitaltag stellten insgesamt dreizehn Liechtensteiner Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft aus. Die Aussteller waren in und vor dem Kunstmuseum, dem Liechtenstein Center und in der Post Vaduz zu finden.

Ein Blickfang der Veranstaltung war die Weinpresse, auch «Pressbengel» genannt, die im Eingangsbereich des Kunstmuseums aufgestellt war. Hier konnten Besucher mit einer Virtual Reality-Brille erleben, wie es sich früher angefühlt haben musste, die Spindel zu betätigen. Gleichzeitigt wurde die Spindel mit einem Bremssystem so präpariert, dass auch der aufzubringende Kraftaufwand simuliert wurde. Die Möglichkeiten, die sich durch optische Digitalisierung eröffnen, wurden auch am Stand der Optics Balzers AG sichtbar: Hier ahmte ein Plüschaffe dank eines Nahinfrarotfilters die Bewegungen der Besucher exakt nach. Ein Startup-Unternehmen stellte das Prinzip der Ferndiagnosen bei Autos und Maschinen vor. Hierbei können Standort-, Bewegungs- und Diagnosedaten aus dem Motor jederzeit eingesehen werden, was eine Wartung im Voraus planbar macht. Dieses Programm konnte an einem Rennsimulator getestet werden. Ein weiteres Beispiel aus der Ausstellung zeigte, dass Digitalisierung nicht nur in Bereichen wie Technik, Wirtschaft und Medizin zum Zug kommt, sondern auch in der Kunst. Mithilfe einer neu entwickelten App ist es nun möglich, einen Blick hinter ein Kunstwerk zu werfen. Dies wurde an der Ausstellung anhand von Beispielen der Fürstlichen Sammlung demonstriert. Hatte die Software das entsprechende Kunstwerk erkannt, konnten nun mehrere Punkte auf dem Display geöffnet werden, die Informationen über das Gemälde enthielten.

Ergänzt wurde die Ausstellung am Digitaltag durch ein Referat zum Thema «Bildung der Zukunft», welches ebenfalls von der Zukunftsforscherin Brigit Gebhardt gehalten wurde. Zudem fand am Abend eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, die von den Zusammenhängen von «Digitalität-Kunstmuseen-Besucher» handelte.

(mw)

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